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Rolle rückwärts zu Vier-Säulen-Modell

Born Rolle rückwärts zu Vier-Säulen-Modell

Versuch mit drei Fachbereichen im Amt Darß/Fischland wird nach einem Jahr beendet / Mitarbeiter sind zufrieden

Born. Fehler zu machen, ist nicht wirklich schön, aber erkannte Fehler nicht zu korrigieren, das wäre richtig hässlich. In diesem Sinne brachen die Mitglieder des Amtsausschusses des Amtes Darß/Fischland den Versuch einer Verwaltung im „Drei-Säulen-Modell“ – heißt: mit drei Fachbereichen – nach einem eher erfolglosen Jahr einstimmig ab, um zum schon früher bewährten „Vier-Säulen-Modell“ zurückzukehren.

Einigkeit für Neuorganisation

In Workshops und Diskussionen habe sich die Rolle rückwärts als bevorzugte Strategie gegen eine unrund laufende Verwaltung herauskristallisiert. Ab dem 1. März dieses Jahres werden Amtsvorsteher und Leitendem Verwaltungsbeamten wieder vier Fachämter untergeordnet sein. Reike Hackbusch soll für die Finanzen (Buchhaltung, Haushalt, Steuern, Abgaben) verantwortlich sein, Birgit Drews für die Sachbereiche Ordnung und Liegenschaften. Der Bereich Liegenschaften war zuletzt dem Bauamt zugeschlagen worden.

Das Bauamt bekommt mit Heike Roepke, die sich eher um die Technik kümmert, und Elke Rensberg, zuständig für Planung und Verwaltung, zwei Spitzen, ähnlich wie das Hauptamt (Personal, zentrale Dienste Soziales), in dem Antje Finder den für den organisatorischen und Monika Koch für den Bereich Verwaltung und Recht zuständig sind. Eine separate Stabsstelle Controlling greift zwischen Fachämtern und der Leitenden Verwaltungsbeamtin.

Einfach den Schalter von vier auf drei Säulen umzulegen habe nicht genügt, man hätte sich vor einer Umstellung längerfristig um eine entsprechende Personalentwicklung kümmern müssen, gab Gerd Scharmberg zu verstehen. Andere Strukturen erforderten andere Qualifikationen, die auch extern, auf dem Arbeitsmarkt nicht ohne Weiteres zur Verfügung stünden. Verstärkt wird künftig die interne Qualifikation von Beschäftigten, um freiwerdende Positionen besetzen zu können.

Spürbare Aufbruchstimmung

Die Zustimmung des Personalrates zur „Rolle rückwärts ins Vier-Säulen-Modell“ gilt dem Amtsvorsteher als sicher, der habe schließlich am Entscheidungsprozess mitgewirkt. „Wir kommen schnell und unkompliziert wieder in deutlich ruhigeres Fahrwasser, bereits jetzt herrscht in der Amtsverwaltung spürbare Aufbruchstimmung“, ist sich Amtsvorsteher Gerd Scharmberg sicher.

Zuletzt hatte es in Reihen des Personals deutliche Unruhe gegeben. Grund war oft geäußerte Kritik von Kommunalpolitik und Bürgern beispielsweise an langen Bearbeitungszeiten und immer wieder ins Spiel gebrachte Gedanken über eine Auflösung des Amtes beziehungsweise des Abwendens einzelner Gemeinden zu anderen Verwaltungen (die OZ berichtete). Die Entscheidung für vier Säulen werde sich laut Scharmberg auch nicht auf die Höhe der Amtsumlage auswirken.

In diesem Zusammenhang wurde auch die Befristung zweier Planstellen aufgehoben, mit der sich das Amt ohnehin, so Scharmberg, „am Rande des Tarifrechts bewegt“ habe.

Susanne Retzlaff

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