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Glyphosat: Ausschuss drängt auf Debatte

Ribnitz-Damgarten Glyphosat: Ausschuss drängt auf Debatte

Der Landwirtschafts- und Umweltausschuss Ribnitz-Damgarten drängt darauf, dass das Thema Glyphosat auf die Tagesordnung einer der nächsten Sitzungen der Stadtvertretung gesetzt wird.

Ribnitz-Damgarten. Der Landwirtschafts- und Umweltausschuss Ribnitz-Damgarten drängt darauf, dass das Thema Glyphosat auf die Tagesordnung einer der nächsten Sitzungen der Stadtvertretung gesetzt wird. „Ich möchte, dass sich jeder Stadtvertreter positioniert. So lange eine Gesundheitsgefährdung durch dieses Unkrautvernichtungsmittel nicht ausgeschlossen werden kann, sollte man es nicht einsetzen“, brachte Vorsitzender Ulrich Borchert (CDU/FDP-Fraktion) seine Meinung auf den Punkt. Einem entsprechenden Antrag stimmten am Ende der jüngsten Sitzung des Gremiums alle Mitglieder zu. Auch dem Vorschlag, in die Stadtvertretersitzung ein sachkundiges Mitglied der Bürgerinitiative für Leben, Landwirtschaft, Natur und Tourismus Klockenhagen einzuladen, fand einhellige Zustimmung.

Die Bürgerinitiative wurde 2015 gegründet, nachdem ein Jahr zuvor das Gut Klockenhagen begonnen hatte, das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat einzusetzen. Bereits im Mai dieses Jahres hatte sich Silva Müller mit einem offenen Brief an Bürgermeister Frank Ilchmann (parteilos) gewandt. Das Mittel sei zwar gesetzlich zugelassen, aber niemand könne garantieren, dass es nicht gesundheitsschädlich sei, so die Klockenhägerin. Sie hatte sich direkt an den Bürgermeister gewandt, weil die Bernsteinstadt mit etwa 800 Hektar Land größter Verpächter für das Gut Klockenhagen ist.

Man habe auf einigen Flächen, die vom Gut Klockenhagen bewirtschaftet werden „gesehen, was es heißt, wenn von der biologischen auf konventionell-intensive Landwirtschaft umgestellt wird“, sagte Susanne Wieben von der Bürgerinitiative in der Sitzung des Landwirtschaft- und Umweltausschusses, an der sie als Gast teilnahm.

Sie verwies darauf, dass es ja nicht nur um den Unkrautvernichter allein gehe, auch die Ausbringung von Gülle sei ein Thema, über das geredet werden müsse. Man habe zwar keinen Einfluss auf die „große Politik“, aber auf kommunaler Ebene wolle man als Initiative ein entsprechendes Bewusstsein herstellen.

„Die Mitglieder der Initiative sind erfreut darüber, dass man unsere Sorgen hier sehr ernst nimmt“, sagte Susanne Wieben an die Ausschussmitglieder gerichtet.

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Pflanzenschutzmittel. Es steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Die Zulassung von Glyphosat in der EU läuft am 30. Juni aus.

Edwin Sternkiker

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