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Grüne Oase auf einstigem Stoppelacker

Ribnitz-Damgarten Grüne Oase auf einstigem Stoppelacker

Den Verein der Wochenendgärtner in Pütnitz gibt es jetzt 40 Jahre

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Viel Grün: Links und rechts der Wege liegen lauschige Parzellen.

Ribnitz-Damgarten. Eine grüne Oase, vier Hektar groß: Die Anlage des Vereins der Wochenendgärtner in Pütnitz ist Idylle pur. Generationen sind hier aufgewachsen – jetzt kann der Verein sein 40-Jähriges begehen.

OZ-Bild

Den Verein der Wochenendgärtner in Pütnitz gibt es jetzt 40 Jahre

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75 Parzellen

75 Parzellen befinden sich auf dem vier Hektar großen Gelände des Vereines der Wochenendgärtner Recknitz.

1976 erfolgte die Vereinsgründung, von damals 36 Damgartenern.

25 Quadratmeter groß war der als Laube vorgeschriebene Typenbau „Sonnenstein“. Deren Bau wurde kontrolliert: zwecks Fundamentgröße, Tiefe, Rohbauwänden und Dachausführung.

Wie es anfangs mal aussah, daran kann sich Eberhard Wienbrandt noch gut erinnern: „Damals war hier Stoppelacker“, blickt er zurück. Damals, das war 1976. Der Anglerverein in Damgarten wollte ursprünglich neben dem Angelrevier für jedes Mitglied ein kleines Gartenhäuschen an der Recknitz bauen. Was sich seinerzeit gut mit staatlichen Plänen traf, das Kleingartenwesen zu unterstützen. So gründeten 36 Damgartener dann am 20. April 1976 den Verband der Kleingärtner Recknitz.

Erste Ideen folgten, wie das Gelände, das zuvor unter anderem Rübenfeld der LPG war, eingeteilt werden könnte. Der sogenannte Plan V. Ein Jahr später folgte die Entscheidung, was gebaut wird. Damals wurde Eberhard Wienbrandt Vorsitzender des neuen Vereines. Für mehr als 30 Jahre. Die Gartenhäuschen waren Typenbauten, das war vorgeschrieben. Typ „Sonnenstein“ musste es sein, mit knapp 25 Quadratmetern umbauter Grundfläche. 1980 wurde der Hafenbau angeschoben, mit einer Beckengröße von 1822 Kubikmetern und 45 Liegeplätzen. Übrigens zählt zu den vielen Anekdoten aus 40 Jahren Vereinsgeschichte, dass beim Hafenbau der Bagger absoff, aber mit Unterstützung des sowjetischen Militärs vom benachbarten Fliegerhorst wieder an Land geholt werden konnte.

Seinen heutigen Namen „Verein der Wochenendgärtner Recknitz“ gab sich der Verein 1990. Seit 2007 besteht ein Erbbaupachtverhältnis mit der Stadt – deshalb gelten die sonstigen Nutzungsvorgaben des Kleingartengesetzes für die Vereinsparzellen in Pütnitz nicht. Ein Vereinsheim entstand, ein Festplatz wurde angelegt, ein Spielplatz gebaut. Das Vereinsheim stand früher mal in Rostock, erzählt Eberhard Wienbrandt. Als Pavillon der IGA. „Wir haben uns dann erkundigt, ob wir ihn haben können“, erzählt Eberhard Wienbrandt. Der Pavillon wurde in Rostock ab- und in Pütnitz wieder aufgebaut.

Heute ist die Vereinsanlage ein Ort mit 75 Parzellen, auch der Recknitzer Wassersportverein hat hier sein Domizil. Auf den Grundstücken gibt es viele Obstbäume, insektenfreundliche Pflanzungen, die Bienen eines benachbarten Imkers fliegen regelmäßig die Anlage an.

Viele Parzellen-Nutzer sind schon seit Jahrzehnten hier. So wie Familie Pfeiffer, die mit zu den Gründern gehört. Das Zusammenleben in der Anlage sei sehr harmonisch, fasst Klaus Pfeiffer zusammen:

„Man kennt ja viele hier.“

In den Anfangsjahren, erzählt Anne Sorge, konnte sie von ihrem Garten bis zum Anglerhafen durchgucken. Jetzt ist jede Menge Grün dazwischen, die grüne Oase ist gewachsen. Im Frühsommer 1977 hatten sie gehört, dass in Damgarten Gärten zu haben seien, erinnert sie sich. „Da war hier noch Acker, ohne Bäume“, erzählt sie. Seither ist viel geschaffen worden. Wie auch die anderen Vereinsmitglieder hat Anne Sorge für ihre Parzelle einen Pachtvertrag, der auf 99 Jahre ausgelegt ist und quasi einem Grundstückseigentum gleich kommt. Restriktionen gibt es für die Nutzung wie erwähnt nicht – so sind auch zu den einstigen Sonnenstein-Typenhäuschen viele An- und Umbauten hinzu gekommen.

Obwohl viele Familien schon lange ihre Parzellen nutzen, gibt es trotzdem Wechsel. „Junge Leute sind nachgerückt, teils mit Kindern. Das finde ich schön“, freut sich Anne Sorge. Links und rechts der Wege, die Vogelnamen tragen, erstrecken sich lauschige, gepflegte Grundstücke.

Der Zusammenhalt hat sich bei der 40-Jahrfeier gezeigt. „Hier ist Gemeinsinn zu spüren“, lobt der stellvertretende Vereinsvorsitzende Burkhard Heise dort das Miteinander in der Anlage. Lob gibt’s auch von Bürgermeister Frank Ilchmann: „Was die Mitglieder geschaffen haben, das ist beeindruckend. Diese Anlage wirkt wie ein Park. Das ist eine schöne Werbung für unsere Bernsteinstadt.“

Peter Schlag

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