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Faszinierende Werke eines umtriebigen Künstlers

Ahrenshoop Faszinierende Werke eines umtriebigen Künstlers

Ahrenshooper Kunstkaten zeigt Gemälde, Drucke und Mobiliar von Friedrich Wachenhusen

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„Herbststimmung auf dem Darss“ nannte Friedrich „Fritz“ Wachenhusen dieses Gemälde, das nun Teil der Ausstellung ist.

Quelle: Foto: Elke Erdmann

Ahrenshoop. Eine weitläufige Schneelandschaft mit einer maroden Brücke, die über einen Bach führt. Das Bild leuchtet, fasziniert. „Der Künstler ist zunehmend freier geworden und hat im Laufe seiner Arbeit an Kraft gewonnen“, sagt der Schweriner Historiker Dr. Wolf Karge. Er ist Kurator der Ausstellung Friedrich (Fritz) Wachenhusen (1859-1925) im Ahrenshooper Kunstkaten.

Bis Anfang Dezember

Die Ausstellung ist noch bis zum 3. Dezember täglich in der Zeit zwischen 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr zu sehen, ab dem 1. November bis 16 Uhr. Adresse: Strandweg 1.

www.kunstkaten.de

Sie zeigt Malerei, ein Mappenwerk mit Lichtdrucken von Lübeck und Hamburg mit Umgebung sowie Mobiliar um 1910, bemalte Armlehnstühle und Konsoltisch aus dem Haushalt von Fritz Wachenhusen. In den Radierungen gelangte der Künstler zur besonderen Meisterschaft.

Die lichtstarke „Herbststimmung auf dem Darss“, ohne Jahr, Öl auf Leinwand eröffnet den Bilderreigen. Es ist ein Waldgemälde, wie es jetzt auch in der Natur erlebbar ist. „Interessant und bemerkenswert ist für mich, dass es in der Ausstellung Bilder gibt, die ich nicht Fritz Wachenhusen zugeordnet hätte“, sagt der kunstsinnige promovierte Mathematiker Professor Karl Weber aus Rostock.

„Das Verblüffende, dass hier unterschiedliche Stile präsentiert werden.“

Zeitgeschichte erzählt das Gemälde „Am Schweriner See“, eine um 1889 brav und akademisch gemalte Vorstudie aus seiner Geburtsstadt. Vier Boote liegen längsseits wie Fische in der Sardinenbüchse am Ufer. Auf dem Steg spülen vornübergebeugt drei Frauen ihre Wäsche. „Von dieser Szenerie gibt es im Staatlichen Museum in Schwerin eine größere Fassung“, sagt Wolf Karge. Das Bild „Katwyk“, um 1894, fällt ein wenig aus dem Rahmen. Es bringt in die Ausstellung einen Hauch Weitläufigkeit. Denn 1892, nach einem Studienaufenthalt in Venedig, reiste Wachenhusen in die Niederlande und nahm im Fischerdorf Volendam und in der Künstlerkolonie Katwijk an der Nordsee bei Leiden (Niederlande) nachhaltig wirkende Erlebnisse auf. Diese bestimmten fortan die Farben seiner Bilder.

Das Jahr 1892 ist bedeutsam für Ahrenshoop als Gründung der Künstlerkolonie durch den Maler Paul Müller-Kaempff aus Oldenburg. Er ließ sich in der Dorfstraße 18 ein Wohnhaus bauen und veränderte somit den Lauf der Kunstgeschichte. Unweit davon eröffnete er zwei Jahre später das erste Maler- und Künstlerhaus, die „Villa St. Lucas“ für Frauen, denen damals ein Studium an den staatlichen Kunstakademien verwehrt war. Paul Müller-Kaempff und Fritz Wachenhusen betrieben als enge Freunde und Malerkollegen diese Schule bis 1903. Fritz Wachenhusen ließ sich erst 1897 ein Haus auf dem Schifferberg errichten.

Elke Erdmann

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