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Neuer Chef stärkt „Butterbrotgeschäft“

Zingst Neuer Chef stärkt „Butterbrotgeschäft“

Carsten Bobe setzt auf Ausbau der Physiotherapie im Kurmittelcentrum Zingst

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Eveline Kraus übergibt die Geschäfte des Kurmittelcentrums Zingst symbolisch an Carsten Bobe. FOTO: TIMO RICHTER

Zingst. . Noch mehr Gewicht wird im Kurmittelcentrum Zingst künftig der Therapie beigemessen. Dafür verantwortlich zeichnet ein neuer therapeutischer Leiter, der mit Beginn des kommenden Jahres offiziell seine Arbeit aufnehmen wird. Schon jetzt arbeitet Carsten Bobe aktiv an der Umstrukturierung der Einrichtung mit. So soll die Turnhalle allein für Therapiezwecke genutzt werden. Neu wird ein sogenannter Physio-fit-Bereich eingerichtet.

Vor allem bei den Therapiekabinen soll sich etwas tun. Mehr Platz für Patienten und Therapeuten soll es geben, die Kabinen fest abgeschlossen sein. Die einstigen Vorhänge als Abtrennung werden der Vergangenheit angehören. Auf Funktionalität und Stabilität setzt der „Neue“ nicht nur beim Umbau, sondern auch bei der eigenen Tätigkeit. Die Physiotherapie sei das „Butterbrotgeschäft“ des Kurmittelcentrums, wie Carsten Bobe sagt.

Für seinen neuen Job hat der gebürtige Ostfriese, der die ersten Lebensjahre in Altharlingersiel verbrachte, seine Arbeitsstelle auf der Nordseeinsel Pellworm aufgegeben. Zusammen mit seiner Frau, ebenfalls Physiotherapeutin, und einer handvoll Kinder will der 48-Jährige in dem Seeheilbad heimisch werden. Der Weg dorthin führte ihn aber nur über einen Umweg. Denn ursprünglich wollte sich das Paar in der Rehabilitationsklinik in Ahrenshoop bewerben. Eine eher zufällige Suche auf dem Handy nach ähnlichen Einrichtungen in der Nähe führte die Bobes dann nach Zingst. „Hier“, sagt Carsten Bobe, „kann ich therapieren.“ Dazu komme die Leitung eines im Vergleich zu der Klinik in Ahrenshoop kleinen Teams mit an die 20 Mitarbeitern. Das, so Bobe, reiche ihm erst einmal als Verwaltungsarbeit. Die obliegt dann dem Chef des Hauses, Hans Hermann Johnson und dessen Sohn Sven.

Carsten Bobe „erbt“ die Position von Eveline Kraus, die seit Eröffnung des Kurmittelcentrums die Geschäftsführung inne hat. Inzwischen hat die 57-Jährige ihre Leidenschaft für die Therapie wiederentdeckt und wird der Einrichtung auch künftig zur Verfügung stehen. Sie wird als Selbstständige den Bereich Osteopathie beackern. Da sieht sie noch viel zu tun.

Deutlich registriert hat die scheidende Geschäftsführerin in den vergangenen Jahren, dass die Menschen nicht sehr gerne Geld für die eigene Gesundheit ausgäben. Dennoch: Mit einer Auslastung von rund 80 Prozent stehe das Kurmittelcentrum ganz gut da. Immer besser gelinge es, das Thema Gesundheit mit Urlaubsaspekten zu vermarkten. Die Nähe zu Strand und Bodden und zunehmend auch Veranstaltungen wie der Lichtertanz der Elemente, das Umweltfotofestival Horizonte oder die Nationalparktage lockten Menschen nach Zingst. Die 32 Ferienwohnungen und sechs Ferienhäuser würden gut angenommen. Auch in Sachen Fortbildung macht das Kurmittelcentrum von sich reden. So würden Koryphäen verschiedener Therapiebereiche für Vorträge nach Zingst kommen.

Am 6. Dezember 1996 wurde das Kurmittelcentrum eröffnet. Am Nikolaustag 2016 wird das Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Von 10 bis 16 Uhr stehen an dem Tag alle Bereiche der Therapie, der Wellnessabteilung und des Fitnessbereichs offen. Mitarbeiter beantworten Fragen, außerdem werden Probeanwendungen geboten. Während einer offiziellen Feierstunde wird Rückschau auf die Entwicklung des Kurmittelcentrums Zingst in den vergangenen Jahren gehalten.

Hohe Auslastung

Knapp 20 Mitarbeiter sind im therapeutischen Bereich des Kurmittelcentrums in Zingst beschäftigt. Dazu kommen die Kräfte, die in Verwaltung, Housekeeping oder Vermietung arbeiten. Der Bereich Therapie soll künftig von der Vermietung der Ferienunterkünfte stärker getrennt werden.

32 Ferienwohnungen und vier Ferienhäuser bietet das Kurmittelcentrum Zingst an. Den Gästen wird somit ein Kuraufenthalt mit Urlaubsaspekten offeriert. Die Auslastung der Einrichtung beträgt rund 80 Prozent. Um aktuellen Anforderungen gerecht zu werden, sollen beispielsweise die Therapiekabinen vergrößert und besser isoliert werden.

20 Jahre ist es her, dass das Kurmittelcentrum in Zingst eröffnet wurde. Die Einrichtung ist für den Ort enorm wichtig, ohne das Kurmittelcentrum mit seinen Angeboten würde Zingst den Status als Seeheilbad verlieren.

Gefeiert wird am 6. Dezember.

Timo Richter

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