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Feinsinnige Ostsee-Aquarelle

Ahrenshoop Feinsinnige Ostsee-Aquarelle

Berliner Schöngeist Hans-Jürgen Gaudeck stellt in der Galerie Alte Schule Ahrenshoop aus

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Kunsthistorikerin Johanna Mitzschke am Aquarell „Bauernhaus bei Ahrenshoop“ von Hans-Jürgen Gaudeck.

Quelle: Elke Erdmann

Ahrenshoop. „Diese wunderbare Leichtigkeit, diese sanften Farben, dieses malerische Vergnügen mögen sich einprägen!“, wertet Besucher G. Moll die Ausstellung Ostsee Aquarelle von Hans-Jürgen Gaudeck in der Galerie Alte Schule Ahrenshoop. Sie zeigt in zwei Räumen eine gelungene Auswahl.

„Ich bin ein Ästhet und versuche das Schöne darzustellen mit meinen Mitteln.“ Hans-Jürgen Gaudeck

„Sommer am Darß“, das große Plakat draußen vor der Tür, spült die Gäste hinein. Das Bild zeigt Menschen, die am schwungvollen Meeressaum spazieren. Sie sind nur figurativ angedeutet, doch farblich wunderbar in Szene gesetzt. „Ich bin ein Ästhet und versuche das Schöne darzustellen mit meinen Mitteln“, sagt der Künstler. Seine Mittel sind ein ganz kleiner Aquarellkasten mit zwölf wertvollen Naturfarben wie Preußisch Blau, Indigo, Karmin, Vandyckbraun, Englischrot hell bis Chromoxydgrün. Und er begnügt sich mit zwei Pinseln. Seine Aquarelle fließen ihm frisch aus der Hand in den Pinsel, neuerdings auf kostbare Hahnemühle Papiere. Hans-Jürgen Gaudeck malt wie einst die Ahrenshooper Künstler draußen vor der Natur, wo er den Elementen am nächsten ist. Hier fängt er am besten die Stimmungen ein, die er empfindet und bringt sie zügig ohne Vorzeichnung aufs Blatt – die sinnliche Darstellung des Gesehenen.

„Das Aquarell verführt zur Leichtigkeit. Man kann kaum korrigieren. Das Bild entsteht mit dem sofortigen Wurf.“ Farbverläufe versucht der Künstler behutsam zu steuern. „Man muss schon Talent mitbringen. Entweder man hat’s oder man hat’s nicht“, zitiert der Autodidakt Fontane. Als schönes Motiv leuchtet warm das malerische „Bauernhaus bei Ahrenshoop“ unter den Ostseemotiven auf.

Gleichfalls ein „Chinesischer Tempel“ im vietnamesischen Hoi An. Im Gegensatz dazu eine „Allee“ in positiver Melancholie. Hans-Jürgen Gaudeck ist ein echter Berliner, wurde 1941 in Berlin Charlottenburg geboren, studierte Betriebswirtschaft und lebt heute in Spandau. Lange Zeit arbeitete er in der freien Wirtschaft und als Referatsleiter beim Senator für Wirtschaft. Parallel beschäftigte er sich ständig mit der Malerei. Besonders intensiv auf seinen Weltreisen, von denen er aquarellierte Eindrücke mitbringt, die in mehr als 16 Büchern zu erwählter Lyrik erscheinen. Und weil das Gute so nah liegt, machte er sich zum Schulzenhof von Eva Strittmatter auf. So schuf er zu ihren Gedichten Aquarelle, die sich in zwei Büchern finden lassen: „Und Liebe liebt niemals vergebens“ sowie „Märkischer Juni“.

Im ersten Raum der Galerie werden auktionsbegleitend auch Bilder von Edmund Kesting, Alfred Partikel und Max Uhlig gezeigt. „Hier vorn ist unser ‚Spielball‘ “, sagt Kunsthistorikerin Johanna Mitzschke, die diese kleine feine Vernissage betreut.

Ausstellung bis zum 14. August, Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr.

Elke Erdmann

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