Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Freizeitliga: Keiner will mehr in Barth spielen

Barth Freizeitliga: Keiner will mehr in Barth spielen

Der Kunstrasen sei eine zu große Gefahrenquelle. Nun soll die Barther Mannschaft ausgeschlossen werden.

Voriger Artikel
Sechs neue Schutzgebiete in Nord- und Ostsee
Nächster Artikel
Ribnitz hat eine Tourismusmanagerin

Der Schul- und Sozialausschuss begutachtete den Barther Sportplatz. Der gepflegte Rasenplatz liegt genau neben dem Kunstrasenplatz, darf aber nur selten bespielt werden.

Quelle: Lübcke, Detlef

Barth. Anpfiff und Abpfiff: Den Fußballern aus der Freizeitliga reicht es. Sie wollen nicht mehr auf dem Kunstrasenplatz in Barth spielen und drohen damit, die Barther Mannschaft aus der Liga zu werfen. Fast alle Spieler der 14 Mannschaften sind sich einig: „Der Platz ist eine Unfallquelle. Einmal ausgerutscht, ist das Knie kaputt“, sagt Dietrich Brunk aus der Ligaleitung.

Ein neuer Kunstrasen würde eine halbe Million Euro kosten

Es ist eine schier unendliche Geschichte. Seit Jahren wettern Sportler und Stadtvertreter erfolglos gegen den Kunstrasenplatz. Nahezu eine halbe Million Euro würde ein neuer kosten. Eine Menge Geld, die die Stadt Barth nicht besitzt. Und so geht der Streit in die Verlängerung.

Nicht nur, dass der Platz für einen offiziellen Großfeld-Spielbetrieb vier Meter zu kurz ist und die Sportler nur dank einer Sondergenehmigung ihre Liga-Spiele dort austragen können. Er ist auch gefährlich. 18 Jahre ist der Kunstrasen mittlerweile alt. Gefährlich seien die Risse, die sich in den vergangenen Jahren bildeten. An einigen Stellen lösen sich die Linien. Und damit nicht genug. In den künstlichen Rasen wurde Quarzsand eingefegt, der schon bei vielen Spielern für blutige Knie und schmerzhafte Verletzungen führte. Immer wieder wies die Ligaleitung die Verantwortlichen des SV Barth auf die Zustände hin. „Geändert hat sich bis heute nichts. Jetzt müssen wir unsere jahrelangen Drohgebärden in die Tat umsetzen“, erklärt Brunk. Während einer Versammlung beschlossen die Fußballer, wenn sich bis zum Saisonbeginn im März nichts ändert, schließen sie die Barther aus der Freizeitliga aus.

Serienmeister sind enttäuscht von dem Entschluss

Sieben Mal wurden die Vineta-Kicker bislang Meister – auch in der vergangenen Saison spielten sie sich an die Spitze. Der Unbeteiligte könnte annehmen, dass die anderen Mannschaften ihren starken Gegner loswerden wollen. Doch dem widerspricht Dietrich Brunk vehement: „Es würde uns wirklich weh tun, wenn Barth nicht mehr dabei wäre. Die Spieler gehören nämlich zu den angenehmsten Gegnern der Liga. Sie sind sehr sportlich und fair. Es geht ausschließlich darum, dass ich kaum noch ’ne Truppe finde, die sich in der Freizeitliga, in der es hauptsächlich um Spaß am Fußball geht, die Beine kaputt machen will.“

In der Barther Mannschaft stößt der drohende Ausschluss auf Unverständnis. Die Spiele auf einem Feld in der Nachbarschaft, beispielsweise in Bodstedt, auszutragen, würde dem Verein voraussichtlich zusätzliche Kosten bereiten, berichtet Marco Schwarz, der als Vorsitzender des SV Barth spricht: „Die Jungs wollen zu Hause spielen und nicht ständig Auswärtsspiele haben.“ Dass der Platz sanierungsbedürftig sei, stehe außer Frage. „Aber wir reden hier von der Freizeitliga und nicht von der Bundesliga. Und andere Plätze in der Umgebung sind auch nicht perfekt, auch dort gibt es eine Verletzungsgefahr.“ Der Barther Platz sei immerhin eben und frei von Maulwurfshügeln und auch der Nachwuchs und zehn Mannschaften des SV Barth trainieren auf dem Kunstrasenfeld. Die Barther Kicker wollen sich demnächst zusammen setzen und eine Lösung suchen: „Wir müssen sehen, ob es überhaupt noch Sinn macht, weiterhin in der Freizeitliga zu kicken. Aber die Enttäuschung bei uns ist groß“, sagt Schwarz.

Warum es nicht möglich ist, auf dem benachbarten gepflegten Rasenplatz zu spielen, fragen sich die Sportler. Das will Bürgermeister Stefan Kerth jetzt dringend hinterfragen: „Wir prüfen die Möglichkeit“, sagt er und appelliert an eine Einigung: „Es wäre nämlich sehr schade, wenn unsere Mannschaft ausgeschlossen wird.“

Carolin Riemer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Zinnowitz

Die Ü-35-Mannschaft der gastgebenden Eintracht unterliegt vor 200 Zuschauern mit 2:4

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Ribnitz-Damgarten
Beilagen
Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.