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Seeheilbad schickt Urlauber auf spannende Lichtertour

Zingst Seeheilbad schickt Urlauber auf spannende Lichtertour

Neues Spektakel soll Zingst in der Nachsaison beleben / Unternehmer in dem Ort übernehmen die Hälfte der Kosten / Kurdirektor sieht neues „Wir-Gefühl“

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Produktmanager Kultur in der Kur- und Tourismus GmbH Zingst, Tobias Hammer, sieht im Lichtermeer klassisches Event-Marketing.

Quelle: Timo Richter

Zingst. Durch das Seeheilbad weht ein neuer Wind der Gemeinsamkeit. Mit der Neufassung des Tourismuskonzepts für Zingst, in dessen Vorbereitung manchem Akteur auf der Bühne des Tourismus ordentlich die Leviten gelesen wurden, hat sich ein neues Miteinander, ja ein Wir-Gefühl, vor allem bei Unternehmern in Zingst entwickelt, wie es der Geschäftführer der Kur- und Tourismus GmbH Zingst, Peter Krüger, ausdrückt. Am Ende geht es ums Geld. So springen Unternehmer jetzt in die Bresche und helfen bei der Finanzierung verschiedener Projekte.

In Zingst gibt es mittlerweile eine ganz neues Miteinander, ein echtes Wir-Gefühl.“Peter Krüger, Chef der Kur- und Tourismus GmbH Zingst

Kostenteilung

50Prozent der Kosten für das Zingster Lichtermeer wollen Unternehmer in dem Ort tragen. Die andere Hälfte der Kosten – es handelt sich um einen knapp sechsstelligen Betrag – stemmt die Kommune.

4Tage lang soll Ende Oktober das Zingster Lichtermeer zusätzliche Gäste in der Nachsaison in das Seeheilbad locken.

Für die Verlängerung der Saison haben die Touristiker in dem Ort nun ein Spektakel ausbaldowert, das Ende Oktober vier Tage lang wenigstens 10 000 bis 15000 Gäste nach Zingst locken soll. Von dem Ereignis sollen in erster Linie Anbieter privater Gästebetten oder Campingplatzbetreiber profitieren, sagt Krüger.

Das „Zingster Lichtermeer“ ist eine konsequente Weiterentwicklung der Themen Licht und Fotografie, die in dem Seeheilbad seit Jahren einen hohen Stellenwert genießen. Es geht grundsätzlich um das Anstrahlen von Gebäuden. Damit nicht genug, im Gegensatz zu ähnlichen Ereignissen in ganz Deutschland, wird in Zingst eine Geschichte „draufgesetzt“. Es geht um nicht weniger als den Widerstreit von „Gut“ und „Böse“.

Der Produktmanager Kultur des Zingster Tourismusbetriebs, Tobias Hammer, gerät ins Schwärmen. Die Geschichte führt die Besucher in mehreren „Kapiteln“ quer durch den Ort. Startpunkt ist die Seebrücke. Von dort soll die Lichtertour dann über Strandstraße, Fischermarkt und Postplatz zum Max-Hünten-Haus führen. Gestaltet wird das Spektakel von einer speziellen Agentur aus Berlin.

Mystisch und bedrohlich geht es an der Seebrücke zu, am Schiffsmast auf dem Vorplatz taucht mit Lichtprojektion ein Geisterschiff auf und wird wieder versinken. Von dort geht es zum Steigenberger Strandhotel. Auf dessen Fassade sollen Unterwasseraufnahmen projiziert werden. Die bereiten die Gäste auf den Gang durch den Algengang, das ist die Strandstraße, vor. An einem Restaurant erwartet die Gäste dann die nächste Großbildprojektion. Im kleinen Künstlergarten nahe des Fischerplatzes können sich die Gäste dann auf einen Tanz von Nymphen beziehungsweise Elfen im Nebel freuen. Auf dem Postplatz selbst sind Fotografien die Hauptdarsteller, sie erhalten durch besondere Beleuchtung ganz neue Betrachtungsnuancen. Das Max-Hünten-Haus schließlich bildet schon durch seine moderne Architektur den „Rahmen“ für ein aufregendes Finale des Zingster Lichtermeers. Projektionen auf der Fassade und Lichtkünstler entlassen die Besucher nach der Tour in die Nacht.

Dass dieses Spektakel überhaupt möglich werden kann, ist dem – finanziellen – Engagement von Zingster Unternehmern möglich. Knapp eine sechsstellige Summe, sagt Peter Krüger, sind für die Realisation des Zingster Lichtermeers erforderlich. Weil aber die Unternehmer und Vermieter von Gästebetten von solch klassischem Event-Marketing profitierten, geht Krüger davon aus, dass die Finanzierung des Ereignisses steht. Eine letzte Abstimmung zu dem Projekt soll am kommenden Freitag erfolgen.

An jedem Abend vom 27. bis 30. Oktober soll es zwei Inszenierungen geben. Damit soll den Gästen die Gelegenheit gegeben werden, die komplette Geschichte mitzuerleben. Die Kur- und Tourismus GmbH Zingst als Veranstalterin will mit dem Zingster Lichtermeer einen „Knaller“ nach der Saison zünden, der auch überregional Beachtung findet. Geht es nach Peter Krüger, findet das Ereignis künftig alljährlich statt. Begleitet wird das Spektakel auch vom Social-Media-Team, sodass Interessierte am Computer das Geschehen hautnah verfolgen könnten. Das Seeheilbad setzt beim Marketing verstärkt auf neue Medien und Kommunikationskanäle. Laut Krüger macht sich das für den Ort bezahlt. Das Interesse an Zingst steige durch solche Informationen im Internet sehr stark. Wichtigstes Werbemittel seien aber noch die persönlichen Erfahrungen der Urlauber vor Ort.

Timo Richter

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