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k-Gestell nach monatelangen Arbeiten offiziell freigegeben

Born k-Gestell nach monatelangen Arbeiten offiziell freigegeben

Der wichtige Wander- und Radweg im Darßwald bei Born wurde für rund 153 000 Euro erneuert / Seit Mitte Februar kann der Weg wieder genutzt werden

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Stamm statt Band: Gernot Haffner, Leiter des Nationalparkamtes, und Umweltminister Till Backhaus sägen das k-Gestell frei.

Quelle: Robert Niemeyer

Born. Sie ist eine der zwei Nord-Süd-Achsen durch den Darßwald und dementsprechend bei Radfahrern, Wanderern und Kutschern sehr beliebt: Seit Mitte Februar kann das sogenannte k-Gestell bei Born, der Weg vom Großen Stern zum Langseer Weg, wieder genutzt werden. Gestern wurde er offiziell eingeweiht. Unter den Augen von Touristikern, Bürgermeistern und Mitarbeitern des Nationalparkamtes zersägten Gernot Haffner, Leiter des Nationalparkamtes, und Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, symbolisch einen Stamm.

Finanziell haben wir alles reingesteckt, was wir haben. Der Weg war in einem katastrophalen Zustand.“ Gernot Haffner, Leiter Nationalparkamt

153000 Euro hat das Land Mecklenburg-Vorpommern für die Arbeiten ausgegeben. „Finanziell haben wir alles reingesteckt, was wir haben. Der Weg war in einem katastrophalen Zustand“, berichtete Gernot Haffner eingangs der Einweihung. Die Betonplatten seien in einem so schlechten Zustand gewesen, dass sie eine Gefahr für die Nutzer des Weges dargestellt hätten. „Und sie waren nicht nationalparkgerecht.“Neben der touristischen Nutzung spiele das k-Gestell auch als Rettungsweg eine wichtige Rolle.

Seit November hatte die Baufirma Döring die alten Platten abgetragen, sie außerhalb des Darßwaldes zerkleinert, und wieder auf dem Weg aufgetragen. 4500 Tonnen Beton wurden recycelt. Ein 2,5 Kilometer langer Abschnitt des Weges wurde so von den Betonplatten befreit. Weitere 1,5 Kilometer sind instandgesetzt worden. Ebenso wurde die Zuwegung zur Jugendherberge Ibenhorst von der Gemeinde Born ausgebessert. Geplant war eigentlich, den Weg bereits im Dezember zu übergeben. Witterungsbedingt verzögerten sich die Arbeiten jedoch.

Doch nun ist alles fertig, pünktlich zur Saison. „Die Region wird um ein touristisches Aushängeschild reicher“, sagte Umweltminister Backhaus. Die finanziellen Mittel seien „nationalparkübergreifend zusammengekratzt“ worden. Das heißt, dass sich das Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft für die Umsetzung der Modernisierung im Darßwald Mittel vom Nationalparkamt Müritz geborgt hat.

Ein Grund für den miserablen Zustand der Betonplatten waren auch etliche Holztransporte. Seit 1991 wurde der Darßwald regelmäßig bearbeitet. „Holzeinschlag, Waldbehandlung, Pflege, das waren die großen Maßnahmen“, so Ralf Oswald, Sachgebietsleiter beim Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft. Dafür wurde das gefällte Holz vermarktet, Lkw transportierten die Stämme über das k-Gestell ab. 2017 wird die Waldbehandlung eingestellt. In diesem Jahr, so Oswald, werde es keine Lkw-Transporte über den Weg geben.

800 Fahrräder täglich

Nach dem großen Windwurf von 1969 wurde der Großteil des k-Gestells als Plattenstraße gebaut, um Holz durch Sand und Moor transportieren zu können.

Eine Zählung im Jahre 2012 ergab im August täglich durchschnittlich 800 Fahrradbewegungen auf dem k-Gestell. Im Jahr sind es schätzungsweise 111000 Fahrradbewegungen.

Auch Kutschentouren führen über diesen Weg.

Seit der Nationalparkgründung 1991 flossen rund 1,9 Millionen Euro Landesmittel in den Wegebau der Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft und Jasmund, weitere 860 000 Euro in Bohlenstege, Schilder und Aussichtsplattformen.

Von Robert Niemeyer

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