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Halbe Million aus Schwerin für Kinderbetreuung

Bad Sülze Halbe Million aus Schwerin für Kinderbetreuung

Jugendhilfeausschuss des Kreises hat getagt / Gemeinden sollen bis Freitag melden, wie viele Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund per 1. 11. 2015 in den Kitas waren

Bad Sülze. 507 812 Euro bekommt Vorpommern-Rügen jetzt vom Land, um die Betreuung in den Kindertagesstätten zu verbessern. Der Geldregen hängt damit zusammen, dass diejenigen Mittel, die eigentlich für das sogenannte Betreuungsgeld vorgesehen waren, nicht ausgeschöpft wurden.

Wie das Geld nun innerhalb Vorpommern-Rügens verteilt wird, war am Montagnachmittag das Schwerpunktthema im Jugendhilfeausschuss des Kreistages.

Zur Verwendung der halben Million Euro wird ein Rahmenvertrag zwischen dem Land und dem Landkreis abgeschlossen. Dieser soll ein Thema in der nächsten Kreistagssitzung sein, merkte die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Kathrin Meyer (CDU), an. Wobei die Landesregierung genaue Vorgaben macht, die auch landesweit umzusetzen sind: Das Geld ist für die Verbesserung der Kinderbetreuung einzusetzen. Und zwar entsprechend der Zahl der Kinder mit Migrationshintergrund in den jeweiligen Kindertagesstätten, erläuterte die stellvertretende Landrätin Carmen Schröter im Jugendhilfeausschuss. Als Ausgleich für den Mehraufwand, den die Gemeinden mit der Betreuung haben.

Wie sieht die Verfahrensweise dabei aus, wollte Frank Hunger wissen. „Alle Gemeinden werden jetzt abgefragt“, so Carmen Schröter. Bis zum Freitag dieser Woche, das heißt zum 1. Juli, sollen die Gemeinden über die Ämter an den Landkreis melden, wie viele Kinder mit Migrationshintergrund sie zum Stichtag 1. November vergangenen Jahres in ihren Kitas betreut hatten.

Wobei diese Verfahrensweise den Anteil betrifft, den die Gemeinden von den 507 812 Euro abbekommen. Insgesamt sind das 204 283 Euro.

Die weiteren 303 529 Euro gehen direkt an den Landkreis. Auch dieses Geld wird für die Betreuung von Kindern mit Migrationshintergrund verwendet, so die Aussage im Jugendhilfeausschuss. Damit will der Kreis den Mehraufwand dafür ausgleichen, dass mehr Kinder betreut werden, so Fachdienstleiterin Dörte Heinrich. Gedacht ist das Geld konkret für die Übernahme der Elternbeiträge.

Landesweit liegt Vorpommern-Rügen übrigens, was die Höhe der Zuweisung betrifft, im Mittelfeld. Die höchste Summe bekommt mit einer Million Euro Rostock. Gefolgt von Vorpommern-Greifswald mit 714 456 Euro.

In der Sitzung wurden am Montag auch Gelder für die Jugendarbeit vergeben. Dies betrifft zum Beispiel die Jugendberufshilfe, die die Bad Sülzer JAM GmbH leistet, sie erhält 21 890 Euro für Sachkosten. In Stralsund wird die Jugendsozialarbeit im Speicher am Katharinenberg mit 3474 Euro unterstützt. 5000 Euro sind als Zuschuss für das Kinderdorf Steinhagen gedacht, das am 25. Juli beginnt.

4410 Euro gibt der Landkreis als Förderung für ein Schwimm-Ferien-Camp, das die Ortsgruppe Bergen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) plant.

4,5 Millionen landesweit

2012 ist das Betreuungsgeld beschlossen worden. Es ist als Sozialleistung für Familien gedacht, die ihre Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr betreuen, ohne öffentlicher Angebote wie etwa Kindertagesstätten in Anspruch nehmen.

4,5 Millionen Euro aus nicht verbrauchtem Betreuungsgeld werden jetzt in Mecklenburg-Vorpommern ausgereicht. Nächstes Jahr soll es dann 10,356 Millionen Euro geben, 2018 weitere 11,64 Millionen Euro.

Peter Schlag

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