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Neue Gesichter in der Helios-Klinik

Ahrenshoop Neue Gesichter in der Helios-Klinik

Chefarzt der Onkologie, Professor Karl-Heinz Zurborn, geht in den Ruhestand / Sein Nachfolger, Privatdozent Andreas-Claudius Hoffmann, entschied sich gegen ein Jobangebot aus Los Angeles und für Ahrenshoop

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Ausbildungsstart: Sophie König und Cindy Arendt (r.) können sich in drei Jahren Medizinische Fachassistentin nennen. Fotos (2): Carolin Riemer

Ahrenshoop. Das Personalkarussell in der Ahrenshooper Helios-Klinik nahm Fahrt auf. Zwei neue Auszubildende, ein junger Mann, der für den Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) gewonnen werden konnte und ein neuer Chefarzt arbeiten seit dieser Woche in der Rehabilitations-Klinik am Strand.

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Chefarzt der Onkologie, Professor Karl-Heinz Zurborn, geht in den Ruhestand / Sein Nachfolger, Privatdozent Andreas-Claudius Hoffmann, entschied sich gegen ein Jobangebot aus Los Angeles und für Ahrenshoop

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Die Auszubildenden Cindy Arendt (19) und Sophie König (18) mussten nicht viele Bewerbungen schreiben. Ihr Wunschberuf: Medizinische Fachassistentin. Für Cindy Arendt war es nicht nur wichtig, diesen Beruf zu erlernen. Sie wollte unbedingt einen Ausbildungsplatz in der Ahrenshooper Reha-Klinik ergattern. „Ich habe nach einem Praktikum gemerkt, dass ich mich hier heimisch fühle“, erzählt die junge Frau, die für den Beruf nun von Velgast nach Born umzog. Noch nicht alle Umzugskartons seien ausgepackt. „Wichtig ist für mich, dass ich einen Beruf lerne, der mich auch in meinem Hobby voran bringt.“ Die 19-Jährige ist Mitglied in der Borner und der Velgaster Freiwilligen Feuerwehr.

Aus 20 Bewerbern wählte Pflegedienstleiterin Ilona Brandenburg die beiden jungen Frauen aus. „Wir hatten fast immer ein glückliches Händchen mit unseren Azubis und konnten diese auch übernehmen.“

Der Bufdi Schwieriger sei es, Menschen vom Bundesfreiwilligendienst zu überzeugen. Marcel Rurik ist der einzige, der nach seinem Realschulabschluss ein Jahr lang als Bufdi in der Klinik arbeiten wird. Er bringt Patienten zu Untersuchungen und zum Essen und wird Seminare besuchen. „Danach beginne ich dann meine Ausbildung“, erzählt der 16-Jährige. Ilona Brandenburg ist froh, dass Marcel sich bewarb.

Neben der Sozialversicherung bekommt er ein monatliches Taschengeld von 400 Euro ausgezahlt und kann erste Berufserfahrungen sammeln. Eine weitere Bufdi-Stelle warte noch auf die passende Besetzung, sagt die Pflegedienstleiterin und ergänzt: „Eine Altersbeschränkung gibt es für sie nicht. Es könnte sich auch ein Rentner bewerben, der eine Aufgabe sucht oder sich etwas dazu verdienen möchte.“

Der neue Chefarzt Der wohl markanteste Wechsel fand in der Chefetage statt. Nach 20 Jahren verlässt der Chefarzt der Onkologie und Ärztliche Direktor, Professor Karl-Heinz Zurborn, die Helios-Klinik. Der 65-Jährige zog fast auf den Tag genau vor zwei Jahrzehnten für die Stelle von Kiel nach Klockenhagen um. Er sorgte dafür, dass in der Ahrenshooper Klinik Patienten, die eine Knochenmarks- und Blutstammzellentransplantation hinter sich brachten, nachbehandelt werden können. „Die Arbeit wird mir sehr fehlen“, gibt der Professor zu.

Es sei nicht einfach gewesen, einen geeigneten und würdigen Nachfolger für Professor Zurborn zu finden, erzählt Klinik-Mitarbeiterin Petra Bartmann. Nach fünf Bewerbern, die in die engere Wahl gezogen wurden, entschied sich die Klinik-Leitung für den Privatdozenten Dr. Andreas-Claudius Hoffmann.

Der 38-Jährige, der in den kommenden Jahren eine Professur anstrebt, studierte in Magdeburg und Köln. Er absolvierte außerdem einen zweijährigen Forschungsaufenthalt an einer Universität in Los Angeles, arbeitete zuletzt an der Universitätsklinik in Essen und freut sich sehr, dass er nun in Ahrenshoop arbeiten kann. „Ich hätte auch ein Angebot in Los Angeles annehmen können, aber mir ist Ahrenshoop sehr viel lieber. Es war eine sehr bewusste Entscheidung, in den Norden zu ziehen.“ Als Tourist sei die Stadt in Kalifornien zwar schön. „Doch das Leben dort ist abenteuerlich. Nachts hört man Schüsse, es ist hektisch und laut. Die Lebensqualität an der Ostsee ist deutlich höher – und gesünder.“

Es habe bereits den ersten Patienten gegeben, der seine Reha in Ahrenshoop verbringen möchte, weil Dr. Hoffmann nun in der Helios-Klinik arbeitet. „Das ehrt mich sehr. Ich pflege auch eine enge Verbindung zu meinen Patienten. Der Mensch muss als Ganzes behandelt werden.“ Der neue Chefarzt verlor vor zwei Jahren seinen Vater durch eine Krebserkrankung – ein Grund mehr, dass er der tückischen Krankheit den Kampf ansagt. Sein Tipp: „Die Menschen an der Ostsee leben allein durch die Umgebung gesünder als Großstadtmenschen. Die Luft ist sauberer, es gibt weniger Hektik und Verkehrslärm.

Jeder Mensch sollte bewusst abschalten und das geht am Besten, wenn man täglich ein paar Minuten lang auf das Meer schaut.“

Zweitgrößter Arbeitgeber in MV

71 000Mitarbeiter beschäftigt die Klinikgruppe Helios. Sie ist der zweitgrößte Arbeitgeber Mecklenburg-Vorpommerns. Nur Aida Cruises beschäftigt noch mehr Mitarbeiter. Helios versorgt jährlich mehr als 4,7 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Klinikgruppe einen Umsatz von etwa 5,6 Milliarden Euro. Es gehören 112 Akut- und Rehabilitationskliniken zum Unternehmen. Die Zentrale ist in Berlin ansässig.

Carolin Riemer

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