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Wustrow: Einschätzung zur Zukunft abgenickt

Wustrow/Prerow Wustrow: Einschätzung zur Zukunft abgenickt

In Prerow sorgt der vom Amt Darß/Fischland beantwortete Katalog für Unverständnis / Abstimmung vertagt

Wustrow/Prerow. Aktive politische Strukturen oder aktives Gemeindeleben top, die sozialversicherungspflichtige Entwicklung eher ein Flop – dennoch erreicht Wustrow bei der sogenannten Selbsteinschätzung im Zusammenhang mit dem Gemeindeleitbildgesetz Mecklenburg-Vorpommern mit 88 von 100 möglichen Punkten einen Top-Wert. Grund für die Abstriche in Sachen regionalem Arbeitsmarkt ist der hohe Altersdurchschnitt in der Fischlandkommune. Von annähernd 1140 Einwohnern ist fast die Hälfte 60 Jahre alt oder älter. Ohne Diskussion haben die Mitglieder der Wustrower Gemeindevertretung die Selbsteinschätzung zur Zukunftsfähigkeit einstimmig beschlossen.

Hoher Altersdurchschnitt

1140 Einwohner zählt das Ostseebad Wustrow. Davon sind annähernd die Hälfte 60 Jahre alt oder älter. In der Folge punktet die Fischlandkommune bei der sozialversicherungspflichtigen Entwicklung, geringer als Kommunen mit anderer Altersstruktur.

88 Punkte erreicht Wustrow bei der vom Amt vorgenommenen Selbsteinschätzung.

Ganz anders an jenem Abend einige Kilometer weiter nördlich. In Prerow hatten die dortigen Gemeindevertreter ebenfalls über die Ergebnisse der Selbsteinschätzung abzustimmen. Das Ostseebad hatte gar 91 Punkte erreicht (die OZ berichtete). „Wir liegen gleichauf mit den anderen Kommunen im Amtsbereich“, sagte Prerows Bürgermeister René Roloff (Wählergemeinschaft Prerows Zukunft). „Wir sind sogar einen Tick besser, weil wir die Schule haben.“

Doch die Einschätzung wurde in Reihen der Gemeindevertreter nicht geteilt. Andreas Meller (Gewerbeverein) nannte die Beschlussfassung unzulässig. Schließlich seien die Unterlagen, immerhin 23

Seiten umfassend, erst kurz vor der Sitzung bei den Gemeindevertretern eingetroffen. Und überhaupt, wie könne eine Selbsteinschätzung der Kommune ohne irgendeine Beteiligung von Gemeindevertretern erfolgen, fragte der erste stellvertretende Bürgermeister. Bei Fragen im einem Bewertungsspielraum müsse das Gremium wenigstens beteiligt werden.

Roloff urteilte darüber anders. Denn beispielsweise die Anzahl der Vereine sei eindeutig feststellbar, und auch bei Fragen mit einem Bewertungsspielraum gebe es Antwortraster, die eine Punktevergabe nicht zur Glücksache mache. „Schönrechnen konnte man sich nicht.“ Die Beantwortung der Fragen sei innerhalb des Amtes Darß/Fischland erfolgt.

Darin sah denn auch Amtsvorsteher Gerd Scharmberg ein Problem. Den Mehrheitsfraktionen in der Prerower Gemeindevertretung, Gewerbeverein und Handwerker, sowie seinem Amtsvorgänger Andreas Meller unterstellte er, dass nicht darauf vertraut werde, dass im Amt eine korrekte Vorlage erstellt wird. Nach der Neuverteilung von Aufgaben von Land auf Kommunen ziere sich die Landesregierung zu sagen, wo sie verwaltungstechnisch stehe, erläuterte Scharmberg. Die Selbsteinschätzung sei in dieser Frage eine Zuarbeit ans Land. Passieren konnte die Vorlage das Gremium dennoch nicht. Einstimmig wurde eine Entscheidung in die nächste Sitzung der Gemeindevertretung vertagt.

Ohne Diskussion haben die Gemeindevertreter einstimmig den Grundsatzbeschluss gefasst, für den neuen Radweg von Wieck nach Zingst mit Querung des Prerowstroms mit einer Solarfähre federführend von Zingst bearbeiten zu lassen. Bürgermeister René Roloff hatte das Vorhaben als Bereicherung für die Region bezeichnet. Die Kosten für das Vorhaben werden entsprechend des touristischen Vorteils aufgesplittet. In diesem Jahr fallen nur Gebühren für einen städtebaulichen Vertrag an. Dann, so die Planungen müsse Prerow ersten Schätzungen zufolge 76000 Euro in den Haushalt für das kommende Jahr einstellen. Die anderen beteiligten Kommunen haben die Trägerschaft bereits abgesegnet.

Timo Richter

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