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Vier Kunstwerke zum Stifterfrühstück

Ahrenshoop Vier Kunstwerke zum Stifterfrühstück

Kunstmuseum Ahrenshoop erhält weitere wichtige Zeitdokumente

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Dr. Katrin Arrieta, künstlerische Leiterin des Kunstmuseums Ahrenshoop, freut sich über die Zustiftung der Dünenlandschaft von Theobald Schorn. Das Bild entstand um 1900. Schorn ist Mitbegründer des Kunstkatens.

Quelle: Foto: Timo Richter

Ahrenshoop. Beim zweiten Stifterfrühstück im Kunstmuseum Ahrenshoop sind vier Kunstwerke in den Besitz des Museums gewandert. Zwei Werke von Dörte Helm und jeweils ein Bild von Kurt Echtermeyer und Theobald Schorn kann die künstlerische Leiterin des Hauses, Dr. Katrin Arrieta, nun der Bestandsliste hinzufügen. „Wunderbare Zeitdokumente“ vervollständigen die Sammlung des Museums.

Dabei ging es während des Stifterfrühstücks erst einmal betont locker zu. In legerer Atmosphäre sprachen die Teilnehmer über das zu Ende gehende Museumsjahr, auch über dessen Wertzuwachs. Knapp eine halbe Million macht der aus, wenn die Zustiftungen, Ankäufe und Dauerleihgaben addiert werden. Effektiv, also auf den Besitz bezogen, steigt der Wert der Kunst in dem Museum um annähernd 120

000 Euro, wie Katrin Arrieta vorrechnet.

Der Clou erfolgte während des Stifterfrühstücks. Drei Werke hatten die Organisatoren besonders auffällig präsentiert. „Ganz wichtige Zeitdokumente“ in der 125-jährigen Geschichte der Künstlerkolonie Ahrenshoop, wie die künstlerische Leiterin des Kunstmuseums attestierte. Sollten die beiden Bilder von Dörte Helm und das Werk Kurt Echtermeyers nicht in den Besitz des Museums gelangen, wären die Zeugnisse künstlerischen Schaffens in der Region auf lange Zeit verloren. Am Ende fand sich ein Rostocker Unternehmer, der seine Zusage gab, dass die drei Werke in den Besitz des Museums gelangen werden. In einer weiteren spontanen Zustiftung vermachte der Besitzer vom Darß dem Museum ein seltenes Werk von Theobald Schorn. Es zeigt eine Dünenlandschaft bei Ahrenshoop. Schorn hatte seinerzeit zusammen mit dem Gründer der Künstlerkolonie Ahrenshoop, Paul Müller-Kaempff, den Kunstkaten konzipiert.

Die künstlerische Leiterin betont vor allem die Bedeutung sämtlicher Werke für die Sammlung des Kunstmuseums. Beispiel Dörte Helm: Die beiden Pastellzeichnungen zeigen eine Dorfansicht sowie eine Bäuerin in der Landschaft. Dörte Helm, einstmals eine der ersten Studentinnen des Weimarer Bauhauses, hat in den leuchtenden, farbenfrohen Bildern die damals ganz neue Mal-Philosophie verewigt und schon damals, entstanden sind die beiden Werke Mitte der 1920er-Jahre, Grundzüge der „Klassischen Moderne“ gezeigt. Während der Restaurierung der Bilder wurde auf der Rückseite der Maloberfläche die Bestätigung gefunden, dass die Bilder in Ahrenshoop entstanden. „Diese Arbeiten gehören hierher“, unterstreicht Katrin Arrieta.

Mit dem Selbstbildnis Kurt Echtermeyers in dessen Atelier erhält ein Werk des Künstlers, das im vergangenen Jahr angekauft werden konnte, eine „ganz wichtige Ergänzung“. Für Katrin Arrieta wird damit die neue Sachlichkeit des Hiddensee-Künstlers dokumentiert. Das Bild entstand 1927.

Der Künstler lebte in großer Armut. Er zog von Ort zu Ort und „bezahlte“ seine Aufenthalte zuweilen mit Bildern, die er auf die Böden von Schubladen malte. So geschehen bei beiden nun im Besitz der Museumsstiftung befindlichen Echtermeyer-Werken. Damit nicht genug, Katrin Arrieta hebt zudem die wundervolle malerische Qualität der Werke hervor. Seitens des Museums wird immer wieder auf ein vertrauensvolles Verhältnis zu Nachfahren von Künstlern oder Nachlassnehmern gesetzt.

Auch in diesem Fall hatten die Besitzer eine starke emotionale Bindung zu den Werken. Statt die zu Geld zu machen, fiel deren Entscheidung dahingehend aus, dass sie ins Museum kommen sollen, wo sie von vielen Menschen gesehen werden können.

Katrin Arrieta zeigt sich begeistert, dass auch aufgrund der jüngsten Zustiftungen immer wieder Überraschendes in dem Museum gezeigt werden könne.

Wertzuwachs in Höhe einer halben Million Euro

4 Kunstwerke wurden dem Kunstmuseum Ahrenshoop während der zweiten Auflage des Stifterfrühstücks zugestiftet. Ein Rostocker Unternehmer hat während der Veranstaltung zugesagt, dafür sorgen zu wollen, dass drei Werke in den Bestand der Stiftung Kunstmuseum Ahrenshoop gelangen sollen.

0,5 Millionen Euro sind die Werke wert, die in diesem Jahr dem Museum vermacht oder als Dauerleihgaben zur Verfügung gestellt wurden.

Timo Richter

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