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Pfarrwitwenhaus in Prerow erhält eine neue Fassade

Prerow Pfarrwitwenhaus in Prerow erhält eine neue Fassade

Lärchenholz aus der Region schützt Lehmausfachungen

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Der Althäger Tischler Jens Lochmann saniert derzeit die Fassade des Pfarrwitwenhauses in Prerow.

Quelle: Foto: Timo Richter

Prerow. Handwerk und Kunst treffen bei der Sanierung des alten Pfarrwitwenhauses in Prerow zusammen. Das Lehmfachwerk verschwindet hinter einer neuen Fassade aus heimischem Lärchenholz. Der aus dem Ahrenshooper Ortsteil Althagen stammende Tischler Jens Lochmann hat das alte Haus bereits mit neuen Brettern verkleidet. Die Zwischenräume werden mit etwa fünf Zentimeter breiten Leisten überdeckt.

OZ-Bild

Lärchenholz aus der Region schützt Lehmausfachungen

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Besonderheit: Jedes einzelne Brett hat sein eigenes Maß. Dadurch ist es dem Tischler und Bootsrestaurator möglich, jede noch so feine Biegung der Lehmmauer mit dem Holz nachzufolgen. Das ist Handwerkskunst, die der Althäger Tischler seit Jahren auch bei der Restaurierung alter Bootsrümpfe anwendet.

Auch die Holzfenster sind neu eingesetzt. Seegras dämmt den Abstand des Rahmens zur Lehmmauer. „Durch das Salzwasser ist das Seegras nach dem Trocknen geruchsneutral“, sagt Lochmann und stopft ein handgroßes Bündel in die Spalte zwischen Holz und Lehm. „Diese Art Dichtung reicht völlig aus.“ Auch beim Holz hat der Tischler auf die regionale Herkunft des Baumaterials geachtet. Das Lärchenholz stammt aus einem Forst in der Nähe von Ribnitz-Damgarten. Zwei Jahre lang hat das Holz an der Luft getrocknet, sodass es nun verbaut werden kann. Zum Teil haben die Planken während des Prozesses bereits ein wenig Patina angesetzt. Für den Tischler ein Zeichen besonderer Qualität. In einer Wärmekammer schnell getrocknetes Holz wäre für die Fassadensanierung des Pfarrwitwenhauses für ihn niemals in Betracht gekommen.

Immerhin rund 140000 Euro lässt sich die Kirchengemeinde das Gesamt-Unterfangen kosten. Laut Pfarrer Reinhard Witte stellen die Erneuerung der Fassade sowie die Reparatur einer Dachseite und die Erneuerung der anderen Dachseite für die Kirchengemeinde eine besondere Herausforderung dar: Es stehen keine Fördermittel zur Verfügung.

Errichtet wurde das Pfarrwitwenhaus um 1780. Es ist Teil des Ensembles rund um die deutlich ältere Seemannskirche in Prerow. In dem denkmalgeschützten Haus wohnen während der Saison die Kurkantoren.

Roter Leinölanstrich

140 000 Euro kostet die Sanierung des einstigen Pfarrwitwenhauses im Ostseebad Prerow. Nachdem zuletzt das Dach neu gedeckt worden ist, steht nun die Erneuerung der Fassade auf dem Programm. Heimisches Lärchenholz wird für die Bedeckung des Lehmfachwerks verwendet. Das Holz erhält wieder einen schwedenroten Leinölanstrich (siehe Foto unten).

2 Jahre lang hat das Lärchenholz aus einem Wald in der Nähe von Ribnitz-Damgarten an der Luft getrocknet.

Timo Richter

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