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Ostsee und Bodden sind ihre Reviere

Zingst Ostsee und Bodden sind ihre Reviere

Zingster Seenotretter waren 2016 bereits elf Mal im Einsatz – zuletzt am Dienstag

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Das Rettungsboot „Zander“ ist auf den Boddengewässern und auf der Ostsee im Einsatz.

Quelle: Thomas Hartwig

Zingst. Die meisten Einsätze haben die Zingster Seenotretter auf dem Bodden. Und dass nicht, wie man vielleicht vermutet, bei stürmischem Wetter, sondern bei Sonnenschein. „Vor allem Freizeitskipper, die nicht so viel Erfahrung haben, fahren sich in dem flachen Gewässer fest“, berichtet Rettungsmann Tom Sievert.

OZ-Bild

Zingster Seenotretter waren 2016 bereits elf Mal im Einsatz – zuletzt am Dienstag

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Erst am Dienstagmittag mussten die Retter gegen 13 Uhr vor Barhöft eine kleine Segelyacht befreien. „Die Besatzung wollte nach Zingst fahren und hatten sich festgefahren“, erklärt der 25-Jährige.

Das Boot der Zingster Seenotretter, „Zander“, eigne sich sehr gut für solche Einsätze. „Mit seinen 300 PS kann es die Schiffe relativ leicht rausziehen“, meint Tom Sievert. Da das Boot einen Jetantrieb und keinen Außenbordmotor habe, bestehe auch nicht die Gefahr, dass sich das Seil, das zum Rausziehen befestigt werde, verheddere. An seine Grenzen stoße die „Zander“ allerdings auf der stürmischen Ostsee. „Da das Boot, eine Sieben-Meter-Klasse, nicht besonders groß ist, wird es ab Windstärke sechs schwierig.“

Insgesamt mussten die Retter in diesem Jahr zu elf Einsätzen rausfahren. „Im Schnitt sind es pro Jahr zwölf bis 15“, sagt der Rettungsmann. Das Revier der freiwilligen Seenotretter um Vormann Siegfried Tornow erstreckt sich auf den rückwärtigen Bodden vom Barther Bodden über die Lagune Grabow bis zum Hafenort Barhöft.

Wer sich die „Zander“ genauer anschauen möchte, hat am Sonntag, 31. Juli, beim „Tag der Seenotretter“ in Zingst Gelegenheit dazu. Ab 15.30 Uhr kann das Boot besichtigt werden. Zudem erwartet die Besucher ab 14 Uhr auf der Freilichtbühne und am Strand ein abwechslungsreiches Programm (siehe Infokasten), unter anderem um 14 Uhr eine Rettungsübung der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Bereits ab 10 Uhr steht der Infowagen der Seenotretter bereit.

„Für uns ist so ein Tag natürlich auch Werbung. Wir wollen den Menschen unsere Arbeit näherbringen und natürlich auch den ein oder anderen dafür begeistern“, berichtet Tom Sievert. Denn neue aktive Mitglieder für die ehrenamtliche Aufgabe würden immer gesucht. „Ich bin mit 25 Jahren der Jüngste. Derzeit sind wir etwa acht aktive Mitglieder, die für die Einsätze bereitstehen.“

Er selbst sei seit 2009 bei den Zingster Seenotrettern aktiv. „Ich wurde damals von meinem Chef gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte“, sagt der Mitarbeiter der Kur- und Tourismus GmbH Zingst.

„Mir hat es von Anfang an sehr viel Spaß gemacht. Es ist schön, anderen Menschen zu helfen.“

Einen Einsatz wird Tom Sievert allerdings nicht vergessen. Am 28. Februar 2014 war der Hubschrauber „Christoph Offshore 2“ vor Prerow während einer Übung plötzlich in die Ostsee gestürzt. Drei der vier Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Tom Sievert ist aber froh, dass dies bislang sein einziger Einsatz mit tödlichen verunglückten Opfern war.

„Tag der Seenotretter“

Sonntag , 31. Juli, wird auf der Freilichtbühne und am Strand in Zingst der „Tag der Seenotretter“ gefeiert.

10 bis 20 Uhr: Infowagen der Seenotretter

14 bis 14.30 Uhr: Rettungsübung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)

15 bis 16 Uhr: Kinderprogramm mit Käpt’n Alfred ab 15.30 Uhr: Open Ship 19 bis 20 Uhr: Konzert mit „De Prerower Stromer“

Anika Wenning

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