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Prerower Seebrücke wird richtig teuer

Prerow Prerower Seebrücke wird richtig teuer

Gutachter summiert Kosten für Instandhaltung auf 900000 Euro / Dazu kommt jährlicher Unterhalt

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Ein erstes Gutachten geht von Instandsetzungskosten für die Seebrücke in Prerow von bis zu 900000 Euro aus.

Quelle: Foto: Timo Richter

Prerow. Die Instandsetzung der Seebrücke in Prerow und deren jährlicher Unterhalt ist nicht aus der Portokasse des Kurbetriebs zu bezahlen. An die 900000 Euro werden in einem Gutachten vorgerechnet, um die Seebrücke fit zu machen für die nächsten 50 Jahre. Dazu kommen jährliche Unterhaltungskosten in Höhe von 18000 Euro. Die Erstellung des Gutachtens hatte die Gemeindevertretung beschlossen. Gleichzeitig wird an einer weiteren Expertise gearbeitet. Im Auftrag der Landesregierung wird die Stabilität des Seesteges analysiert. Hintergrund ist der Bau des Ersatzhafens in Verlängerung der Seebrücke. Das bestehende Bauwerk wird dann höheren Belastungen standhalten müssen.

„Das ist schon eine Hausnummer“, sagt Bürgermeister René Roloff (Prerows Zukunft) angesichts der im Raum stehenden Kosten für Instandsetzung und Unterhalt der Seebrücke. Allein der Schutz vor dem Auswaschen der Ständer der Seebrücke kostet dem Gutachten zufolge 347000 Euro. Diese Summe wird in der Expertise als erster Schritt gefordert. Dann erst kommt die Instandsetzung von Unter- und Überbau der Seebrücke in Betracht. 468000 Euro soll das Unterfangen kosten, hat der Gutachter mit Sitz in Stralsund errechnet. Weitere gut 76000 Euro kommen dazu, wenn der einstige Bootsanleger am Kopf der Prerower Seebrücke auf Vordermann gebracht werden soll. Das, geht es nach dem Bürgermeister, sei erst einmal keine zwingende Investition. Wohl aber die beiden anderen Posten, die für die Wiederherstellung der Seebrücke für die nächsten 50 Jahre unumgänglich scheinen.

Aussagen zur Haltbarkeit der Seebrücke soll ein weiteres Gutachten bringen, an dem zurzeit gearbeitet wird. So erfolgten zuletzt Messungen der Restwandstärke der tragenden Pfeiler über und unter der Wasserlinie (die OZ berichtete). Auch wird für das Gutachten im Auftrag der Landesregierung der Unterbau der Seebrücke von einem Ponton aus in Augenschein genommen. Diese Arbeiten sind allerdings nur bei ruhiger See und wenig Wind möglich.

Vorschnell sollen aber keine Instandsetzungsarbeiten an der Seebrücke in Angriff genommen werden, wie der Bürgermeister sagt. Erst sollen die Ergebnisse des von der Landesregierung in Auftrag gegebenen Gutachtens abgewartet werden. „Eine tadellose Seebrücke haben wir nicht“, ist René Roloff überzeugt. Seitens der Landesregierung war versprochen worden, die Seebrücke als Teil der Zuwegung für den Ersatzhafen für den Nothafen Darßer Ort fit zu machen. Auch würde sich das Land großzügig für Prerower Wünsche etwa nach einer Anlegemöglichkeit für Fahrgastschiffe zeigen, hatte Umweltminister Till Backhaus (SPD), der den Hafenbau zur Chefsache gemacht hat, wiederholt gesagt. In einem Workshop wurde dazu eine lange „Wunschliste“ erarbeitet. In Verbindung mit dem Hafenbau steht auch die Forderung nach einem Verkehrskonzept.

Die Ergebnisse des jetzt vorliegenden Gutachtens werden auch während der nächsten Zusammenkunft der Gemeindevertreter thematisiert werden, so Roloff. Die Sitzung ist vorgesehen für den 23. Februar um 19 Uhr im Kulturkaten „Kiek in“.

Investitionen an mehreren Stellen nötig

468000 Euro veranschlagt der Gutachter für die Instandsetzung des Über- und Unterbaus der Seebrücke in Prerow. Sollte auch der Bootsanleger am Kopf der Seebrücke auf Vordermann gebracht werden, sind weitere gut 76000 Euro fällig.

347000 Euro sind für den Schutz vor dem Auswaschen der Pfeiler der Seebrücke zu investieren.

18000 Euro müssen nach Berechnungen des Gutachters in jedem Jahr für den regelmäßigen Unterhalt der Seebrücke in dem Ostseebad bereitgestellt werden. Die Erstellung des Gutachtens wurde von der Gemeindevertretung beschlossen. Im Zusammenhang mit dem Bau des Ersatzhafens wird eine weitere Expertise für das Land angefertigt.

Timo Richter

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