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Prerowerin paddelt Markenzeichen entgegen

Prerow Prerowerin paddelt Markenzeichen entgegen

Neuer Sportstrand soll besonderes Merkmal für das Ostseebad auf dem Darß werden

Prerow. Ein großes Ziel hat sich Kathrin Borgwardt gesteckt: Mit dem Sportstrand am Übergang 22 will die 40-Jährige dem Ostseebad ein Alleinstellungsmerkmal verpassen.

 

OZ-Bild

Kathrin Borgwardt, hier auf einem Teamboard, will mit dem Sportstrand am Übergang 22 ein Markenzeichen für Prerow schaffen.

Quelle: Timo Richter

Mit dem Sportstrand will ich ein Angebot schaffen, mit dem sich Prerow identifizieren kann.“Kathrin Borgwardt, Initiatorin Sportstrand

Zahlreiche Aktivitäten

3Säulen sollen den Sportstrand Prerow tragen: Fitness mit Yoga, Taebo und Zumba, Strandsport mit Volleyball, Fußball, Cross-Boccia und Frisbee sowie Wassersport mit Stand-up-Paddling in verschiedenen Variationen, Skimboard. Zusätzlich gibt es Angebote für Longboard und Street-Paddling.

Zingst habe die Fotografie, Ahrenshoop die Kunst. Was hat Prerow, fragte sich die studierte Sport- und Tourismusmanagerin. Mit einer Fülle von Sport- und Fitnessangeboten auf dem Wasser und an Land will sie für Prerow so ein Markenzeichen setzen. In der Kurverwaltung jedenfalls hat sie offene Türen eingerannt. Schon nach der Präsentation des ersten Konzepts wurde ihr Unterstützung zugesagt.

Die Einschätzung Borgwardts deckt sich mit Ergebnissen von Expertisen zum Tourismus in der Region. Demnach bieten mit Ausnahme von Prerow und Wustrow alle Ostseebäder auf der Halbinsel ein Alleinstellungsmerkmal. Während in Wustrow mehr oder weniger intensiv an Erhalt und Dokumentation der maritimen Vergangenheit gebastelt wird, gab es in Prerow zuletzt kaum Initiativen in Richtung Bildung eines Markenzeichens. Dieses Ziel hat sich nun Kathrin Borgwardt auf die Fahnen geschrieben. Der Sportstrand in Dierhagen beschränkt sich auf das Bereitstellen von Volleyballnetzen, der in Zingst ist eher eine Wassersportschule.

Am Strandübergang 22, in Höhe des Parkplatzes Fuchsberg — das ist der erste Parkplatz nach dem Ortsausgang in Richtung Zingst — wird es ab dem 1. Juni verschiedene Betätigungsmöglichkeiten geben. Die offizielle Eröffnung des Sportstrandes dort findet am 25./26. Juni statt — mit dem 1. Darßer Ostseeschwimmen, dafür sind noch Anmeldungen auf der Online-Seite möglich — sowie Wettbewerben im Stand-up-Paddling.

Letzteres bildet mit verschiedenen Variationen, etwa Yoga auf verankerten Brettern, eine von insgesamt drei Säulen, die den Sportstrand Prerow zu etwas Einzigartigem auf der Halbinsel machen sollen.

Dazu kommen Fitness mit Yoga und Taebo und Zumba und Sportangebote am Strand mit Volleyball, Fußball, Cross-Boccia und Frisbee. Wer lieber mit einem Longboard über den Asphalt kurvt, auch das wird möglich sein. Betreut werden die Teilnehmer der unterschiedlichen Angebote von Sportlehrern.

Finanzieren soll sich das Angebot im Wesentlichen durch Camps für Kinder und Jugendliche. So können Interessierte fünf Tage lang inklusive Mittagessen von 9 bis 13 Uhr alle möglichen sportliche Aktivitäten ausprobieren. Auch Kurse mit Trainern werden kostenpflichtig sein.

Mit dem Sportstrand schafft sich sich gebürtige Neubrandenburgerin mit familiären Wurzeln in Prerow ein weiteres Standbein. Derzeit betreibt sie die Kite-Schule am Bernsteinweg. Nach den Studium der Journalistik in Berlin hängte sie den Studiengang Sport- und Tourismusmanagement an, weil sie bis dahin die Praxis in der Ausbildung vermisste. Im Anschluss war sie in der Öffentlichkeitsarbeit des Hilton Hotels in Berlin tätig, später moderierte sie eine Online-Reisesendung des Volkswagen-Konzerns. In dieser Funktion besuchte sie auch die Philippinen. Als die Sendung eingestellt wurde, besann sie sich der Kontakte in Asien — und eröffnete dort eine Kite-Schule in der Szene-Hochburg Boracay, einer rund zehn Quadratkilometer großen Insel im Nordwesten der Philippinen.

Inzwischen pendelt Kathrin Borgwardt im Halbjahresrhythmus zwischen den Philippinen und Deutschland hin und her. „Den Sommer auf dem Darß möchte ich nicht missen“, sagt sie in Erinnerung ihrer Aufenthalte als Kind, während der sie vom Wasser nicht wegzubekommen war.

• www.sportstrand-prerow.de

Diskussion über mehr Qualität am Stammtisch für Touristik

Der Sportstrand am Übergang 22 in Prerow ist am Donnerstag auch Thema am Tourismusstammtisch des Ostseebades. „Das ist eine tolle Sache“, sagte Organisator Henry Plotka gestern auf Nachfrage. Sowohl der gemeindeeigene Kurbetrieb als auch der Betriebsausschuss der Gemeindevertretung haben den Weg für die Einrichtung des Sportstrandes geebnet. Das Gremium folgte mit seinem positiven Votum dem Vorschlag der Initiatorin Kathrin Borgwardt. Die hatte als Standort den Strandübergang 22 und 33 in Höhe des Sonnen-Camps vorgeschlagen.

Während im Ort schon über eine Verdrängung Borgwardts, die am Bernsteinweg eine Kite-Schule betreibt, orakelt wird, sieht die Initiatorin den Standort im Osten Prerows als sehr geeignet an. Dort würden beispielsweise ruheliebende Badegäste nicht durch sportliche Aktivitäten gestört. Ähnlich wurde das im Betriebsausschuss gesehen. „Wir brauchen in der Saison jeden Quadratmeter Strand in der PrerowBucht“, so Henry Plotka. Die neue Initiative begrüße auch der Kurbetrieb ausdrücklich, zitiert Plotka den bis nach Pfingsten urlaubenden Kurdirektor.

Weiteres wichtiges Thema am Tourismusstammtisch am Donnerstag ist die Service-Qualität. Über die Referentin des Tourismusverbands Fischland-Darß-Zingst, Nicole Höra, kam der Kontakt zu einer Referentin zu Service-Qualität zustande.

Plotka sieht hier zumindest Informationsbedarf für Akteure im Tourismus. Der von ihm initiierte Tourismusstammtisch solle gerade auch ein Podium sein für Kurzvorträge zu bestimmten Themen. Gerade zu Beginn der Saison sollte Service-Qualität im Vordergrund stehen. Denn reiße ein Glied der Service-Kette, könne die ganze Region in Verruf geraten.tri

Tourismusstammtisch: 12. Mai, 19 Uhr, „Achtern Diek“, Bernsteinweg.

Von Timo Richter

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