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Hitzige Debatten um Peterssons Hof

Born Hitzige Debatten um Peterssons Hof

Zahlung der ersten Rate sowie im vergangenen Jahr beglichene Stundungszinsen wurden nachträglich abgesegnet

Born. Weil sich mehrere Beschlussvorlagen in der Borner Gemeindevertretung direkt und indirekt um den Kauf von Peterssons Hof durch den gemeindeeigenen Kurbetrieb rankten, stand der umstrittene Handel gleich Mehrfach im Mittelpunkt der Debatten. Für 1,825 Millionen Euro soll nach dem Willen der Mehrheit der Kurbetrieb das idyllische Ensemble mit Restaurant und Ferienwohnungen erwerben. Die erste Rate in Höhe von 400000 Euro wurde bereits an die Eigentümerin überwiesen.

Am Montagabend entzündete sich zwischen den Vertretern der Borner Alternative und der Mehrheit der Bürger für Born zuweilen heftiger Streit. Vertreter der Borner Alternative untermauerten in teilweise seitenlangen Erklärungen ihre Position und warfen dem Bürgermeister rechtswidriges Handeln vor. Es half nichts, in namentlichen Abstimmungen ließ das Gremium nicht nur die Zahlung der ersten Rate nachträglich passieren, auch die Stundungszinsen ab Juni 2015 für den Restkaufpreis — immerhin monatlich 4750 Euro — im vergangenen Jahr gingen gegen die Stimmen der Borner Alternative durch. Klaus-Dieter Holtz (Borner Alternative) sah in den Beschlussvorlagen den offensichtlichen Versuch, „durch einen Mehrheitsbeschluss die im abgelaufenen Jahr festzustellenden Verstöße gegen rechtlich bindende Bestimmungen kompensieren zu wollen“.

Die zusammen 28500 Euro für das vergangene Jahr waren aus liquiden Mitteln des Kurbetriebs beglichen worden. Im ebenfalls am Montag beschlossenen Wirtschaftsplan wird diese Position für künftige Zahlungen extra ausgewiesen. Unterm Strich wird zum Jahresende dennoch mit einem Gewinn von 19000 Euro gerechnet. Für den Kauf von Peterssons Hof hatte die Kommune einen Investitionszuschuss von 600000 Euro überwiesen.

Bürgermeister Gerd Scharmberg (Bürger für Born) ließ die Kritik an sich abprallen. Er verwies auf die verschiedenen Gremien und die Gemeindevertretung, die diesen Kauf über die Bühne gebracht wissen wollten. Der Borner Alternative sei aber zugestanden, eine andere Auffassung zu haben. Immer wieder driftete die Debatte in kleine Privat-Scharmützel zwischen beiden Lagern ab. Mehrfach erläuterte der Bürgermeister die Beweggründe für den Kauf der weitläufigen Immobilie, deren Erhalt auch den Status Borns als anerkannter Erholungsort sichern helfe. Die von der Mehrheit befürchtete „bauliche Ausbeutung“ des Grundstücks durch einen Privatinvestor, um eine höhere Rendite zu erzielen, bezeichnete Jürgen Schneider (Borner Alternative) als „Schwarzmalerei“.

Der Borner Kurbetrieb wird zur Bewältigung der Aufgaben im Zusammenhang mit Peterssons Hof neu strukturiert, erhält weitere Arbeitsbereiche. Schon zum 1. April sollen das Restaurant sowie die Wohnung darüber verpachtet sein. Dafür werden noch Interessenten gesucht.

Von Timo Richter

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