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Kurdirektor rechnet mit Darßgemeinden ab

Ahrenshoop Kurdirektor rechnet mit Darßgemeinden ab

Roland Völcker vermisst gemeinsames Marketing für Urlaubsregion / Kritik an fehlendem Breitbandausbau

Ahrenshoop. Mehr außer- als innerhalb des Verantwortungsbereiches des Ostseebades Ahrenshoop angesiedelt sieht Kurdirektor Roland Völcker Gründe für eine drohende Stagnation der touristischen Kennziffern. In seinem Jahresbericht für 2015 wurde er recht konkret. Zwar gab die Statistik mit gut 356500 Übernachtungen (+3,5 Prozent), einer von 5 auf 5,3 Tage gestiegenen Verweildauer sowie einer Bettenauslastung von 36,2 Prozent (+0,4) keinen unmittelbaren Anlass zur Kritik, doch wenn der Touristiker etwas weiter in die Zukunft schaut, kann er durchaus Einbußen für das Ostseebad erkennen. Als große Problemfelder nannte Völcker den nicht behobenen Fachkräftemangel in der Hotellerie und Gastronomie, den fehlenden Breitbandausbau auf der gesamten Halbinsel, das Ausscheren mehrerer Gemeinden aus der gemeinsamen Vermarktung der Region sowie die fortschreitende Ortsverdichtung durch das Baugeschehen. Weiterhin sprach er die leistungsschwache Verkehrsinfrastruktur sowie den kaum bedarfsgerechten öffentlichen Nahverkehr als drängende Probleme an.

„Wir können die unaufhaltsame Digitalisierung des Tourismus (z. B. Online-Buchungssysteme) nicht voranbringen, wenn die Datengeschwindigkeit auf der Halbinsel nicht wettbewerbstauglich ist. Unsere Gäste drängeln sich auf der einspurigen Datenautobahn und empfinden es als störend, wenn ihre digitale Erreichbarkeit eingeschränkt ist“, so Roland Völcker. Hier habe Ahrenshoop inzwischen einen Wettbewerbsnachteil zu seinen Konkurrenten hinnehmen müssen.

Roland Völcker bedauerte, dass das Marketing für die Urlaubsregion weiterhin nur von Dierhagen, Ahrenshoop und Zingst mit Unterstützung des Küstenvorlandes getragen werde. „Um die strukturellen Probleme zu bearbeiten, braucht man politische Vernunft, Willen zur Kooperation und touristische Kompetenz. Den politischen Vertretern der Darßgemeinden fehlt diese Einsicht nach wie vor“, konstatierte der Ahrenshooper Kurdirektor. Um einen Lösungsansatz für die festgefahrene Situation zu finden, schlug Völcker Kooperationen mit integrierten Wertschöpfungsketten zwischen den Orten sowie die Überarbeitung des Unternehmenskonzeptes des regionalen Tourismusverbandes vor.

Um perspektivisch einer Lösung für die Verkehrsprobleme der Halbinsel näher zu kommen, forderte der Touristiker die Anwesenden mehrmals auf, umzudenken und neue Wege zu gehen: „Warum kein autofreier Darß?“ Zunächst müsste aber das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs verbessert und eine elektronische Gästekarte zu seiner kostenfreien Nutzung eingeführt werden.

Von Volker Stephan

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