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Mit Hoffnungsballons schweben schwere Momente fort

Dierhagen Mit Hoffnungsballons schweben schwere Momente fort

Zig grüne Ballons der Hoffnung sind gestern Nachmittag in den Dierhäger Himmel aufgestiegen.

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Zu Beginn des Landestreffens Frauenselbsthilfe nach Krebs ließen die Teilnehmerinnen Hoffnungsballons in den Himmel steigen.

Quelle: Timo Richter

Dierhagen. Zig grüne Ballons der Hoffnung sind gestern Nachmittag in den Dierhäger Himmel aufgestiegen. Das war der unübersehbare Auftakt für das Treffen der Mitglieder und Partner des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern/Schleswig-Holstein Frauenselbsthilfe nach Krebs. Optimismus steht während der dreitägigen Zusammenkunft im Ostseehotel Dierhagen im Mittelpunkt, wie Landeschefin Sabine Kirton sagt.

Jubiläum

130Teilnehmerinnen feiern bis Freitag das 25-jährige Bestehen des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern/Schleswig-Holstein der Frauenselbsthilfe nach Krebs.

Statt Fachvorträgen lassen die Betroffenen die Geschichte des Landesverbandes Revue passieren, setzen auf Entspannung und werden kreativ. So werden beispielsweise Möglichkeiten einer Beteiligung an einer bundesweiten Hut-Aktion am 25. Juni erörtert. Außerdem können die Frauen und ihre Partner beim Wandelgang der Sinne fünf Stationen mit jeweils einem Sinn erleben.

Dennoch ist den Frauen nach Krebs nicht nur zum Feiern zumute, sagt Sabine Kirton. Es gebe immer wieder „diese schweren Momente“ während des Krankheitsverlaufs. Die Selbsthilfegruppen könnten die Betroffenen auffangen, informieren und begleiten — so lautet auch das Motto der Gruppen. Die Wünsche an den grünen Ballons waren denn auch nicht nur die nach Frieden und Verständigung, sondern auch nach Hoffnung nach Überleben.

In diesem Zusammenhang fordert die Landes-Chefin der Selbsthilfegruppen Frauen nach Krebs mehr Investitionen in die Palliativ-Medizin, bei der nicht die Verlängerung der Überlebenszeit nach einer Krebserkrankung im Vordergrund steht, sondern die Priorität auf die Behandlung von Schmerzen sowie auf mit der Erkrankung einhergehenden sozialen Komponenten gelegt wird. Die Zahl der Krebserkrankungen steige rasant, bis zum Jahr 2020 werde mit einer 20 Prozent höheren Todesrate gerechnet, so Sabine Kirton.

Mehr Geld für schnelle ambulante palliative Versorgung ist dabei nur eine Seite der Medaille. Es würden mehr Ärzte gebraucht, die in die Palliativmedizin gingen. „Eine bessere Vernetzung verschiedener Angebote ist unerlässlich“, so Sabine Kirton. Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern komme dem Hausarzt eine besondere Rolle zu. Angesichts der Prognosen sollten Allgemeinmediziner wenigstens die Grundlagen der Palliativmedizin „drauf haben“.

Probleme gebe es auch innerhalb des Landesverbandes. Immer schwieriger ist es beispielsweise, Frauen zu finden, die Selbsthilfegruppen leiten wollten. Junge Frauen würden nach der Erkrankung wieder versuchen, im Berufsleben Fuß zu fassen, sagt die Landes-Chefin. Auch auf Bundesebene sei es problematisch, engagierte Mitstreiterinnen auf ehrenamtlicher Basis zu finden.

Seit 2001 findet das Jahrestreffen des Landesverbandes in Dierhagen statt. „Wir fühlen uns hier einfach zu Hause“, betont Sabine Kirton. Nach der Eröffnung mit einem anschließenden Grußwort von Ursula Claaßen vom Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales hatten Kinder der Dierhäger Grundschule ihren großen Auftritt. Außerdem sorgte eine Trommelgruppe aus Ferdinandshof für Stimmung.

Von Timo Richter

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