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Wind und Welle verhindern Messarbeit an Seebrücke

Prerow Wind und Welle verhindern Messarbeit an Seebrücke

Brückenstatik zum geplanten Ersatzhafen wird geprüft

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Die Messung der Restwandstärke der Pfeiler der Prerower Seebrücke musste am Dienstag witterungsbedingt abgebrochen werden. Peter Förster macht das Boot transportfertig.

Quelle: Foto: Timo Richter

Prerow. Als Zuwegung zum künftigen Ersatzhafen vor der Prerower Seebrücke, muss der Seesteg deutlich höheren Belastungen standhalten können als derzeit. Ob die Pfeiler das überhaupt tragen können, wird mit einer Messung der Wandstärke an ausgewählten Ständern ermittelt. Ein vierköpfiges Team eines Boots- und Taucherservice aus der Nähe Rostocks musste allerdings gestern witterungsbedingt die Arbeiten auf und unter dem Wasser einstellen. Auffrischender Wind und zunehmender Wellengang machten es den Männern im Boot unmöglich, die Messung der Wandstärke vornehmen zu können, wie Klaus Schütt sagt.

 

OZ-Bild

Bis zum Jahr 2020 soll der Ersatzhafen für den Nothafen Darßer Ort im Nationalpark 135 Meter vor dem Kopf der Prerower Seebrücke in Betrieb gehen.

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Bei den am Montag erfolgten Messungen wurden Wandstärken zwischen 25 und 26 Millimetern gemessen. Ob das für die künftigen Belastungen ausreicht, darüber will Schütt nicht spekulieren. Laut Ingenieur Olaf Möller liegen derzeit überhaupt noch nicht Messwerte in ausreichender Zahl vor. Überhaupt sei die Messung der Wandstärken nur ein kleiner Teil. Der gesamte Überbau müsse auch noch inspiziert werden. Diese Arbeiten erfolgen von einem Ponton samt Gerüst aus. Dafür wird allerdings eine mehrtägige Phase mit Windstille benötigt. Die sei allerdings derzeit nicht in Sicht.

In der laufenden Woche werde es keine weiteren Mess-Arbeiten geben. Möller geht sogar davon aus, dass die Hauptprüfung der Seebrücke nicht wie geplant noch in diesem Monat vollendet werden kann.

Sämtliche Daten werden schließlich im Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt in Rostock gesammelt und von anderen Ingenieuren ausgewertet, er könne somit keine Aussagen zur Standfestigkeit der Seebrücke treffen, so Olaf Möller.

Im Wachturm der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) hatten die Arbeiter derweil ihr Lager eingerichtet. Werkzeug, Taucheranzug und die empfindlichen Messinstrumente in Kisten harren nun auf den nächsten Einsatz.

Für die Messung der aktuelle Wandstärke der Pfeiler muss ein Ultraschallkopf auf eine von Rost und Bewuchs gereinigte Messstelle gehalten werden. Dafür wird eine ruhige Umgebung erfordert. Am Montag war das laut Klaus Schütt der Fall, gestern briste der Wind auf. Selbst unter Wasser war es so unruhig, sodass korrekte Messungen nicht mehr zweifelsfrei erfolgen konnten. Weil es um die Statik der Seebrücke gehe, seien korrekte Messwerte von besonderer Bedeutung.

Gar zentrale Bedeutung für den Ersatzhafens für den Nothafen Darßer Ort 135 Meter vor dem Kopf der Seebrücke hat der bestehende Steg. Der dient künftig als Teil der Zuwegung zu dem Inselhafen.

Weil dort auch der Liegeplatz des Seenotrettungskreuzers „Theo Fischer“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ist, muss der Hafen im Notfall auch mit einem Rettungswagen zu erreichen sein. Auch Fischer müssen ihren Fang und Material von den Liegeplätzen über die Seebrücke „karren“.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird den Hafen bauen, betreiben und die Kosten für den Unterhalt tragen. Das hatte Umweltminister Till Backhaus (SPD) im Vorfeld zugesichert. Der Ersatzhafen soll nach aktuellen Planungen bis zum Jahr 2020 in Betrieb gehen. Gerechnet wird mit Baukosten in Höhe von 20 Millionen Euro.

Das Ostseebad Prerow kann im Zusammenhang mit dem Hafenbau eigene touristisch wichtige Infrastrukturmaßnahmen verbinden und auf eine hohe Förderung, wenn nicht sogar Kostenübernahme durch das Land setzen. Im Gespräch ist unter anderem ein Anleger für ein Fahrgastschiff. In einem Bürgerentscheid hatten im Jahr 2015 gut 52 Prozent der Wahlberechtigten für den Bau des Hafens vor der Seebrücke gestimmt.

Wandstärke der Pfeiler wird mit Ultraschall ermittelt

Restwandstärken von 25 bis 26 Millimeter haben die Mitarbeiter vom Boots- und Taucherservice bis gestern an ausgewählten Pfeilern der Prerower Seebrücke gemessen. Weil der Seesteg künftig ein Teil der Zuwegung zum vorgelagerten Ersatzhafen werden soll, müssen die Ständer künftig deutlich höhere Belastungen aushalten.

Mit einem Ultraschallgerät wird die Wandstärke der tragenden Pfeiler in verschiedenen Höhen über und unter dem Wasserspiegel gemessen. Auffrischender Wind der Stärke 4 und zunehmender Wellengang sorgten gestern für einen Abbruch der Arbeit. Am Montag konnte den ganzen Tag gemessen werden.

Timo Richter

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