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Wasserretter markieren Badebereich

Prerow Wasserretter markieren Badebereich

DLRG Prerow weckt Wachtürme aus Winterschlaf / Halbinsel ist bei Rettungsschwimmern sehr beliebt

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Am Strand von Prerow wurden Bojen in Rettungs-Schlauchboote verladen. Die Bojen markieren die Grenze des Badebereichs.

Quelle: Timo Richter

Prerow. Während am Prerower Strand die Zahl der Badegäste sehr überschaubar ist, drängeln sich die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) auf dem Hauptturm. Schon mit acht Schwimmern ist die Station so gut besetzt, dass Wachleiter Gerald Lilie auch schon den ersten Außenturm am Campingplatz besetzten kann. Im Laufe der Woche soll auch der Nebenturm in Höhe der Barmer-Klinik besetzt werden.

Wasserrettung kostet Geld und bringt keinen zählbaren Gewinn.“Mai Bartsch, Einsatzleiterin Küste MV

260 Ehrenamtliche täglich im Einsatz

200Meter vor dem Ufer befindet sich die Bojen, die den Badebereich markieren. Wasserfahrzeuge, aber auch Surfer dürfen den Bereich nicht befahren.

80Rettungstürme in 26 Orten werden in diesem jahr von Schwimmern der DLRG besetzt. Mit dem Beginn der Ferien werden täglich 260 Rettungsschwimmer von 9 bis 18 Uhr im Einsatz sein.

Grund ist eine sechsköpfige Gruppe mit zwei Rettungs-Schlauchbooten, die sich nach dem Wachdienst mit ihren eigens mitgebrachten Booten auf einen internationalen Wettbewerb vorbereiten. Während immer ein Rettungsschwimmer den Strand im Auge behält, wird der Wachturm aus dem Winterschlaf geweckt. Außerdem werden die Bojen zur Abgrenzung des Badebereichs gesetzt.

Mit der Besetzung der Wachtürme an den Stränden auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ist Mai Bartsch sehr zufrieden. Die Einsatzleiterin Küste MV der DLRG sagte auf Nachfrage, dass die Besetzung in der Höhe sichergestellt sei, wie die Kurverwaltungen Rettungsschwimmer angefordert hätten. Das macht sie an der guten Kooperation mit den Einrichtungen auf der Halbinsel fest. So gebe es beispielsweise in Ahrenshoop Restaurants, in denen die Rettungsschwimmer am Essen für die Angestellten teilnehmen könnten. Dann wiederum könnten die Rettungsschwimmer auf der Halbinsel kostenfrei Ausstellungen und Veranstaltungen besuchen. All das sind Zusatzangebote, die die Halbinsel bei Rettungsschwimmern so beliebt machten, ist Mai Bartsch überzeugt.

Hinzu kommen die vergleichsweise guten Unterkünfte für die Rettungsschwimmer. Besonders freut sich die Einsatzleiterin auf die Eröffnung des Rettungszentrums in Prerow, in dem dann die neuen Schlafgelegenheiten für die Rettungsschwimmer zu finden sind.

Zusammen sind das alles Gründe, dass gerade auf der Halbinsel sehr viele Stamm-Rettungsschwimmer auf den Wachtürmen ihren Dienst versehen. „Das bedeutet für die Urlauberorte auch eine größere Sicherheit“, sagt Mai Bartsch. Denn die regelmäßig eingesetzten Schwimmer seien mit den Gegebenheiten vor Ort bestens vertraut. Beispiel Wustrow und Ahrenshoop: Dort bedeuten die Wellenbrecher bei Wind aus bestimmten Richtungen eine große Gefahr für Schwimmer. In Wustrow reise seit vielen Jahren ein Professor an, der unter anderem in Tokio unterrichte. Der Mann habe immer Thüringer Grillwürste im Gepäck, seine Mannschaft sorge für Grillkohle.

Dennoch: Rettungsschwimmer wachsen nicht auf Bäumen, sagt die Einsatzleiterin. Auf der Halbinsel sei das in den Kurverwaltungen längst erkannt worden, und es „wird der rote Teppich ausgerollt“.

Wasserrettung koste Geld, bringe aber keinen zählbaren Gewinn, so Mai Bartsch. Aufgrund der guten Kooperation auf der Halbinsel wurden dort auch besondere Projekte ins Leben gerufen, unter anderem eine Vorform des heutigen Armbändchens, mit dessen Hilfe verloren gegangene Kinder schneller zu den Eltern gebracht werden können, oder der Intensiv-Kurs für angehende Rettungsschwimmer.

Timo Richter

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