Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Forstamt weist Schuld zurück

Born Forstamt weist Schuld zurück

Verzögerungen bei Umbau der Oberförsterei in Born sollen an Planung liegen

Born. Beratungsresistent, eigenmächtig und wenig dialogbereit – so charakterisiert der Leiter des Forstamtes Schuenhagen, Andreas Baumgart, das Agieren Borns im Zusammenhang mit dem Umbau der einstigen Oberförsterei Darß zu einem kulturellen Zentrum in dem Boddendorf. Vor anderthalb Jahren hatte die Bauverwaltung das bereits begonnene Vorhaben gestoppt, weil keine Baugenehmigung vorlag. Neben baurechtlichen Bedenken spielte eine Rolle, dass der nach Landeswaldgesetz vorgeschriebene Abstand zum Wald von 30 Metern massiv unterschritten wurde.

Die Gemein- de Born zeichnet sich durch Eigen- mächtigkeit aus.“Andreas Baumgart, Leiter Forstamt Schuenhagen

Lange Wartezeit

900Quadratmeter Obstgarten sollen am Rande des Forst- und Jagdmuseums in Born entstehen.

25Zeilen in etwa lang war der Antrag des von Born beauftragen Planungsbüros für die Waldumwandlung, auf den die Forstverwaltung monatelang gewartet hat.

Die Forstbehörde will sich nicht die Schuld für Verzögerungen in die Schuhe schieben lassen. Vielmehr habe es Born im Vorfeld an Kooperationsbereitschaft missen lassen. So habe eine vorgeschriebene frühzeitige Beteiligung seiner Behörde, um unnötige Planungskosten zu sparen, erst gar nicht stattgefunden. Stattdessen wurde in 2014 gleich eine Planung an ein sächsisches Büro in Auftrag gegeben, das das hiesige Waldgesetz gänzlich außer acht gelassen habe. Das zuständige Forstamt Schuenhagen habe „nur durch Zufall“ von dem Vorhaben Waldumwandlung erfahren. Auf Initiative des Forstamtes sei dann ein Möglichkeit zur Realisierung des Vorhabens entwickelt worden. Die Gemeinde Born hätte dazu das besondere öffentlichen Interesse nachweisen müssen, um eine Waldumwandlung zu rechtfertigen, so Baumgart.

Als Ausgleich für den Waldflächenverlust will die Gemeinde eine Fläche an der alten Kläranlage neu aufforsten. Als im Sommer dann auch die Naturschutzgenehmigung vorlag, konnte im September die Erstaufforstung genehmigt werden, sagt Baumgart, der ausdrücklich bedauert, dass die Kommune so wenig den Kontakt zu seiner Behörde gesucht habe. Born habe sich durch Eigenmächtigkeit ausgezeichnet, resümiert Baumgart. „Einen Dialog führt die Gemeinde so gut wie gar nicht.“ In dieser Situation auch noch die Forstbehörde für die Zeitverzögerung verantwortlich machen zu wollen, ärgert den Forstamtschef.

Inzwischen sind die Genehmigungen erteilt: die für die Aufforstung sowie die für die Umwandlung des Waldes zu einem Obstgarten. Gebaut werden darf deswegen noch lange nicht, denn die Baugenehmigung für den Umbau des Pferdestalls lässt weiter auf sich warten.Dieses Verfahren, vermutet Baumgart, dürfte auch noch etwas dauern.

Bürgermeister Gerd Scharmberg (Bürger für Born) wollte zu dem Thema keine Stellungnahme abgeben.

Timo Richter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Teschow

Land und Kreis machen vor allem auf die Verkehrsgefährdung aufmerksam

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Fischland-Darss
Beilagen
Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.