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Gericht verurteilt 24-Jährigen wegen Geldwäsche

Ribnitz-Damgarten Gericht verurteilt 24-Jährigen wegen Geldwäsche

Der Wolfshäger wollte eigentlich nur einen Kredit für einen Autokauf und fiel auf Betrüger rein / Er bekam sechs Monate auf Bewährung

Ribnitz-Damgarten. Wegen Geldwäsche musste sich ein 24-Jähriger aus Wolfshagen gestern vor dem Amtsgericht Ribnitz-Damgarten verantworten. Laut Anklage soll David S.* am 9. Dezember 2015 in Stralsund illegal erworbenes Geld weitertransferiert haben.

Der Angeklagte zeigte sich einsichtig. Er habe über eine Online-Kreditplattform 1000 Euro von Privatpersonen für den Kauf eines Autos leihen wollen. Ausgemacht war, dass er dem angeblichen Geldgeber, Herrn Rosch, das Geld in monatlichen Raten in Höhe von 56 Euro zurückzahle.

Allerdings sei auf seinem Konto eine Summe von 4944 Euro eingegangen. Als er bei dem vermeindlichen Leiher telefonisch nachfragte, warum er mehr Geld überwiesen bekommen habe, sei David S.

aufgefordert worden, den Betrag abzuheben und auf ein anderes Konto zu überweisen. Der Hausmeister fiel so einem Computerbetrug zum Opfer, obwohl er bereits selbst skeptisch wurde.

Anstatt der vollen Summe habe er allerdings nur 3300 Euro überwiesen, den Rest verwendete er für den angedachten Autokauf. Es haben Drohanrufe gefolgt, sodass der Angeklagte sich an die Polizei wandte.

Warum er aber nicht sofort zur Polizei gegangen sei, als er bemerkte, dass es sich um Geldwäsche handeln könnte, könne er im Nachhinein nicht mehr erklären. Die Nummer von Herrn Rosch, über die die Kontaktaufnahme verlief, sei stillgelegt worden. Der Angeklagte bereue die Tat und habe ein „schlechtes Gefühl“. Wenn der Geschädigte des Betrugs ausgemacht sei, wolle er ihm das Geld auf jeden Fall zurückgeben.

Staatsanwalt und Richter waren sich einig, dass das Handeln von David S. kaum verständlich sei. „Es war dämlich, dass Sie sich nicht sofort bei der Polizei gemeldet haben und nun hier sitzen und sich verantworten müssen“, sagte Richter Chris Neumann. Da sich der Angeklagte aber geständig gezeigt habe, kam er mit einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten davon. Für Geldwäsche können sonst auch Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren drohen. Richter Neumann mahnte den 24-Jährigen weiterhin, sich zukünftig nichts weiter zu Schulden kommen zu lassen. Denn allein in diesem Jahr wurde er zusätzlich schon zu drei Geldstrafen wegen Betrugs, Diebstahls und Urkundenfälschung verurteilt.

*alle Namen von der Redaktion geändert

Ann-Christin Schneider

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