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Wustrow eröffnet Planverfahren zu Sanierung der Seefahrtschule

Wustrow Wustrow eröffnet Planverfahren zu Sanierung der Seefahrtschule

Die Gemeindevertreter haben einstimmig für das Vorhaben des Investors Fred Muhsal gestimmt / In Hauptgebäude und drei Nebengebäuden sollen 129 Wohnungen entstehen

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Das Gebäude der einstigen Seefahrtschule wird um insgesamt drei Häuser ergänzt, wie die Animation von Ocean Architects zeigt.

Quelle: Timo Richter

Wustrow. Einstimmig haben gestern Abend die Mitglieder der Wustrower Gemeindevertretung dem Entwurf und der Auslegung des Bebauungsplans 18 „Seefahrtschule“ zugestimmt.

Das Projekt wurde ohne weitere Diskus- sion auf den Weg gebracht.“Daniel Schossow (SPD), Bürgermeister

Das Projekt des Investors Fred Muhsal aus Waren/Müritz hat damit die erste Hürde im Genehmigungsverfahren genommen. Eine Diskussion zu dem millionenschweren Vorhaben – rund 20 Millionen Euro sind veranschlagt – hat nicht mehr stattgefunden. Bürgermeister Daniel Schossow (SPD) zeigte sich sichtlich zufrieden über das Abstimmungsergebnis. „Das Planverfahren ist nun eröffnet.“

Erst während der vorangegangenen Sitzung der Gemeindevertretung fand eine umfangreiche Erläuterung des Vorhabens statt (die OZ berichtete). Sowohl Einwohner Wustrows als auch die Gemeindevertreter zeigten sich mit den Vorstellungen Muhsals im Wesentlichen einverstanden.

Mit dem Planverfahren soll die Umnutzung des bestehenden denkmalgeschützten Gebäudes der früheren Seefahrtschule sowie eine ergänzende Neubebauung planungsrechtlich abgesichert werden, heißt es in der Begründung der Beschlussvorlage. Der neue Bebauungsplan wird die Festsetzungen des ursprünglichen Plans ersetzen. Nach einer bereits 2009 erfolgten zweiten Änderung war das Gebiet der früheren Seefahrtschule als „Sondergebiet Infrastruktur und Grünfläche mit der Zweckbestimmung Parkanlage“ vorgesehen. Insgesamt sollen in Haupt- und Nebengebäuden nach derzeitigem Planungsstand 129

Wohnungen entstehen. Der Architekt Christian Klein sprach während der Präsentation von insgesamt 399 Betten in dem Gebäudeensemble. Für die Einrichtung der Wohnungen werden zwei Ausstattungsvarianten angeboten. Damit wird sichergestellt, dass bei Vermietung der Einheiten an Urlauber mit Blick auf die Ausstattung kein Durcheinander beziehungsweise ein stark unterschiedliches Qualitätsniveau herrschen.

Erschlossen wird das Areal über die Lindenstraße, die bisherige Zufahrt wird ein bisschen nach Süden verlegt. Am Grundstücksrand zur L 21 hin werden Parkplätze gebaut. Durch eine teilweise Überdachung sollen die abgestellten Autos für Feriengäste und Bewohner möglichst nicht zu sehen sein. Allein die erst genannte Zahl von 120 Stellplätzen erschien manchem Wustrower als zu gering.

Das gesamte Areal werde auch künftig öffentlich zugänglich sein, versprach Fred Muhsal. Laut Vorlage ist auf dem Erbbaurechtsgelände die Anlage eines öffentlichen unbefestigten Weges vorgesehen. Dazu ist in den Entwurfsunterlagen bereits ein Geh-, Fahr- und Leitungsrecht ergänzt worden. Im Gegenzug für die Einrichtung des öffentlichen Weges erklärt sich die Kommune damit einverstanden, auf einer nicht zum Erbbaurechtsgrundstück zählenden Fläche den Bau eines etwa 145 Quadratmeter großen Laichgewässers als Ausgleichsmaßnahme zuzulassen. Details dazu, welcher Teil eines großen Nachbargrundstücks für die Anlage des Teichs zur Verfügung gestellt werden, sollen laut Schossow in einem eigenen Städtebaulichen Vertrag geregelt. Dieser muss von beiden Seiten unterschrieben sein, bevor als letzte Hürde der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan erfolgt.

Der öffentliche Weg über das Areal hatte für die Gemeindevertreter eine besondere Bedeutung. Schon während der Erörterung des Gesamtvorhabens wurden Befürchtungen laut, dass der bereits bestehende Rundweg beschnitten werden könnte, wenn das Areal künftig nicht mehr öffentlich zugänglich sei.

Zuletzt hatte eine Projektentwicklungsgesellschaft die Planungen für ein Präventionszentrum mit Hotelbetrieb vorangetrieben. Gescheitert war das Vorhaben nach langer Diskussion in den Gremien der Gemeindevertretung letzten Endes an der nicht konkret nachweisbaren Finanzierung des Vorhabens. Trotz einer Verlängerung der Frist zur Vorbereitung eines Bebauungsplanes blieb die Finanzierung offen.

Die Gemeinde machte in der Folge von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch.

Timo Richter

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