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Doch Ferienwohnungen in Bauernreihe?

Wieck Doch Ferienwohnungen in Bauernreihe?

NCC-Nachfolgerin Bonava bietet Gebäude-Ensemble in Wieck für 3,85 Millionen Euro als Gesamtprojekt an

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Auf diesem Boddenareal in Wieck ist der Bau von 13 Wohnungen geplant.

Quelle: Timo Richter

Wieck. Eine Anzeige im „Handelsblatt“ hat Heinz-Dieter Planko aufgeschreckt. Die NCC Deutschland GmbH, die jetzt unter dem Namen Bonava firmiert, bietet das „Refugium am Wasser“ als Gesamtprojekt an. 3,85 Millionen Euro soll das „Paket“ kosten. Beworben wird das Vorhaben mit einem großen Foto, das die Ansicht des Ensembles von der Straße her zeigt.

Aufgrund der Nachfrage von Kapitalanlegern bieten wir auch kleine Päckchen an.“Silke Skala, kommissarische Leiterin der Bonava-Unternehmenskommunikation

Davor waren auf Hinweistafeln und im Internet regelmäßig die Ansichten vom Bodden her zu sehen.

Auf der Internetseite der Bonava Deutschland GmbH taucht das „Refugium am Wasser“ gar nicht mehr auf. Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst werden nur die geplanten Häuser auf dem Borner Holm sowie ein Gebäudekomplex in Dierhagen-Strand beworben.

„Ferienimmobilien sind als neue Assetklasse auf dem Vormarsch“, sagt Unternehmenssprecherin Silke Skala. Aufgrund der Nachfrage unter anderem von Kapitalanlegern würden Ferienimmobilien nicht nur als freistehende Häuser oder Eigentumswohnungen, sondern mehrere Einheiten auch als kleine Päckchen angeboten, teilt die kommissarische Leiterin der Unternehmenskommunikation im Hauptsitz der Firma in Fürstenwalde auf Nachfrage mit.

Der früher in Düsseldorf praktizierende Zahnarzt Heinz-Dieter Planko fürchtet allerdings, dass mit der „Paketlösung“ die Weigerung der Kommune gegen das Vorhaben umgangen werden könne. Dann werde der Komplex als Gesamtinvestition an den Mann gebracht, ein Eigentümer werde dann nach Fertigstellung der beiden Gebäude die einzelnen Wohnungen nicht dauerhaft vermieten, sondern doch zu Ferienwohnungen machen.

Ursprünglich sollten auf dem Boddenareal in der Bauernreihe in Wieck 13 Ferienwohnungen in zwei miteinander verbundenen Gebäuden entstehen. Die Gemeindevertreter hatten dem Projekt ihr Einvernehmen versagt. In der Kreisverwaltung musste dann aber ein positiver Bescheid auf den Bauantrag gegeben werden, weil dort eine Frist versäumt worden war. Erst nach massiver Kritik seitens der Kommunalpolitik und aus der Bevölkerung machte die Kreisverwaltung einen Rückzieher und lehnte das Vorhaben ab (die OZ berichtete).

Vor allem der Abriss des alten Hallenhauses, dem Kegel’schen Hof, hatte auf der Halbinsel zu reichlich Kritik geführt. Als die Verkaufsabsichten der früheren Eigentümerin des Gebäudes ruchbar wurden, waren zahlreiche Wiecker Bürger angesichts des unwiederbringlichen Verlustes aufgeschreckt. Die Malerin Ruht Klatte, in der Kunstszene der Region eine Größe, organisierte eine Sammlung, um das Grundstück kaufen zu können. In dem Hallenhaus, so die Vorstellungen der Malerin, sollte ein Kunst- und Kulturzentrum Einzug halten. Die Malerin bedauerte seinerzeit, dass das Gebäude früher nicht unter Denkmalschutz gestellt worden sei. Dieser fehlende Schutzstatus werde sich als verhängnisvoll für das erste in Wieck errichtete Hallenhaus erweisen. Sie sollte Recht behalten.

Hintergrund

4Jahre währt die Auseinandersetzung zwischen Wieck und der NCC Deutschland GmbH, die jetzt unter dem Namen Bonava firmiert. Das Unternehmen wollte auf einem Boddenareal in der Bauernreihe 13 Ferienwohnungen in zwei miteinander verbundenen Gebäuden errichten. Begonnen wurde das Projekt, für das das letzte historische Hallenhaus in Wieck abgerissen wurde, nicht. Die Kommune hatte mit der Fremdenverkehrssatzung ein Mittel gefunden, den Bau weiterer Ferienwohnungen und Zweitwohnsitze zu unterbinden. Das letzte Wort in einer juristischen Auseinandersetzung ist noch nicht gesprochen.

3,85Millionen Euro soll das Gesamtvorhaben einbringen, wie einer Annonce in einer überregional erscheinenden Zeitung zu entnehmen ist.

Unternehmensangaben zufolge soll mit dem Angebot als Paket den vorhandenen Anfragen beispielsweise von Kapitalanlegern Rechnung getragen werden.

Timo Richter

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