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Stromversorger legt Energie auf dem Ostzingst unter die Erde

Zingst Stromversorger legt Energie auf dem Ostzingst unter die Erde

Freileitungen werden nach Ende der Vegetationsperiode abgebaut / Neue Kabel sollen Ende des Monats in Betrieb genommen werden

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Noch heißt es „Augen auf im Flugverkehr“, ab Herbst wird es auf dem Ostzingst ein paar Hindernisse weniger geben.

Quelle: Fotos: Michael Elsholtz

Zingst. Der Energieversorger E.dis macht auf dem Ostzingst den Weg frei für ungehinderten Flugverkehr von Kranich und Gans. Nach Ende der Vegetationsperiode sollen die rund 14 Kilometer Freileitungen zwischen dem Zingster Ortsteil Müggenburg und der Sundischen Wiese abgebaut werden. Der Strom fließt dann durch Erdkabel, die in den vergangenen Wochen verlegt worden sind.

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Freileitungen werden nach Ende der Vegetationsperiode abgebaut / Neue Kabel sollen Ende des Monats in Betrieb genommen werden

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Die neuen unterirdisch verlaufenden Kabelstrecken – auf sechs Kilometern jagt die E.dis 20000 Volt durch die Leitung, auf 1,3 Kilometern sind es 400 Volt – sollen laut Unternehmenssprecher Michael Elsholtz Ende dieses Monats in Betrieb genommen werden. Damit würden die Voraussetzungen geschaffen, um die Mittel- und Niederspannungs-Freileitungen demontieren zu können. Den Umbau des Netzes auf dem Ostzingst lässt sich die Energieversorgerin eigenen Angaben zufolge rund 400000 Euro kosten.

Dieses Projekt ordnet die E.Dis in die Renaturierung des Ostzingst ein. Unter anderem will die Nationalparkverwaltung im Osterwald durch Wiedervernässung die Bildung von Moor unterstützen. Dazu wurde das Wassermanagement neu geordnet (die OZ berichtete). Um die Bebauung in dem Bereich vor Hochwasser zu schützen, wurde der Entwässerungsgraben entlang der Zufahrtsstraße ertüchtigt, also von Sperren befreit und ausgebaut.

Zudem wurde ein neuer Riegeldeich auf dem Ostzingst gebaut. Der ersetzt die alten Wälle, die geöffnet werden, damit bei hohen Wasserständen der Ostsee Teile der Halbinsel in dem Gebiet überfluten können. Unumstritten war diese Maßnahme nicht, erfolgte doch ein erheblicher Eingriff in die Natur innerhalb des Nationalparks. Seinerzeit wurde den Effekten der Renaturierung größerer Stellenwert beigemessen und so der Eingriff in die Natur abgewogen und gerechtfertigt.

Der regionale Energiedienstleister, wie sich die E.dis selbst beschreibt, will dieser Ausrichtung nicht nachstehen. „Darum passen wir unser Stromnetz in diesem hochsensiblen Schutzgebiet den veränderten Bedingungen an“, lässt Elsholtz wissen. Es habe keiner großen Überzeugungsarbeit bedurft, das Renaturierungsprogramm im Nationalpark mit geeigneten Maßnahmen zu unterstützen. Die optisch störenden Strommasten werden nach der Vegetationsperiode sukzessiv demontiert. Und wenn die beiden Schöpfwerke „Mittelhof“ bei Müggenburg und „Osthof“ am Pramort wie vorgesehen in den kommenden Jahren aufgegeben werden, will die E.dis auch den letzten rund 8,4 Kilometer langen Abschnitt einer 20000 Volt-Freileitung zurückbauen.

Kabel unter der Erde

14Kilometer Freileitung auf dem Ostzingst sollen abgebaut werden. Die Demontage der oberirdischen Mittel- und Niederspannungsleitungen beginnt nach dem Ende der Vegetationsperiode.

6Kilometer lang ist das 20000 Volt-Kabel, das in den vergangenen Wochen zwischen dem Zingster Ortsteil Müggenburg und der Sundischen Wiese in die Erde gebracht wurde. Zusätzlich wurde ein 1,3 Kilometer langes 400 Volt-Kabel verlegt.

Timo Richter

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