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Weniger Straftaten und Verstöße

Zingst Weniger Straftaten und Verstöße

Bilanz für 2015 hat der Saisonrat gezogen. Seit 1995 gibt es dieses Gremium, das sich zum Ziel gesetzt hat, durch „koordinierte Tätigkeit in der Urlaubsregion Fischland-Darß-Zingst“, ...

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Mitglieder des Saisonrates (v. li.): Katrin Kleist, Gerhild Winkler, Carsten Meyer, Birgit Drews, Marco Stoll, Annegret Rönnpagel (vorn), Annette Beil, Gerd Scharmberg, Dietmar Dorst und Sicherheitsdienstleister Winfried Bollnow (SSMV).

Quelle: Susanne Retzlaff

Zingst. Bilanz für 2015 hat der Saisonrat gezogen. Seit 1995 gibt es dieses Gremium, das sich zum Ziel gesetzt hat, durch „koordinierte Tätigkeit in der Urlaubsregion Fischland-Darß-Zingst“, zu der sich auch die südliche Boddenküste mit Barth und Ribnitz-Damgarten zählen, „eine störungsfreie Entwicklung des Wirtschaftszweiges Tourismus zu gewährleisten“. Vertreter von Kommunen und Ämtern arbeiten im Saisonrat mit, Vertreter von Kurverwaltungen, Polizei, Feuerwehr, DRK und DLRG sowie Sicherheitsdiensten.

Von Mai bis August läuft der Bäderdienst, erklärt Thomas Dabel, Leiter der Polizeidirektion Stralsund. Ihn versehen auf der Halbinsel und auf Rügen 23 zusätzliche Polizisten. Trotz steigender Touristenzahl sei die Zahl der registrierten Straftaten rückläufig. „Auf der Seele brennt mir die Frage der Unterbringung der Beamten im Bäderdienst“, so Dabel. Es gebe kaum noch akzeptable und bezahlbare Einzelunterkünfte. Bis nach Stralsund sei man ausgewichen, „da brauchen wir noch Unterstützung“.

Gerhild Winkler vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu), erinnerte sich an eine witterungsbedingt ausgeglichene, aber lange Saison 2015. Dünenabbrüche gab es in Neuhaus und Born zu beklagen, auf der Prerower Düne wollte der Strandhafer nicht überall anwachsen. Geld gebe es zwar für den Aufbau der Dünen, nicht jedoch für ihre Unterhaltung, begründete Winkler Lücken. Wildschweine hätten nach der Eichelmast auf der Suche nach eiweißreichem Futter deutliche Deichschäden verursacht. Probleme gebe es mit uneinsichtige Wohnmobilisten, Hundehaltern und Anglern, die auf Seebrücken Unschönes hinterlassen. Nicht überlaufen waren die Strandparkplätze, ein Grund mag der wachsende Fahrradtourismus sein.

13 500 Gäste betreuten die Nationalparkmitarbeiter im vergangenen Jahr, heißt auch, neue Wege braucht der Park. Die Ranger stellten jedoch weniger Verstöße im Nationalpark fest. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht das Übernachten am Weststrand, ein Zelt musste sogar am Darßer Ort abgebrochen werden. Surfer und Kiter lassen sich öfter zu weit treiben, und so mancher Kranichgucker ging deutlich zu weit bei dem Versuch, den Glücksvögeln nahe zu kommen. So landete im September ein Hubschrauber auf dem großen Werder. Eine Motoryacht fuhr direkt an die Kraniche heran, von der aus zwei Fotografen Aufnahmen machten. Abends flogen zwei Motorgleitschirme dicht über den rastenden Kranichen.

Etwas mehr Wachstunden als 2014 vermeldete Oliver Stachewicz vom DRK Landesverband MV und Wachleiter beim Wasserrettungsdienst Zingst. 126 Mal leistete die DRK-Retter Erste Hilfe, fünf Mal mussten Schwimmer gerettet werden, 33 Mal wurden Vermisste gesucht. „Wir haben mehr Einsätze am Strand als im Wasser“, beschreibt Oliver Stachewicz Ereignisse zwischen Schnittwunde und Blutzuckerentgleisung.

Auch die DLRG stellt Rettungskräfte. Seit 1991 seien rund 830 000 DLRG-Wachstunden zusammengekommen, erläutert Dr. Detlev Mohr, Vizepräsident der DLRG.

Regelmäßig unterwegs sind die Lebensmittelkontrolleure. Dr. Katharina Brehm erläuterte, dass diese im Jahr 2015 bei 566 Kontrollen insgesamt 319 Mängel entdeckt haben, die meist Hygiene und Kennzeichnung betrafen.

Die Halbinsel prägt das Ostseebild in der ganzen Republik, betont Thomas Siewert vom Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst. Die vorläufige Übernachtungszahl für die vergangene Saison (bis zum 31.

Oktober 2015): 4,2 Millionen.

Übernachtungstrends

Aus Dierhagen, Ahrenshoop, Born

(ohne Camping), Wieck, Prerow und Zingst liegen Hochrechnungen der Übernachtungszahlen vor, die außer

in Prerow überall höher ausfallen als für das Jahr 2014.

Zingst führt demnach mit rund 1,7 Millionen Übernachtungen, gefolgt von den Orten Prerow (893 000), Dierhagen (512 000), Born (427 000, ohne Campingplatz), Ahrenshoop (356 000) und Wieck (158 000).

Von Susanne Retzlaff

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