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Verbands-Aus: Keiner will’s gewesen sein

Dierhagen Verbands-Aus: Keiner will’s gewesen sein

Landrat hatte Prerow mitverantwortlich gemacht / Mehrheitsfraktionen verwahren sich gegen Schuldzuweisung

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Wir waren nicht das Zünglein an der Waage.Christiane Müller, Bürgermeisterin in Dierhagen

Dierhagen. /Wieck. Die Dierhäger Bürgermeisterin hat das Scheitern des Zweckverbandes Maritimer Lückenschluss Warnemünde-Stralsund bedauert. „Mit dem Verband wäre uns vielleicht der große Wurf gelungen“, sagte Christiane Müller (Linke) während der Sitzung der Gemeindevertretung am Mittwochabend. Sie wandte sich gegen die während der Verbandsversammlung vom Borner Bürgermeister Gerd Scharmberg (Bürger für Born) geäußerten Kritik, Dierhagen sei – wie Ahrenshoop – zögerlich bei der Zustimmung zu der neuen Satzung gewesen. „Es ist unverschämt, dass Scharmberg uns so von der Seite anmacht“, klagte sie. „Wir waren nicht das Zünglein an der Waage“, betonte Christiane Müller mit Blick auf das Nein Prerows zu der Satzung mit den darin definierten Zielen.

Einmütig haben auch die Gemeindevertreter von Wieck während ihrer Sitzung das Aus des Zweckverbandes Maritimer Lückenschluss beklagt. Tenor während der Sitzung der Gemeindevertretung am Dienstagabend: So früh hätte Landrat Ralf Drescher nicht aufgeben müssen. Ausdrücklich wurde der Zweckverband als sinnvolles Konstrukt zur Entwicklung der gesamten Region gesehen.

Der Wiecker Bürgermeister Bernhard Evers (Einzelbewerber) hatte während der Verbandsversammlung neben der Mehrheit aufgrund der Absage Prerows an die Satzung, immerhin die Geschäftsgrundlage des Zweckverbandes, keine Zukunft für den Verband gesehen und das Auflösungsbegehren des Landrats unterstützt. Prerow hatte die veränderte Satzung mit den neuen Aufgabenschwerpunkten mit den Stimmen der Fraktionen Gewerbeverein und Handwerker abgelehnt. Drescher hatte vor allem den früheren Bürgermeister Andreas Meller für das Scheitern des Zweckverbandes verantwortlich gemacht.

In einem offenen Brief an Drescher widersprechen Michael Jahncke und Ralf Lohmeier (beide Gewerbeverein) sowie Roman Grzonka (Handwerker) der Darstellung des Landrates. Es sei über die veränderte Satzung und damit verbundene finanzielle Mittel abgestimmt worden, nicht über einen Austritt Prerows aus dem Zweckverband. „Es ging nicht mehr primär um einen Durchstich, sondern um andere touristische Aufgaben, die im Tourismusverband besser angesiedelt gewesen wären, aber von dort seit 20 Jahren nicht erledigt wurden“, heißt es an die Adresse Dreschers.

Ausdrücklich verwahren sich die drei Unterzeichner, dass das Scheitern des Zweckverbandes allein an einer Person beziehungsweise an der Mehrheit der Gemeindevertretung Prerow festzumachen ist.

Timo Richter

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