Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Initiative fordert ökologischen Landbau auf dem Fischland

Ahrenshoop Initiative fordert ökologischen Landbau auf dem Fischland

Carola Pieper will im Interessenausgleich von Landwirtschaft und Umweltschutz vermitteln / Gespräch mit ortsansässigem Bauern soll kurzfristig stattfinden

Ahrenshoop. Während der Interessenkonflikt von Landwirtschaft und Umweltschutz in der Vergangenheit schon mal zu lautstarken Auseinandersetzungen über den Ackerrand führte, werden die Wogen nun geglättet. Eine Gruppe in Ahrenshoop sieht die Artenvielfalt und das Grundwasser in Gefahr, mithin den Status als Hotspot 29, also einer Tourismusregion, die auf besonderen landschaftlichen Reizen beruht. Die Künstlerin Carola Pieper hatte jüngst während der Sitzung der Gemeindevertreter auf die Aktivitäten der Gruppe aufmerksam gemacht. Großes Ziel ist die Umstellung der konventionellen Landwirtschaft auf ökologischen Landbau. Geschehen soll das Schritt für Schritt, so der Wunsch. Adressiert ist der an Frank Hartmann. Der Wustrower aber hätte sich lieber Gespräche im Vorfeld gewünscht, als sich erst mit teilweise wenig zielführenden Thesen konfrontiert zu sehen, um dann miteinander ins Gespräch zu kommen. Dennoch: Kurzfristig soll eine Zusammenkunft mit den Aktivisten aus der Nachbargemeinde stattfinden.

Dass rund 80 Prozent ihrer Argumente sofort vom Tisch gewischt werden könnten, stört Carola Pieper wenig. Die 44-Jährige setzt auf die verbleibenden 20 Prozent. Da soll den Landwirten, also auch Hartmann, regelmäßig auf die Füße getreten werden, um den Einsatz von Dünger und Unkrautvernichtungsmitteln wie Glyphosat zu überdenken.

In einem Atemzug nimmt die Künstlerin auch die Kommune in die Pflicht: Die Grünstreifen würden zu häufig gemäht, Blühstreifen hätten kaum eine Chance, klagte sie während der Sitzung der Gemeindevertretung. Dass nach den ersten Anfragen dazu im vergangenen Jahr nun wenigstens die Behandlung des Themas in einem Ausschuss der Gemeindevertretung zugesagt wurde, verzeichnet Carola Pieper zumindest als Etappenerfolg, manche Streifen würden inzwischen seltener gemäht.

So soll es ihrer Einschätzung nach auch weitergehen. In Gesprächen können gemeinsame Schnittmengen zwischen Umweltschützern und Landwirtschaft definiert werden. Herauslaufen solle das auf regionale Kreisläufe. Sprich: Die ökologisch produzierten Erzeugnisse der Landwirtschaft sollten möglichst in der Region eingesetzt werden. „Das ist richtig schwierig“, sagt die Künstlerin. Andererseits würden Gastronomen derzeit weite Wege in Kauf nehmen, um regionale Produkte zu kaufen. Hier sieht Pieper einen Ansatzpunkt für mehr Verständnis.

Gleichzeitig gibt die Malerin zu, auch unbequem sein zu wollen. „Wir treten der Landwirtschaft regelmäßig auf die Füße, um auf Dauer überhaupt eine Änderung zu erreichen.“ Das aber soll im Diskurs mit den Betroffenen, auf dem Fischland also mit Frank Hartmann, geschehen. Und der will sich eigenen Worten zufolge der Diskussion stellen.

Von Timo Richter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Usedom

Agrar GmbH aus Usedom muss im 25. Jahr tüchtig einstecken: Krise in der Milchwirtschaft, Auswinterungsschäden bei Getreide und obendrein massive Wildschäden

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Fischland-Darss
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.