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Teil des Zingster Friedhofs bleibt „bestattungsfrei“

Zingst Teil des Zingster Friedhofs bleibt „bestattungsfrei“

Wegen veränderter Begräbniskultur wird weniger Platz benötigt

Zingst. Auf dem nördlichen Teil des Zingster Friedhofes sollen nach Willen der Kirchengemeinde keine Bestattungen mehr erfolgen. An die Verwaltung des Seeheilbades erging aufgrund der veränderten Beerdigungsmöglichkeiten der Antrag, Erdbestattungen künftig auf der restlichen Fläche des Friedhofes vorzunehmen. Ziel ist die Senkung von Pflegekosten, die letztendlich auf alle Nutzer des Friedhofes umgelegt werden. Am Donnerstag entscheiden die Mitglieder der Zingster Gemeindevertretung über den von der Kirchengemeinde geäußerten Wunsch.

Wir sind keine Denkmal- behörde. Wir legen das Maß, nicht aber die Art der baulichen Nutzung fest.“Ingo Reichelt, stellvertr. Bürgermeister in Zingst

Ingo Reichelt, stellvertretender Bürgemeister, kann das Ansinnen nachvollziehen. Urnengräber, anonyme Bestattungen, Streuwiesen und nicht zuletzt die Seebestattungen sind verantwortlich dafür, dass immer weniger Friedhofsfläche benötigt werde. Schon jetzt müsse dieses auf lange Sicht angelegte Vorhaben für den vergleichsweise großen Zingster Friedhof entschieden werden.

Dass auf der Fläche später einmal gebaut werde, kann sich Ingo Reichelt nicht vorstellen, schließlich sei die Kirche Eigentümerin der Fläche. Die Kommune übernehme lediglich die Verwaltungsaufgaben.

Verantwortlich seien aber die Entscheidungsträger in vielleicht 25 Jahren.

Mit einem Bebauungsplan und einer Veränderungssperre für das Gebiet „Nördliche Klosterstraße“ soll die Bauleitplanung für das Areal gesichert werden. Dort hatte es in der Vergangenheit viel Ärger um einen Neubau gegeben. Anlieger und Geschäftsleute in den historischen Fischergebäuden in dem Bereich fühlten sich von dem geplanten Neubau geradezu „erdrückt“, zudem werde der letzte Charakter von Zingst als einstigem Fischerort zerstört. Mehr als 520 Bewohner des Seeheilbades hatten sich im vergangenen Jahr mit ihrer Unterschrift gegen das neue Gebäude in der Strandstraße positioniert.

Dazu kamen mehr als 4000 Unterschriften von Urlaubern gegen das Vorhaben (die OZ berichtete).

Mit dem Bebauungsplan und der Veränderungssperre kann laut Reichelt der Charakter des Gebietes erhalten werden. Die Kommune sei allerdings keine Denkmalbehörde. In dem Bebauungsplan werde zwar das Maß der baulichen Nutzung der Grundstücke festgelegt, nicht aber die Art der Nutzung der Gebäude.

Die wird in Zingst bereits mit der Sicherung des Einzelhandels festgelegt. So dürfen in den zur Straße weisenden Erdgeschossen der beiden Einkaufsstraßen keine Ferienunterkünfte vorhanden sein, sondern Handel und Gewerbe. Damit wurde eine drohende Nutzungsänderung verhindert, weil mit Ferienwohnungen eine höhere Rendite zu erzielen sei.

Gemeindevertretung: 3. März, 19 Uhr, Kurhaus Zingst.

 



Timo Richter

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