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Wustrower Seenotretter fischen erschöpfte Angler aus der Ostsee

Wustrow Wustrower Seenotretter fischen erschöpfte Angler aus der Ostsee

Ablandiger Wind hatte die beiden Männer in sogenannten Belly-Boats auf die See abgetrieben / Ankämpfen gegen den Wind mit Muskelkraft war unmöglich

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Peter Lange aus Martenshagen startet mit einem Belly-Boat zu einem Angeltörn auf die Ostsee, bei ablandigem Wind unterlässt er solche Unternehmungen.

Quelle: Fotos: Timo Richter (2), Archiv

Wustrow. Zwei erschöpfte Angler aus der Nähe von Berlin in sogenannten Belly-Boats hat die Besatzung des Rettungsbootes „Barsch“ am Sonntag aus der Ostsee gerettet.

OZ-Bild

Ablandiger Wind hatte die beiden Männer in sogenannten Belly-Boats auf die See abgetrieben / Ankämpfen gegen den Wind mit Muskelkraft war unmöglich

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Zu verdanken haben sie ihre Rettung vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst einem aufmerksamen Beobachter an Land sowie den freiwilligen Seenotrettern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aus Wustrow. Für die Seenotretter handelte es sich um den ersten Rettungseinsatz dieser Saison.

Die beiden Männer waren am Sonntagnachmittag mehr als anderthalb Seemeilen, das sind rund drei Kilometer, auf die offene Ostsee abgetrieben, teilen die Seenotretter mit. Ausgerüstet waren die Männer lediglich mit einfachen Schwimmhilfen. Die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes „Barsch“ nahm die erschöpften etwa 40-Jährigen an Bord und brachte sie zurück an den Strand nach Ahrenshoop.

Die beiden Männer aus der Nähe von Berlin waren aber so fit, dass sie „guten Gewissens“ am Startort in Ahrenshoop abgesetzt werden konnten, wie DGzRS-Sprecher Bernd Stipeldey auf Nachfrage sagte. Der Einsatz eines Rettungswagens war nicht erforderlich.

Die Männer waren am Nachmittag vom Ostseebad Ahrenshoop aus mit sogenannten Belly-Boats zum Angeln vor der Küste aufgebrochen. Dabei handelt es sich nicht tatsächlich um Boote, sondern um einfache mit Luft gefüllte Schwimmsitze, die mit Hilfe von Schwimmflossen angetrieben werden. Ein Spaziergänger am Strand beobachtete gegen 17 Uhr, wie die beiden Angler nahe Wustrow vom ablandigen Wind der Stärke vier aus Südost erfasst und weit auf die offene Ostsee hinausgetrieben wurden. Per Mobiltelefon alarmierte der Mann die Seenotleitung Bremen der DGzRS.

Bereits wenige Minuten später brachten die freiwilligen Seenotretter der Station Wustrow das Seenotrettungsboot „Barsch“ zu Wasser. Sie nahmen Kurs auf die Angler westlich der Wustrower Seebrücke.

„Sie hatten keine Chance, gegen den Wind anzukämpfen“, berichtet Vormann Karl-Heinz Priebe. Die Seenotretter nahmen die Männer in Höhe des alten Wustrower Leuchtfeuers an Bord. Glücklicherweise waren sie noch nicht unterkühlt.

Peter Lange aus Martenshagen beispielsweise ist häufiger mit einem Belly-Boat auf der Ostsee unterwegs. Gerade bei ablandigem Wind verzichtet er auf so einen Angeltörn, weil das Belly-Boat nur mit Muskelkraft angetrieben wird (die OZ berichtete). Gegen Wind und Wellen könne ein Angler im Belly-Boat nicht lange ankämpfen. Problem sei, dass ein Wegtreiben gar nicht sofort auffalle.

Einige Seemeilen weiter westlich war bereits am Sonntagvormittag der Seenotrettungskreuzer „Arkona“ der Station Warnemünde ebenfalls im Einsatz. Der Angelkutter „Harm“ hatte sich über den internationalen Sprechfunk-Not- und Anrufkanal mit Motorschaden bei den Seenotrettern gemeldet. Mit sieben Menschen an Bord trieb das Schiff manövrierunfähig etwa fünf Seemeilen vor Warnemünde nahe der Ansteuerung des Rostocker Seekanals.

Die „Arkona“ nahm den 15 Meter langen Holzkutter auf den Haken und brachte ihn samt Besatzung und Passagieren sicher nach Rostock-Schmarl, wie die Seenotretter mitteilen.

Von Timo Richter

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