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Ahrenshoop Schlüsselübergabe in der Chefetage

Ärztlicher Direktor geht nach 20 Jahren in Ahrenshooper Klinik in den Ruhestand

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Prof. Dr. Karl-Heinz Zurborn (M.) überreicht die Schlüssel an Dr. Andreas-Claudius Hoffmann (l.), neuer Chefarzt der Onkologie und Hämatologie, und Dr. Stefan Höthker, neuer Ärztlicher Direktor und weiterhin Chefarzt der Neurologie der Helios-Klinik Ahrenshoop.

Quelle: Timo Richter

Ahrenshoop. Auf den Tag genau 20 Jahre nach seinem Eintritt in die heutige Helios-Klinik in Ahrenshoop geht der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Onkologie, Prof. Dr.

Der Erhalt der Leistungs- fähigkeit wird eine ganz wichti- ge Aufgabe werden.“Dr. Stefan Höthker, Ärztlicher Direktor

Pilotprojekt

20Jahre lang war Karl-Heinz Zurborn in der Helios-Klinik in Ahrenshoop tätig. Wichtigstes Projekt war die Behandlung von Patienten nach Leukämie. Die Klinik in dem Ostseebad war landesweit die erste, die solche Blutstammzellentransplantierte behandeln konnte.

140Mitarbeiter sind in der Klinik in Ahrenshoop beschäftigt. Das Haus ist seit Jahren nahezu durchgehend komplett belegt.

Karl-Heinz Zurborn, Ende dieses Monats in den Ruhestand. Neuer Leiter der Fachabteilung wird Dr. Andreas-Claudius Hoffmann, die Funktion des Ärztlichen Direktors übernimmt der Chefarzt der Neurologie, Dr. Stefan Höthker, seit 1993 in dem Haus am Ahrenshooper Ortsrand tätig.

Zurborn bleibt eigenen Worten zufolge der Region erhalten. Von Ruhestand will er nichts hören. Er hat vier Enkel, will künftig viel reisen. Wichtigstes Projekt seiner Amtszeit war die Behandlung von blutstammzellentransplantierten Leukämie-Betroffenen. Als erste Klinik in Mecklenburg-Vorpommern wurden in Ahrenshoop Zimmer für die besonderen Bedürfnisse dieser Patienten umgebaut. Was als Pilotprojekt begann, hat sich nun etabliert.

Als der 65-Jährige von der Inneren Abteilung der Universitätsklinik Kiel nach Ahrenshoop wechselte, war das auch ein Abschied von der Akutmedizin. Bereut hat Zurborn das nicht eine Minute lang. „Wir beschäftigen uns viel länger mit den Patienten, haben in der Rehabilitation mehr Zeit, die Menschen nach schweren Erkrankungen wieder in den Alltag zurückzubegleiten“, sagt der scheidende Chefarzt und Ärztliche Direktor.

Angesichts steigender Lebensarbeitszeit wird das ein immer bedeutender Bereich der Reha-Medizin, ist Nachfolger Stefan Höthker überzeugt. „Da wird sich noch einiges entwickeln“, sagt der 57-Jährige mit Blick auf MBOR, medizinisch-beruflich orientierte Reha. „Der Erhalt der Leistungsfähigkeit wird eine ganz wichtige Aufgabe werden.“

In diese Richtung gehen schon jetzt die Vorgaben der Rentenversicherungsträger und Krankenkassen. Die Patienten würden nicht nur wieder fit gemacht für den Arbeitsmarkt, sondern auch für die Teilhabe an ihrer gewohnten Lebensituation. Physisch und seelisch stabilisierte Menschen gewinnen nach Überzeugung Höthkers vor allem an Selbstvertrauen. Den bewährten Wege seines Vorgängers will er darum auch nicht verlassen, sondern nur leicht an einzelnen Stellschrauben drehen.

Und damit würden sie nicht zu einem dauerhaften Pflegefall, wodurch die Gesellschaft Kosten spare, ergänzt Hoffmann. Der 38-jährige neue Chefarzt der Onkologie und Hämatologie wechselte vom Tumorzentrum Essen auf die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Nach früheren Stationen in Köln, Los Angeles oder Magdeburg sieht er sich in Ahrenshoop am Ziel. Vor allem die ganzheitliche Behandlung der Patienten durch ein Team von Ärzten, Psychologen oder Physiotherapeuten und Sozialarbeitern zahle sich unterm Strich aus.

Nach einem Tiefpunkt der Reha-Medizin im Jahr 1997 hat sich die Klinik in Ahrenshoop gut entwickelt. Die Betten sind seit Jahren nahezu komplett belegt. Mit Kardiologie, Neurologie, Onkologie und Hämatologie sowie Orthopädie gibt es vier Fachrichtungen in der Klinik. Insgesamt arbeiten in der Einrichtung rund 140 Frauen und Männer.

Timo Richter

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