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Fundgrube Hotel: Gäste vergessen Kurioses

Rostock Fundgrube Hotel: Gäste vergessen Kurioses

Von der Zahnspange bis zum Quietsche-Entchen – Reiningskräfte entdecken in den Zimmern stets Neues

Rostock. Der Urlaub ist vorbei, die Gäste reisen ab und schließlich werden die Zimmer geputzt. Dabei finden sich häufig mehr als nur benutzte Handtücher und Bettlaken.

Bücher, Zahnspangen, Stofftiere: In Rostocks Hotels wird so einiges vergessen.

Auch im Steigenberger Hotel Sonne gehört es für Reinigungskräfte zum Alltag, das ein oder andere Überbleibsel von Gästen zu finden. „Natürlich haben wir die üblichen Verdächtigen, wie Kosmetik, Rasierer oder Ladekabel“, sagt Marketing-Assistentin Juliane Hemmann. Wirklich teure Dinge oder ideell wertvolle Stücke würden die Gäste jedoch nicht so schnell zurücklassen.

Neben den Klassikern werden auch Lautsprecher, Fahrräder, Paddel oder Fernseher vergessen. „Es ist wirklich spannend, was man beim Putzen alles findet“, sagt Bertha Frieberg vom Blue Doors Hostel.

Die Unterkunft in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt scheint der inoffizielle Sieger im Fundstückesammeln zu sein. Denn hier findet sich nicht nur allerhand Kurioses, sondern vor allem Massen. „Innerhalb nur einer Saison haben sich Unmengen angesammelt“, sagt Frieberg.

Pullover, Schuhe, Kerzen, Bücher, ein Gebiss, ein Quietsche-Entchen, DVDs – die Liste könnte ewig fortgeführt werden. „Gerade durch unsere Gemeinschaftsküche wird auch viel Essbares vergessen. Leider müssen wir viel Verderbliches entsorgen“, sagt Hannes Draeger, einer der Geschäftsführer des Hostels. Sein Kollege Niklas Witt kann nur vermuten, warum manche Gäste so vergesslich sind.

„Dusseligkeit, Stress, Hektik oder sie sehen keinen Nutzen mehr in dem Zurückgelassenen.“ Außerdem werde einiges schon mal bewusst liegen gelassen, weil es nicht ins Gepäck passe. Ein Paddel könne man zum Beispiel nicht so einfach im Flieger mitnehmen.

Doch was geschieht mit den ganzen Fundstücken? „Zu unserem Service gehört, dass wir unseren zahlreichen Stammgästen alles Vergessene nachschicken – auf unsere Kosten selbstverständlich“, sagt zum Beispiel Silke Greven vom Neptun Hotel. Beim Steigenberger ist man da jedoch vorsichtiger. „Wir senden Fundsachen nur auf konkreten Wunsch der Gäste zurück“, sagt Juliane Hemmann. Dies habe auch einen guten Grund. „Hier kann es sonst zu sehr unangenehmen Situationen kommen“, sagt die Marketing-Assistentin. Ein Beispiel: „Man stelle sich vor, man ruft an, und die Person am anderen Ende wusste nichts vom Aufenthalt des Partners. Nicht, dass wir hier ein Geheimnis des Ehemanns aufdecken“, erklärt sie schmunzelnd.

Was die Mitarbeiter des Blue Doors Hostel mit ihren Fundstücken tun, wissen sie noch nicht. „Wir würden uns freuen, wenn die Leute es abholen“, sagt Hannes Draeger. Zwar würden kleinere Funde nachgeschickt werden, wie zum Beispiel Ausweise, Kabel oder Schlüssel. Doch manchmal lasse sich der Besitzer nur noch schwer ausfindig machen oder die Versandkosten seien zu hoch. „Man kann ja nicht mal eben einen Fernseher verschicken“, sagt Niklas Witt. Eines sei jedoch klar: „Wir haben nicht genug Lagerfläche, wenn wir jetzt jedes Jahr so eine große Ausbeute haben“, fügt Draeger hinzu.

Johanna Hegermann

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