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Für mehr Sauberkeit im Stadthafen: Hafenvogt gesucht

Rostock Für mehr Sauberkeit im Stadthafen: Hafenvogt gesucht

Wolfgang Schimmelpfennig hat seinen Job an den Nagel gehängt, noch gibt es keinen Ersatz / Müll weiterhin Problem / Stadt und Polizei einig: Sie brauchen den Vogt

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Der Stadthafen zählt zu den beliebtesten Plätzen in der Stadt. Im Sommer wird er regelmäßig zum Grillplatz für Menschen jeden Alters. Dabei bleibt auch viel Müll zurück. Der neue Hafenvogt soll wieder für Ordnung sorgen.

Quelle: Hannes Ewert

Rostock. Draußen wird es immer kälter und ungemütlicher – Glühwein ersetzt das Grillen in der Abendsonne. Auch im Stadthafen ist wieder Ruhe eingekehrt. Auf den Stufen zum Wasser ist kaum Müll zu sehen. Im Sommer ist der ein Problem. Um für Ordnung, Sauberkeit und Ruhe auf den beliebten Plätzen zu sorgen, hatte die Stadt im Sommer 2015 einen Hafenvogt eingestellt, der aber ein Jahr später die Segel gestrichen hat – wegen einer Stelle mit besserer Bezahlung, wie es heißt. Jetzt gibt es keinen Vogt mehr, aber Bewerber.

 

OZ-Bild

Es hat sich gezeigt, wir brauchen einen Hafenvogt.“Gisbert Ruhnke, Hafenkapitän

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Umfrage: Braucht der Rostocker Stadthafen jemanden, der dort für

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„Es hat sich gezeigt, wir brauchen einen Hafenvogt“, zieht Hafenkapitän Gisbert Ruhnke Bilanz und lobt die bessere Zusammenarbeit – auch mit der Polizei – , seit Wolfgang Schimmelpfennig an der Kaimauer patrouillierte und auf Hinweise der Anwohner reagierte, wenn mal wieder offenes Feuer brannte oder Müll durch den Hafen wehte. Aber jetzt: „Wir können nicht mehr auf alle Hinweise reagieren“, bemängelt Ruhnke. Denn Wolfgang Schimmelpfennig ist nicht länger Hafenvogt, nicht mehr der Mann, der einen Job hat, der „einzigartig in Deutschland ist“, wie Stadt und Hafenamt gern sagen. Nicht nur, dass jetzt der Aufpasser fehlt, Gisbert Ruhnke ärgert sich auch darüber, dass seine Behörde Schimmelpfennig aufwendig eingearbeitet habe. „Das hat uns viel Geld gekostet.“

Kürzlich traf sich der Ortsbeirat Stadtmitte. Ein Tagesordnungspunkt lautete „Saisonauswertung des Hafenvogts/ Stadthafen“. Auch Wolfgang Schimmelpfennig war gekommen, Gisbert Ruhnke ließ zunächst auf sich warten. Dann eine knappe Begrüßung. Schimmelpfennig war allerdings nicht da, um über den Stadthafen zu reden, sondern über seinen Job als Streetworker. Als die „Saisonauswertung“ anstand, ging der ehemalige Hafenvogt und Ruhnke zog Bilanz. Dass man nicht im Besten auseinandergegangen gegangen zu sein scheint, lag in der Luft.

Hat sich die Lage am Stadthafen denn verbessert, seit ein Hafenvogt patrouilliert? Die Polizei Rostock teilt mit: „Aus unserer Sicht gibt es keine Probleme in der Zusammenarbeit mit der Stadt Rostock in diesem Bereich.“ Sprecher André Täschner sagt zudem, „dass die Polizei Rostock glücklich darüber ist, einen direkten Ansprechpartner im Hafen zu haben und auch die kurzen Kommunikationswege sehr schätzt“. So richtig eindeutig ist die Einschätzung nicht.

„Die Beschwerden haben nachgelassen“, sagt Gisbert Ruhnke. Und generell gelte: „Wir haben nicht nur ein Problem mit Jugendlichen, wir haben ein Problem mit allen Menschen.“ An der Holzhalbinsel seien es vor allem jüngere Leute, anderenorts die älteren. Am Südende gebe es auch ab und zu Problem mit Drogen. Die Stadt wollte mit Streetworkern zusammenarbeiten. Und die Polizei kontrolliere mehr.

„Besondere Kriminalitätsschwerpunkte im Bereich des Stadthafens gibt es nicht, schon gar nicht die angesprochenen Drogenprobleme“, teilt diese mit. „Der Einsatz des Hafenvogtes hat sich in den vergangenen 15 Monaten absolut bewährt, denn wir konnten Verbesserungen der Ordnung entlang der innerstädtischen Wasserkanten erzielen“, sagt Finanzsenator Chris Müller (SPD).

Bald soll ein neuer Hafenvogt kommen. „Die Vorstellungsgespräche finden Mitte November statt“, sagt Stadtsprecherin Kerstin Kanaa. Laut Ausschreibung ist die Stelle zum 1. Dezember zu besetzen – 40 Stunden pro Woche, „sicheres Auftreten, selbstständiges Arbeiten, Sozialkompetenz und Redegewandtheit im Umgang mit schwierigen Bürgern“.

Der Hafenvogt kümmert sich um die Flaniermeile

Ein Vogt ist im Ursprung des Wortes ein Sachverwalter oder auch Herbeigerufener. Der Begriff kommt aus dem Mittelhochdeutschen. Heute ist der Vogt ein Bindeglied zwischen Hafen und Behörden.

4 Kilometer lang ist das Stadthafengebiet und erstreckt sich von der ehemaligen Neptunwerft bis zur Holzhalbinsel. Es markiert den historischen Hafen Rostocks. Seit 1991 ist er eine Flaniermeile.

Philip Schülermann

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