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Gastronom greift Angestellte an

Ribnitz-Damgarten Gastronom greift Angestellte an

Mit einem Schrubber soll der Chef die Frau in Prerow gestoßen haben

Ribnitz-Damgarten. Eine Auseinandersetzung in der Küche eines Prerower Restaurants endete gestern vor Gericht. Dem Gastronom Jens R.* wurde vorgeworfen, am späten Abend des 17. Mai vergangenen Jahres eine Angestellte mit einem Schrubber gestoßen zu haben. Die Folge soll ein großes Hämatom am Oberarm gewesen sein.

Anke S.* sagte im Amtsgericht Ribnitz-Damgarten aus, dass ihr Chef sie, nachdem sie die Küche geputzt hatte, aufgefordert habe, die Eimer aus der Küche herauszutragen. Als sie das nicht gleich getan habe, habe er den Schrubber genommen und sie mit den Borsten gestoßen. „Ich hatte einen großen blauen Fleck“, sagte die 31-Jährige. In der Nacht zum 22. Mai habe sie sich nach der Arbeit entschieden, zur Polizei zu gehen. „Mein Bruder hat mich abgeholt. Ich habe ihm den blauen Fleck gezeigt. Es tat immer noch weh.“

Jens R. bestritt den Vorfall. Zwar bestätigte er, dass er Anke S. zwei mal gebeten habe, die Eimer herauszutragen, angegriffen habe er sie aber nicht. „Ich habe ihr den Wasserabzieher, keinen Schrubber, aus der Hand genommen, damit sie die Hände frei hat, um die Eimer rauszutragen.“

Die Zeugen, alles Mitarbeiter beziehungsweise ehemalige Angestellte, brachten nicht wirklich Licht ins Dunkel. Obwohl Anke S. angab, dass ihr damaliger Kollege Denis L. zum Zeitpunkt ebenfalls in der Küche war, erklärte dieser vor Gericht, dass er nichts mitbekommen habe. Er habe sich lediglich mit ihr über den Vorfall unterhalten. „Sie hat mir erzählt, was passiert ist. Sie sagte, dass sie beiseite gestoßen wurde, aber nicht von wem.“ Eine andere Zeugin sagte aus, dass sie gesehen hätte, wie ihr Chef Anke S. den Abzieher aus der Hand genommen habe. Körperlich angegriffen habe er sie dabei aber nicht.

Während der Anwalt des Angeklagten auf Freispruch plädierte, forderte der Staatsanwalt eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung und eine Geldstrafe von 1000 Euro. „Ich hatte bei den Zeugen den Eindruck, dass nicht mit offenen Karten gespielt wird“, so der Staatsanwalt. Anke S. hingegen glaube er.

Richter Chris Neumann schloss sich der Auffassung des Staatsanwalts an. „Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass das, was sie hier gesagt hat, stimmt“, so der Richter, der den Mann zu sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilte.

* Namen von der Redaktion geändert

Von awe

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