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Ernst-Otto Kock abberufen

Born Ernst-Otto Kock abberufen

Vertrauensbasis für Zusammenarbeit im Rechnungsprüfungsausschuss des Amtes sei nachhaltig zerstört

Born. Der Ahrenshooper Ernst-Otto Kock ist gestern aus dem Rechnungsprüfungsausschuss abberufen worden. Der geheimen Abstimmung – sechs Mitglieder des Amtsausschusses stimmten für den Rauswurf, zwei waren dagegen, ein Mitglied enthielt sich der Stimme – ging ein offener Schlagabtausch von Befürwortern der Vorlage des Amtsvorstehers Gerd Scharmberg und dem Ahrenshooper Bürgermeister Hans Götze (Einzelbewerber) voraus. Letzterer stellte sich eindeutig hinter Kock.

Sollte Ernst-Otto Kock in dem Ausschuss bleiben, fürchte ich, dass mindestens drei Mitglieder zurücktreten werden.“Frank Vorpahl, Ausschuss-Vorsitzender

Der Prerower Bürgermeister René Roloff (Prerows Zukunft) als Sitzungsleiter dieses Tagesordnungspunktes hatte aus der Begründung das „unwiderruflich zerstörte Vertrauensverhältnis“ zu den übrigen Mitgliedern des Rechnungsprüfungsausschusses zitiert. Kock soll als Mitglied des Ausschusses vertrauliche Unterlagen aus der Borner Gemeindevertretung unter anderem an die Stralsunder Staatsanwaltschaft weitergeleitet haben, wie der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Frank Vorpahl, ausführte. Sollte Ernst-Otto Kock weiterhin in dem Ausschuss bleiben, fürchtete Vorpahl, dass „mindestens drei Mitglieder ihr Amt niederlegen werden“, der Ausschuss dann nicht mehr funktionsfähig sei.

Hans Götze sprang dem Beschuldigten bei. Es seien keine Unterlagen aus dem Rechnungsprüfungsausschuss weitergegeben worden. Die Weitergabe anderer Unterlagen sei bei Zweifeln an deren Ordnungsmäßigkeit ein „ganz normales Engagement“ und darum keinesfalls verwerflich. Nach interner Beratung habe Ahrenshoop seinen eigenen Rechnungsprüfungsausschuss gegründet. „weil wir uns nicht gut beraten fühlten“. Ernst-Otto Kock selbst sagte an diesem Abend nichts zu den Vorwürfen.

Der Wustrower Bürgermeister Daniel Schossow (SPD) erinnerte an das Tun Kocks. Für den Wiecker Bürgermeister Bernhard Evers (Einzelbewerber) stand in der Diskussion das offensichtlich zerstörte Vertrauensverhältnis der übrigen Mitglieder zu Ernst-Otto Kock als wichtigstes Entscheidungsargument.

Amtsvorsteher Gerd Scharmberg hatte sich aus der Diskussion komplett herausgehalten. Nach der Abstimmung forderte er von Götze, bis zur nächsten Sitzung des Amtsausschusses einen Nachrücker für Kock zu benennen. Ausdrücklich dankte er den Mitgliedern des Amtsausschusses für deren sorgfältige und sachliche Diskussion.

Zuvor hatte Scharmberg über die laufenden Umbauarbeiten im Amtsgebäude informiert. Aufgrund des personellen Zuwachses ist der Trauraum zwischenzeitlich in das Darßer Sommertheater verlegt worden. In Born habe der vorübergehende Umzug des Standesamtes schon zu wilden Diskussionen geführt. Die Umbauarbeiten im Amtsgebäude sollen Scharmberg zufolge bis zum Frühjahr kommenden Jahres abgeschlossen werden.

Timo Richter

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