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Hallensport ist in Rostock nur eingeschränkt möglich

Rostock Hallensport ist in Rostock nur eingeschränkt möglich

Senioren beklagen, dass sie während der Sommerferien nicht trainieren können / Hansestadt lässt Gebäude reinigen / Nur acht Hallen der Wiro sind geöffnet

Rostock. Kein Sport für Freizeitgruppen im Sommer: Da die Stadt einen Großteil ihrer Turnhallen während der großen Ferien schließt, stehen die Senioren vor verschlossenen Türen. Viele sind verärgert, da sie auf Sport in überdachten Räumen angewiesen sind und ihr Training nun für sechs Wochen unterbrechen müssen. Aus personellen, zeitlichen und finanziellen Gründen habe sich die Stadt für diese Variante entschieden. Glück haben dagegen diejenigen, die beim Wohnungsunternehmen Wiro untergekommen sind.

„Grundreinigungen und Instandhaltungsmaßnahmen der Sportstätten sowie die Urlaubs- und Ferienzeit der Mitarbeiter in den Sportstätten und in der Verwaltung lassen eine Öffnung der Sportstätten für eine periodische Nutzung nicht zu“, teilt Stadtsprecher Ulrich Kunze mit. Außerdem werde der Reinigungsdienst der in den Ferien geschlossenen Sportstätten ausgesetzt, so Kunze.

Übungsleiter Roger Wagner (76) kann mit dieser Aussage nicht leben. „Ich bin wütend über diese Entscheidung. Bisher hatte es immer geklappt, dass wir eine Halle in den Sommerferien nutzen konnten.

Ich frage mich, warum dies nicht mehr möglich ist“, sagt er.

Vom Rostocker Amt für Schule und Sport soll ihm mitgeteilt worden sein, dass nur zwei Hallen in den Sommerferien geöffnet sind. Und die seien ausschließlich den Leistungssportlern vorbehalten. „Dabei haben wir viele Sportarten, die wir nur in der Halle ausüben können. Man kann doch die Tischtennisspieler nicht draußen spielen lassen“, so Wagner. Außerdem seien in seiner Basketball-Gruppe viele Mitglieder, die älter als 70 Jahre alt sind. Er habe auch vom Mitgliedern der Gymnastikgruppe vom Leichtathletikverein gehört, dass auch sie in den Ferien keinen Sport machen können.

„Hier sind teilweise Leute dabei, die 80 Jahre und älter sind. Dabei ist es doch so wichtig, im hohen Alter sich regelmäßig zu bewegen“, sagt der Übungsleiter.

Viele seiner Mitspieler können also in den Ferien nicht trainieren. „Nach den sechs Wochen fangen wir alle wieder vom Fitnessstand bei Null an“, so Roger Wagner. Dabei ist nur regelmäßiger Sport sinnvoll. Dies sagen auch Experten von der Krankenkasse AOK Nordost.

„Sportliche Betätigung ist in jedem Alter sinnvoll und wichtig. Regelmäßige Bewegung kann bis ins hohe Alter das körperliche Wohlbefinden verbessern, das Herz-Kreislauf-System stärken und Krankheiten vorbeugen“, so Sprecherin Gabriele Rähse. Außerdem sei es wichtig, sich bei sportlicher Betätigung nicht zu lange in der Sonne aufzuhalten.

Obwohl die Sportstätten in den Sommerferien, zum Jahreswechsel und an gesetzlichen Feiertagen geschlossen sind, kann das Schulamt über sportbedingte Ausnahmen entscheiden. „Wir hatten gehofft, dass, wenn unsere Halle vorübergehend geschlossen wird, wir eine Ausweichmöglichkeit bekommen. Immerhin zahlen wir auch ganzjährig einen Hallen-Beitrag. Bei uns gibt es anscheinend keine Ausnahme“, so Wagner.

Im Stadtgebiet sind aber nicht alle Sportstätten geschlossen. „Wir betreiben acht Sporthallen an sechs Standorten, den Sportpark in Gehlsdorf mit Schwimmhalle und Fußball-Außensportplätze im Damerower Weg“, sagt Wiro-Sprecherin Dagmar Horning. Außer bei regulären Pausenzeiten für Reparaturmaßnahmen, seien alle Wiro-Hallen ganzjährig geöffnet. Die Rostocker Nasenbären bereiten sich derzeit in der Wiro-Halle in der Danziger Straße auf die neue Saison vor. „Wir sind froh, dass wir hier trainieren können“, meint der Vorsitzende Christian Ciupka.

Roger Wagner appelliert nun an die Bürgerschaft, eine Ausnahmeregelung für die Hallennutzung so zu ändern, dass auch Seniorengruppen im Sommer Sport machen können.

Mathias Otto

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