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Born Moderne Schatzsuche im Nationalpark

Geocacher sind willkommen, wenn sie sich an die Regeln halten

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Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist bei Geocachern beliebt.

Quelle: Fotolia

Born. Immer mehr Geocacher entdecken auf der Suche nach interessanten Orten den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

Trampelpfade in der Kernzone rund um die Caches sind unvereinbar mit den Zielen des Naturschutzes.“

Katrin Bärwald, Dezernatsleiterin

Geocaching ist eine moderne Form der Schatzsuche. Und die funktioniert so: Die Verstecke („Geocaches“ oder kurz „Caches“) werden im Internet veröffentlicht und können anschließend mithilfe von Handy oder GPS-Empfänger gesucht werden. Ein Geocache ist häufig ein wasserdichtes Behältnis. In dem befinden sich ein Logbuch und oftmals auch kleine Tauschgegenstände. Wer diesen Behälter entdeckt, der kann sich in ein Logbuch eintragen, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Geocache wieder dort versteckt, wo er zuvor gefunden worden ist.

Gegen diese moderne Art der „Schnitzeljagd“ habe niemand etwas, sagt Katrin Bärwald. „Wenn sich jeder an die Regeln hält“, fügt die für Kommunikation und Umweltbildung im Nationalparkamt Vorpommern zuständige Dezernentin hinzu.

Dazu gehört: In der Kernzone des Nationalparks dürfen generell keine Caches angelegt werden. Bärwald: „In der ersten Zeit, als das Thema Geocaching auch im Nationalpark zu einem Thema wurde, sind die als Junior-Ranger-Plus bezeichneten älteren Junior-Ranger und Praktikanten auf die Suche nach Geocaches gegangen und auch fündig geworden. Sie mussten feststellen, dass in der Kernzone oft Trampelpfade rund um die Caches und abseits der Wege entstanden sind. Das ist natürlich unvereinbar mit den Zielen des Naturschutzes.“

Doch dieses Problem habe man in der Zwischenzeit lösen können, indem die Geocaches, die nicht naturverträglich angelegt wurden, abgemeldet wurden, macht Katrin Bärwald deutlich. Überdies habe sich der Nationalpark auf entsprechenden Plattformen für die elektronischen Schatzsucher registrieren lassen. Dort leistet man sozusagen Aufklärungsarbeit, indem deutlich gemacht wird, was im Nationalpark geht und was nicht. Dieser Draht zur Geocaching-Gemeinde habe sich sehr bewährt, schätzt Katrin Bärwald ein.

In der Entwicklungszone des Nationalparkes, sie umfasst vor allem extensiv genutzte Landwirtschafts- und Forstflächen, sind Caches abseits der Wege nicht gestattet. Caches dürfen dort aber unmittelbar am oder auf dem Weg platziert werden. Das heißt ganz praktisch: Ein Fuß muss immer auf dem Weg bleiben.

Tabu fürs Geocaching sind auch alle Gewässer, der Strand und die Dünen. Im gesamten Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist auch die Suche und Veröffentlichung eines Nachtcaches aus Rücksicht auf die Tiere verboten. Das Verstecken von Geocaches in Nistplätzen und -höhlen von Brutvögeln und in Bäumen ist ebenfalls nicht erlaubt, dies gilt übrigens auch außerhalb des Nationalparkes.

Wer Fragen zum Geocaching im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft hat, kann sich an die Nationalparkverwaltung wenden:

E-Mail: poststelle@npa-vp. mvnet.de oder per Telefon an das Sachgebiet Umweltbildung, ☎ 038234/502 54 oder -52

Vergraben unerwünscht

Das Wort Geocache leitet sich von „geo“, Erde, und „cache“, Versteck, ab. Aus Rücksicht auf die Natur ist das Vergraben von Geocaches unerwünscht bzw. sogar ausdrücklich untersagt. Gern genutzt werden zum Beispiel kleine Höhlen, Nischen zwischen Felsen oder Baumwurzeln und auch Mauerritzen. Bodennahe Verstecke werden meist mit Laub, Grasbüscheln, Rinde, Moos, Steinen oder Zweigen getarnt.

Edwin Sternkiker

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