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Finnen loten Jobmarkt auf der Halbinsel aus

Fischland-Darß-Zingst Finnen loten Jobmarkt auf der Halbinsel aus

Großes Interesse in Skandinavien für Sommerjobs in der Region / Ahrenshooper Hotelchef klagt über Fachkräftemangel

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Während des Rundgangs interessierten sich Arne Linderborg (M.) und Tomi Puranen (re.) von der finnischen Arbeitsverwaltung für die Sauna im Spa-Bereich, den Hotel-Chef Wolfgang Kröger vorstellte.

Quelle: Fotos: Timo Richter

Fischland-Darß-Zingst. Verkehrte Welt? Während junge Menschen die Region wegen vermeintlich besserer Arbeitsbedingungen und einer meist besseren Bezahlung in Scharen verlassen, wächst in Skandinavien das Interesse, jungen Menschen in dieser Region eine Arbeitsmöglichkeit zu besorgen. Am Donnerstag waren Vertreter der finnischen Arbeitsagentur auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst unterwegs, um sich einen Eindruck von Einsatzmöglichkeiten für junge Finnen zu verschaffen. Stationen waren Hotels in Zingst und Ahrenshoop sowie ein Restaurant in Dierhagen.

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Großes Interesse in Skandinavien für Sommerjobs in der Region / Ahrenshooper Hotelchef klagt über Fachkräftemangel

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15Beschäftigte aus skandinavischen Ländern hat die Zentrale Auslandsvermittlung der Agentur für Arbeit bislang in Betriebe auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst vermittelt. In der Region sind es insgesamt 25 Frauen und Männer.

4Mitarbeiter wenigstens würde der Direktor des Hotels Seezeichen in Ahrenshoop, Wolfgang Kröger, sofort einstellen.

„Wir können diese Region als Arbeitsort empfehlen“, sagt Tomi Puranen von der Arbeitsverwaltung, zuständig für den Südwesten Finnlands. Gerade der persönliche Eindruck sei es, der für eine Vermittlung von jungen Finnen auf die Halbinsel entscheidend sei. Es gebe in Finnland viele Interessenten – und die starten früh mit den Bewerbungen.

Zusammen mit Vertreterinnen der Zentralen Auslandsvermittlung der Agentur für Arbeit in Rostock wurden während der Tour auch Probleme diskutiert. Im Mittelpunkt standen nicht der Lohn, sondern Sprachkenntnisse. Da kann der Direktor des Hotels Seezeichen, Wolfgang Kröger, Bedenkenträgern Wind aus den Segeln nehmen. Aufgrund seiner umfangreichen Erfahrungen mit Beschäftigten aus dem Ausland sei das kein echtes Problem. Grundkenntnisse der deutschen Sprache und der Wille zum Lernen machten Defizite schnell wett.

Nächstes Problem: die Wohnsituation. Für Angestellte in Ahrenshoop sei die schlecht, gibt der Hoteldirektor unumwunden zu. Ihm sei es bislang aber immer gelungen, seine Beschäftigten – wenn auch zuweilen unkonventionell – unterzubringen.

Kröger zeigt sich an dem Projekt sehr interessiert. Vier Mitarbeiter würde er sofort einstellen, auch in der Nebensaison. Fachkräfte und Auszubildende, selbst Aushilfskräfte sind den Worten Krögers zufolge kaum bis gar nicht zu bekommen. Und nach der Ausbildung gingen die meisten dann auch woanders hin. Mit Blick auf höhere Lebenshaltungskosten in westlichen Bundesländern begründe sich das Problem nicht vorrangig an der Entlohnung.

Christian Glaser, Sprecher der Agentur für Arbeit in Stralsund, sieht in dem neuen Projekt viel Potenzial. Anders als bei der Vermittlung von ausländischen Auszubildenden, gehe es jetzt um Arbeit.

Und gerade in skandinavischen Ländern sei das Interesse für einen Sommerjob in Deutschland groß, gibt Glaser leicht erstaunt zu. Ein Grund sei die andere Sichtweise. „Wir sind für Skandinavier ein Vorort von Berlin.“

Immerhin 25 Beschäftigte aus Skandinavien konnten in diesem Jahr in die Region vermittelt werden, allein 15 Finnen und Schweden auf die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Das neue Programm soll möglichst zeitnah beginnen. Noch in diesem Jahr soll die Bewerbungsfrist für Interessenten aus Finnland beginnen.

Timo Richter

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