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Immer noch Zoff im Amtsausschuss

Wieck Immer noch Zoff im Amtsausschuss

Schwere Vorwürfe gegen Ausschuss-Mitglied Kock / Am Dienstag wird entschieden

Wieck. Gehen die Kommunen des Amtes Darß/Fischland künftig eigenen Wege? Die Gründung eines eigenen Rechnungsprüfungsausschusses durch die Gemeindevertretung Ahrenshoop erinnert an das Ausscheren der Briten aus der Europäischen Union.

Ernst-Otto Kock missbraucht sein Amt in dem Ausschuss, um politisch zu wirken.“Frank Vorpahl,

Vorsitzender im

Ausschuss

Mit Verweis auf das nichtöffentliche Wirken des Rechnungsprüfungsausschusses des Amtes Darß/Fischland hatte sich der Vorsitzende des Gremiums, Frank Vorpahl, mit Stellungnahmen bislang zurückgehalten. Die Unterstützung aus Ahrenshoop verwundert den Wiecker denn aber doch.

Nach besagter März-Sitzung, die das von Ahrenshoop entsandte Mitglied Ernst-Otto Kock verlassen hatte, haben sich Vorpahl zufolge alle übrigen Mitglieder strikt gegen eine weitere Zusammenarbeit mit Kock ausgesprochen. In der Vergangenheit hatten die Mitglieder des Amtsausschusses eine Abwahl Kocks aus dem Ausschuss auf der Tagesordnung. Damals sei ein Beschluss vertagt worden, um den Gemeindevertretern Ahrenshoops die Gelegenheit zu geben, mit ihrem Vertreter in dem Rechnungsprüfungsausschuss des Amtes, zuständig für alle sechs amtsangehörigen Kommunen, Klartext zu reden.

Ergebnis: Ahrenshoop gründet einen eigenen Rechnungsprüfungsausschuss.

Für Vorpahl ist das ein Affront gegen die übrigen Kommunen im Amtsbereich. „Es geht nicht an, dass Ahrenshoop in die Geschäfte der amtsangehörigen Gemeinden guckt, das für sich aber verhindern will.“

Auch seitens des Amtsvorstehers Gerd Scharmberg war in der Vergangenheit von einem „Mosern“ anderer Kommunen im Zusammenhang mit der Gründung des Ahrenshooper Rechnungsprüfungsausschusses zu hören.

In der Frage zur Mitgliedschaft Kocks in „seinem“ Ausschuss zeigt der Vorsitzende klare Kante. „Wenn ich nicht unbefangen in eine Prüfung gehen kann, bin ich im Rechnungsprüfungsausschuss untragbar“, sagt der Vorsitzende – und meint damit das Agieren Kocks außerhalb der Ausschusstätigkeit. Der zettele unter dem Motto „Scharmberg muss weg“ einen Feldzug gegen den Amtsvorsteher und Borner Bürgermeister an. „Ernst-Otto Kock missbraucht sein Amt in dem Ausschuss, um politisch zu wirken.“ Als Ausschussvorsitzender müsse er jederzeit Angst haben, dass interne Dinge nach außen getragen werden, sagt Vorpahl. Zudem soll Kock seine Funktion als Rechnungsprüfer missbraucht haben, um Informationen von Borner Gemeindevertretern an die Landesregierung in Schwerin zu übermitteln.

Die Mitglieder des Amtsausschusses entscheiden während ihrer Sitzung am Dienstag kommender Woche über den Verbleib Kocks im Rechnungsprüfungsausschusses. Die Mitglieder des Amtsausschusses kommen um 18 Uhr im Sitzungsraum des Amtes Darß/Fischland zusammen.

Die Ahrenshooper Gemeindevertreter hatten sich in einer Stellungnahme uneingeschränkt hinter Kock gestellt (die OZ berichtete). Der Ahrenshooper war zwischen 1994 und 2001 unter anderem Mitglied des Aufsichtsrates der Bankgesellschaft Berlin, um die sich der Berliner Bankenskandal entfaltete, wie es im Internetauftritt der Bürgerschaft Bremen zu lesen ist. Die Berliner Stadtzeitung „Steinschlag“

bringt in ihrer Online-Ausgabe von März 2006 Ernst-Otto Kock in direkten Zusammenhang mit dem Berliner Bankenskandal, der die Bundeshauptstadt mit Milliarden belasten soll. Selbst der damalige Finanzsenator Thilo Sarrazin habe mit Kosten in Höhe bis zu 7,2 Milliarden Euro für die Risikoabschirmung des maroden Immobiliendienstleistungsbereichs gerechnet. In der Folge habe die SPD versucht, die Rolle der in den Skandal verwickelten SPD- und Gewerkschaftsmitglieder, darunter Kock, zu vertuschen oder in ein günstigeres Licht zu stellen, heißt es in der Ausgabe.

Sitzung: Dienstag, 18 Uhr

Timo Richter

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