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Radweg-Alternative von Wieck nach Born ist viel zu schmal

Wieck Radweg-Alternative von Wieck nach Born ist viel zu schmal

Wiecker fordert schnelle und sichere Verbindung zwischen den Boddendörfern entlang der L 21 / Die vom Land vorgeschlagene Ausweichroute entspricht nicht den Vorgaben

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Hans-Joachim Braun aus Wieck misst nach: Der Fuß- und Radweg zwischen Wieck und Born ist in weiten Teilen nicht breit genug.

Quelle: Timo Richter

Wieck. Die Finger hat sich Hans-Joachim Braun in den vergangenen Jahren wund geschrieben. Der 60-Jährige aus Wieck kämpft auf dem Postweg für den Bau eines Radweges entlang der L 21 zwischen Wieck und Born. Schreiben ans Fachministerium in Berlin wurden nach Schwerin weitergeleitet, mehrere Briefe ans Ministerium für Infrastruktur in der Landeshauptstadt wurden zwar beantwortet – nicht aber zur Zufriedenheit von Hans-Joachim Braun. Auch nicht zu der des Wiecker Bürgermeisters Bernhard Evers (Einzelbewerber). Während der jüngsten Zusammenkunft zitierte er aus den Antwortschreiben. Tenor: Mit dem Weg über den Deich gebe es eine akzeptable Alternative zum straßenbegleitenden Radweg.

Das ist doch kein Fortschritt hier.“Hans-Joachim Braun, der sich für einen Radweg an der L 21 stark macht

Das sieht nicht nur Hans-Joachim Braun ganz anders. Auch der Wiecker Bürgermeister und der Vorsteher des Amtes Darß/Fischland, Gerd Scharmberg, hatten während der Sitzung der Gemeindevertreter auf eine schnelle und sichere Verbindung der beiden Boddendörfer entlang der Landesstraße gedrängt. Seit Jahren werden den Bemühungen der beiden Darß-Kommunen von Schwerin kaum Chancen einer Verwirklichung eingeräumt. So fehle das Geld für den Bau eines straßenbegleitenden Radweges entlang des sowieso schon vergleichsweise schmalen Abschnitts der L 21. Zuletzt hat das Pegel-Ministerium die Alternativ-Route ins Spiel gebracht.

„Das ist doch kein Fortschritt“, wettert Hans-Joachim Braun. Über weite Strecken viel zu schmal, in großen Teilen auf privatem Grund und Boden und bei Hochwasserlagen nicht nutzbar – der Wiecker erinnert in diesem Zusammenhang an viele vor allem ältere Menschen, die von Wieck nach Born zum Einkaufen radeln. Die absolvieren die Tour vielfach auf der nur etwa halb so langen Strecke auf der Landesstraße – und bringen sich dabei immer wieder in Lebensgefahr, weil Autofahrer die Radler oftmals nicht mit dem nötigen Sicherheitsabstand überholten.

Als sichere Alternative, so der Wiecker, könne der Weg nicht gelten. Über weite Strecken ist der Abschnitt, wenn auch frisch geschottert, nicht einmal 1,50 Meter breit. Laut Vorgabe müsste ein gemeinsamer Geh- und Radweg mindestens 2,50 Meter breit sein, wie es beispielsweise auf der Internetseite des Fuss e.V., dem Fachverband für Fußverkehr in Deutschland, heißt. Bei stärkerer Nutzung des Weges ist dem Verband zufolge eine Mindestbreite von 4 Metern angezeigt. Laut einer Zählung ist der Weg zumindest während der Saison ein stark befahrener. Allein mehr als 2000 Radler nutzen den Abschnitt zwischen Wieck und Born jeden Tag, wie der Wiecker Bürgermeister vor den Gemeindevertretern sagte.

Auch der Amtsvorsteher und Borner Bürgermeister Scharmberg fordert den straßenbegleitenden Radweg. Dass sich das Land mit Verweis auf den Radweg über den Deich aus der Verantwortung stehle, bezeichnete er während der Sitzung der Wiecker Gemeindevertreter als blamabel.

Ins selbe Horn stößt Hans-Joachim Braun. So sei zwischen Barth und Löbnitz ein Radweg gebaut worden, der kaum genutzt werde, auch andere Projekte empfindet Braun als kontraproduktiv, etwa Planungen für einen Golfplatz nördlich von Wieck oder die geplante Solarfähre über den Prerow Strom. Das Geld sollte lieber für den Bau des Radweges eingesetzt werden. Und: Wer hafte beispielsweise nach einem schweren Unfall zwischen Radfahrern auf einem Abschnitt auf privatem Gebiet.

Evers hatte gesagt, dass die Kommunen nun endlich eine Begründung für das zögerliche Handeln aus Schwerin hätten. Für den Radweg sei ein „harter Kampf“ nötig.

Radweg viel genutzt

2,50Meter breit muss ein gemeinsam für Fußgänger

und Radfahrer freigegebener Weg sein. Das gilt für eine geringe

Frequentierung. Bei starker Nutzung sollte der gemeinsam Geh- und

Radweg mindestens vier Meter breit sein. Der Weg über den Deich zwischen Wieck und Born hat diese

Breite nicht.

2000Radfahrer sind während der Saison täglich auf dem Abschnitt des Ostseeküsten-Fernradweges unterwegs. Seit Langem wird der Bau eines straßenbegleitenden Radweges entlang der L 21 gefordert.

Timo Richter

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