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Genießermagazin kürt „Schimmels“ zum MV-Favoriten

Wustrow Genießermagazin kürt „Schimmels“ zum MV-Favoriten

Wustrower Restaurantbetreiber kämpften nach Eröffnung vor zehn Jahren für ihr Konzept / Gästehaus und Feinkostgeschäft kamen als Ergänzung dazu

Wustrow. Bei Feinschmeckern in der Region genießt es einen guten Ruf, nun ist auch der „Feinschmecker“ auf den Geschmack gekommen. Die Redaktion des Genießer-Magazins hat das „Schimmels“ in Wustrow zum Favoriten in der Kategorie „Restaurants für jeden Tag“ in ganz Mecklenburg-Vorpommern gekürt.

 

OZ-Bild

Maren Schimmelpfennig und Ralph Schulze-Schimmelpfennig freuen sich, dass der „Feinschmecker“ ihr Restaurant zum Favoriten in Mecklenburg-Vorpommern gekürt hat.

Quelle: Timo Richter

Maren Schimmelpfennig und Ralph Schulze-Schimmelpfennig freuen sich über diese Auszeichnung ungemein. „Wir versuchen, den Ball flach zu halten“, sagt der gelernte Koch. Denn in seiner Karriere hat der 40-Jährige schon verschiedene Sterne erkocht. Nach seiner Ausbildung in Hamburg und einer Zeit in der Kombüse eines Marine-Schiffes erwachte die Liebe zum Meer. Maren Schimmelpfennig lernte das Rüstzeug zur Restaurantfachfrau in Timmendorf.

Irgendwann kreuzten sich ihre Wege, aus zwei Laufbahnen wurde eine gemeinsame. Erst einmal führte sie ihr Weg ins Tegernseer Tal. Ein Michelin-Stern galt es zu verteidigen. Dann zog es das Paar wieder in Richtung Norden. In der Nähe von Rendsburg in Schleswig-Holstein arbeiteten sie sechs Jahre in einem Restaurant. Innerhalb von vier Jahren erkochte Ralph Schulze-Schimmelpfennig zwei Michelin-Sterne für das Haus.

Da hatten die beiden aber schon längst Blut geleckt, und träumten vom eigenen Restaurant. Dieser Traum wurde schließlich auf den Grundmauern der Familie von Maren Schimmelpfennig wahr. Das einstige Wohnhaus der Großmutter in der Parkstraße wurde so umgestaltet, „dass wir hier arbeiten konnten“, sagt die 41-Jährige.

Am 30. August vor zehn Jahren eröffneten sie das „Schimmels“. Der Koch erinnert sich noch an das „Schaulaufen“, das an jenem Abend einsetzte. Viele Einheimische bestaunten das Interieur, viele Kollegen kamen, um die Speisekarte zu studieren. Dass die beiden etwas anderes machen wollten, hatte sich in der Szene längst herumgesprochen. „Wir kochen alle mit den selben Produkten“, sagt Ralph Schulze-Schimmelpfennig und übt sich angesichts des landläufig guten Rufs des Restaurants in Understatement. Einen neuerlichen Anlauf, sich einen Michelin-Stern vom Köche-Himmel zu pflücken, wird es nicht geben. Mit Hummer habe er einmal versucht, das kam bei den Gästen nicht so an. Im Wesentlichen kommen Produkte aus der Region auf den Teller, exotische Fische aus dem Mittelmeer wird der Gast im „Schimmels“ auf der Speisekarte vergebens suchen. Dafür gibt es aber zur Freude der Gäste ein Gericht mit Fleisch vom Apfel- oder Kräuterschwein aus dem Havelland.

„Mut“ – davon war zur Eröffnung des Restaurants vor zehn Jahren am meisten nötig, erinnert sich Maren Schimmelpfennig. „Anfangs wurden wir ein bisschen belächelt. Uns wurde keine lange Zukunft vorausgesagt.“ Zu klein der Gastraum in dem umgebauten früheren Wohnhaus, zu wenig verwinkelt. Gerade die Anfangszeit war schwer. Doch Restaurantfachfrau und Koch waren von ihrem Konzept überzeugt.

Klasse statt Masse steht für sie im Mittelpunkt. Und siehe da, das Essverhalten hat sich in den vergangenen Jahren geändert, viele Menschen lebten bewusster, sagt Ralph Schulze-Schimmelpfennig.

Inzwischen ist ein Besuch im „Schimmels“ für viele Urlauber zu einem Highlight während des Aufenthalts in der Region geworden.

Zwei Jahre nach der Eröffnung konnten die Gastgeber den ersten Angestellten beschäftigen. 2010 kam das Gästehaus in der ehemaligen Bäckerei in Wustrow dazu und vor fünf Jahren wurde mit „Schimmels Rosine“ ein Feinkostladen in der Passage in der Strandstraße eröffnet. „Es hat sich gut entwickelt“, sagt Ralph Schulze-Schimmelpfennig nicht ohne Stolz. Mittlerweile stehen sieben Menschen auf dem Dienstplan.

Seit dem Bestehen des Restaurants in der Parkstraße wurde auch immer ein kleines Sommerfest für die Nachbarn auf die Beine gestellt. In Kooperation mit der Kurverwaltung fällt das Fest in diesem Jahr etwas größer aus. Von 12 bis 19 Uhr gibt es ein Kinder- und Familienprogramm hinter dem Sitz der Kurverwaltung. Ein Varieté mit Feuershow ist zwischen 20 und 22 Uhr zu erleben. Gingen die Erlöse in den Vorjahren an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, bekommt nun die Kurverwaltung das Geld. Damit soll eine zusätzliche Ausstattung für die sanierten Kinderspielplätze gekauft werden.

Timo Richter

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