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Kunstmuseum kämpft um Kunstfreunde

Ahrenshoop Kunstmuseum kämpft um Kunstfreunde

Besucherzahlen steigen nach Absacken wieder an / Auslastung außerhalb der Saison ist aber gering

Ahrenshoop. Der Verein und das Museum haben eine stabile wirtschaftliche Situation – damit tritt Vorstandsmitglied Dr. Herbert Kempf immer wieder zu hörenden Aussagen zu einer angeblich wirtschaftlichen Schieflage des Kunstmuseums Ahrenshoop entgegen. Richtig: Nach der Eröffnung des Kunstmuseums Ende August 2013 habe es einen regelrechten Hype gegeben. Da kamen auch Menschen ins Museum, die hauptsächlich die gewagte Architektur in Augenschein nehmen wollten. Bereits vier Wochen nach Eröffnung des Hauses war die Marke von 10000 Besuchern geknackt. Am Pfingstwochenende wurde nun der 100000. Gast begrüßt (die OZ berichtete).

Verein und Museum haben eine stabile wirtschaftliche Situation.“Dr. Herbert Kempf, Vorstandsmitglied

Steigende Besucherzahl

38 000Besucher erwartet Vorstandsmitglied Dr. Herbert Kempf bestenfalls in diesem Jahr im Kunstmuseum Ahrenshoop. Derzeit steigt die Zahl der Museumsbesucher wieder an.

Richtig ist aber auch, dass die Zahl der Besucher im Jahr nach der Eröffnung in den Keller rauschte, inzwischen steigt die Zahl der zahlenden Kunstfreunde in dem Haus aber wieder an.

Herbert Kempf rechnet für dieses Jahr mit 35000 bis 38 000 Besuchern. Allein in den ersten Monaten dieses Jahres kamen rund 3000 Menschen mehr in das Museums als im selben Zeitraum des Vorjahres. Aber selbst das wären weniger als die ursprünglich prognostizierte Besucherzahl von an die 50000.

Allein im August vergangenen Jahres wurden mehr als 5000 Gäste gezählt. Damit stößt das Museum an seine Kapazitätsgrenze, wie das Vorstandsmitglied sagt. Die Lüftungs-und Klimaanlage kann bei noch mehr Besuchern nicht mehr für eine beständige Atmosphäre in dem Kunstmuseum sorgen. Gerade die ist aber für die wertvollen Kunstwerke erforderlich.

Unwidersprochen bleiben Befürchtungen zu Schwierigkeiten der Stiftung Kunstmuseum angesichts Niedrigzinsphase auf dem Kapitalmarkt. So würde das Vermögen der Stiftung langsam, aber sicher aufgezehrt, Kosten nicht durch Zinsgewinne refinanziert.

Zufrieden sind Vorstand und kaufmännische Leiterin Marion Schael mit den Besucherzahlen während der Sommermonate. Vor allem außerhalb der Saison sollen mehr Besucher in das Kunstmuseum nach Ahrenshoop gelotst werden. Der Museumsverein setzt in diesem Zusammenhang auf Bus-Touristen. Aber, klagt Kempf, ist die Erweiterung des Parkplatzes am Museum, sodass dort auch Busse stehen können, noch nicht fertiggestellt. Innerhalb der Ahrenshooper Gemeindevertretung hat das Vorhaben inzwischen alle Hürden des Genehmigungsverfahrens genommen.

Noch bis zum 17. Juli dieses Jahres ist eine Sonderausstellung mit Werken von Lyonel Feininger zu sehen. Diese Schau gilt als Vorbereitung auf das Jubiläum anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Künstlerkolonie Ahrenshoop. Im Oktober kommenden Jahr wird es dazu ein Symposium mit hochrangiger Besetzung geben. Finanziert wird das Ereignis nicht allein vom Kunstmuseum Ahrenshoop, auch die öffentliche Hand, unter anderem das Ostseebad selbst, beteiligen sich, um das Symposium überhaupt möglich zu machen. Kempf sieht das als offenes Bekenntnis zum Kunstmuseum Ahrenshoop. Bei einer befürchteten wirtschaftlichen Schieflage wäre das sicher nicht erfolgt.

Timo Richter

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