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Gut Darß ist auf den Büffel gekommen

Born/Wustrow Gut Darß ist auf den Büffel gekommen

Die Zahl der wasserliebenden Rinder steigt aufgrund von Renaturierungsvorhaben

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Marc Fiege zeigt auf eine Karte, die die künftige Flutung der Fischländer Wiesen bei Wustrow darstellt.

Quelle: Timo Richter

Born/Wustrow. Mit Wasserbüffeln begegnet das Gut Darß schwieriger werdenden Weidebedingungen. Der Bestand der Mutterkühe der wasserliebenden Rinder ist auf rund 100

Wir haben die Wasserbüffel, um uns auf diese neue Situation vorzubereiten.“Marc Fiege, Geschäftsführer Gut Darß

Tiere gestiegen. Gleichzeitig sank die Zahl von Kühen herkömmlicher Rinder auf etwa 2000, wie der Geschäftsführer des Landwirtschaftbetriebes, Marc Fiege, vorrechnet.

Grund sind Renaturierungsmaßnahmen. Aktuell steht die Wiedervernässung der Fischländer Wiesen vor den Toren Wustrows auf dem Programm. Noch in diesem Jahr soll der Bau eines kleinen Deiches entlang der L 21 in dem Bereich beginnen. Bislang werden die Wiesen zur Futtergewinnung genutzt. Das ist nach der Renaturierung, die dem Ostseebad Wustrow ein millionenschweres Polster auf dem Öko-Punkte-Konto beschert, nicht mehr möglich. Künftig werden auf den Fischländer Wiesen auch Wasserbüffel weiden. Die seien für nasse Weiden prädestiniert, sagt Fiege. Außerdem fräßen die Rinder auch Salzgras. Das nämlich soll im Zusammenhang mit der Wiedervernässung künftig auf den Flächen wachsen. „Wir haben die Wasserbüffel, um uns auf diese neue Situation vorzubereiten“, sagt Marc Fiege.

Da spielt es dem Geschäftsführer in die Karten, dass sich deren Fleisch gut vermarkten lässt – wenigstens in der Region. Hauptsächlich kaufen private Verbraucher das Fleisch der Wasserbüffel. Noch ist eine kontinuierliche Produktion nicht gesichert, sodass Restaurants Gerichte mit Büffelfleisch regulär auf der Karte haben.

Insgesamt ist Fiege mit den Ergebnissen zufrieden. Die Fleischvermarktung war stabil, die Preise stabil. Der Betrieb befinde sich in ruhigem Fahrwasser, so die Einschätzung Fieges.

Mit der Renaturierung von Wiesen kommen auf das Gut Darß neue Probleme zu. Denn dadurch wird die Fläche für die Erzeugung von Futter verringert, wie Fiege erläutert. Aufgrund der Witterung war die Grasernte in diesem Jahr deutlich geringer als im Jahr davor. Rund ein Drittel weniger Gras als Winterfutter konnte eingelagert werden. Nur wegen der guten Grasernte im Vorjahr macht sich Fiege keine Sorge, eine Futterreserve ist da. Eng werden könnte es nur bei einem sehr frühen Wintereinbruch mit extrem langer Kälteperiode. Dann müsse Futter nachgekauft werden.

Derzeit sind die großen Traktoren und Anhänger wieder vermehrt auf den Straßen zu sehen. Sie sind für das Gut Klockenhagen im Einsatz. Dort läuft die Maisernte, dafür stellt das Gut Darß freie Kapazitäten zur Verfügung.

Timo Richter

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