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Gestaltungssatzung ist Zankapfel in Born

Born Gestaltungssatzung ist Zankapfel in Born

Mit 2005 beschlossenem Regelwerk wird verstärkt in der politischen Auseinandersetzung argumentiert – auch im Netz

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Für die „Schießscharten“ in der Gaube wird die Borner Ortgestaltungssatzung verantwortlich gemacht.

Quelle: Timo Richter

Born. Ein Leserbrief im Online-Angebot der OSTSEE-ZEITUNG und spätere Kommentare dazu im sozialen Netzwerk Facebook zur Ortsgestaltungssatzung in Born zeigen, dass die Satzung längst zum Mittel der politischen Auseinandersetzung in dem Boddendorf geworden ist. In die Gaube eines Neubaus in der Nordstraße sind nur zwei kleine Fenster eingebaut worden.

Alter Entwurf beschlossen

1991 hat der Bauingenieur und jetzige stellvertretende Bürgermeister Eric Roepke die erste Ortsgestaltungssatzung geschrieben.

Anmerkungen in Hülle und Fülle aus Schwerin waren der Grund dafür, dass der Entwurf Roepkes in der Schublade verschwand.

2005 wurde die Satzung unverändert beschlossen – gegen die Stimme Roepkes.

„Schießscharten“ nennt der Bauingenieur und stellvertretende Bürgermeister, Eric Roepke (Bürger für Born), die winzigen Öffnungen. Die, heißt es in Leserbrief und Facebook-Post, seien Folge der Gestaltungssatzung in Born. Und die gelte in dem Ort nicht überall und nicht für alle Bauherren gleichermaßen.

Eric Roepke, der vor 15 Jahren die erste Gestaltungssatzung verfasste, weist die Vorwürfe zurück. Natürlich gelte die Satzung nicht für den gesamten Ort. Mit Bebauungsplänen überplante Bereiche seien ausgenommen. Außerdem regele die Gestaltungssatzung längst nicht all das, was Kritiker ihr zuschreiben. So gibt es nur in touristisch relevanten Straßen, dazu gehört auch die Nordstraße, Vorgaben für die zur Straße gewandten Gebäudeseiten. Verboten sind beispielsweise Dachflächenfenster oder Giebel, erlaubt aber Gauben in unterschiedlichen Ausprägungen. Von Fenstergrößen in Gauben ist laut Roepke überhaupt keine Rede.

Seitdem die Gestaltungssatzung 2005 unverändert gegen die Stimme des Autors beschlossen wurde, habe die Kommune ein „Druckmittel“ in der Hand, um mit Bauherren ins Gespräch zu kommen. Das habe laut Roepke vielfach gut funktioniert, Wünsche der Kommune wurden berücksichtigt, manchmal sei die Kommune auf taube Ohren gestoßen, die Bauherren setzten ihre Wünsche durch.

Im Vergleich mit anderen Kommunen auf der Halbinsel sei die bauliche Entwicklung wie etwa in Wieck als behutsam zu bezeichnen. Allerdings kritisiert Roepke die mangelnde Qualität der Architektur vieler Gebäude. Der Baustil ordne sich offensichtlich oftmals wirtschaftlichen Interessen unter.

Mit einem Neubau in der Chausseestraße werde nun ein neues Tor aufgestoßen, fürchtet Roepke. Das Gebäude nehme nahezu das gesamte Grundstück ein. Besitzer großer Areale könnten auf die Idee kommen, ihre Grundstücke zu teilen und dies durch zusätzliche Bauflächen zu vergolden.

Um den betreffenden Neubau neben der Sparkasse hatte es viel Ärger gegeben. Weil die Kommune einen Baustopp erwirkte, wurden verschiedene Anzeigen erstattet, wo nach Einschätzung des Rechtsvertreters des Bauherren gegen die Gestaltungssatzung verstoßen wurde.

Timo Richter

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