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Hans Erichson holte Gold des Nordens ins Damenstift

Ribnitz-Damgarten Hans Erichson holte Gold des Nordens ins Damenstift

Der langjährige Leiter des Bernsteinmuseums Ribnitz-Damgarten feiert heute seinen 90. Geburtstag

Ribnitz-Damgarten. Hans Erichson, der langjährige Leiter des Bernsteinmuseums, wird am heutigen Tag 90 Jahre.

 

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Hans Erichson (Mitte) und Bernsteindrechslermeister Werner Lux (r.) in einer Aufnahme von 1994.

Quelle: Deutsches Bernsteinmuseum

„Zu diesem besonderen Ehrentag möchten wir ihm ganz herzlich gratulieren und ihm vor allen Dingen viel Gesundheit wünschen“, sagte Axel Attula. Sein „Lebenswerk“, das Bernsteinmuseum, sei „zu einem prägenden und zentralen Ort unserer Stadt geworden“, macht der wissenschaftliche Leiter des Museums deutlich.

Attula weiter: „Die Gebäude im einstigen Kloster bewahren heute eine der umfangreichsten Sammlungen zur Natur- und Kulturgeschichte des baltischen Bernsteins. Unsere Stadt hat sich touristisch ganz auf das Thema Bernstein konzentriert. Was Ernst Garduhn 1963 mit einem kleinen Bernsteinraum begonnen hat, ist heute ein international anerkanntes Spezialmuseum, dazu legte Hans Erichson mehr als nur den Grundstein.“

Selbst in einem alten mecklenburgischen Strohdachkaten in Bartenshagen groß geworden, prägen die Bilder der Kindheit für die späteren Aufgaben. Nach dem Tod des Vaters zieht die Familie nach Retschow, hier beendet er die Volksschule und besucht ab 1941 die Lehrerbildungsanstalt in Neukloster, dann in Güstrow.

Im Frühjahr 1944 wird er Soldat und gerät im Mai 1945 in amerikanische Gefangenschaft. Im November 1946 wird Hans Erichson Neulehrer in Nustrow bei Tessin. Eine schwierige Aufgabe für einen gerade 20-Jährigen, alle acht Jahrgänge in einem Klassenraum allein zu unterrichten. Hier schreibt er seine erste heimatkundliche Arbeit über die Entwicklung des Dorfes Nustrow.

Nach der 2. Lehrerprüfung wechselt er von 1950 bis 1956 als Schulleiter nach Steffenshagen. In dieser Zeit bewältigt er auch ein Fernstudium als Geographielehrer. 1956 wird er Lehrer in Ribnitz.

Im April 1966 übernimmt Hans Erichson das Ribnitz-Damgartener Heimatmuseum als ehrenamtlicher Leiter. Ab 1970 kann er sich dieser Aufgabe dann hauptamtlich widmen.

Die Spezialisierung der Ausstellung auf das Thema Bernstein treibt er konsequent voran. Als 1972 eine bedeutende Privatsammlung erworben werden kann, ist ein sicherer Grundstock gelegt. In dieser Zeit ist auch der Denkmalhof in Klockenhagen eine Außenstelle des Museums und Hans Erichson ist unermüdlich unterwegs, den Gebäudekanon zu erweitern.

1975 wird aus dem Heimatmuseum das Bernsteinmuseum. Als am 1. Mai 1987 das neue Museum im Kloster 1-2 eröffnet wird, ist das sicher ein Höhepunkt seines Berufslebens. Mit viel Geschick leitet er das Museum auch über die turbulente „Wendezeit“ bis zu seiner Pensionierung 1991.

Seine 1997 veröffentlichte Aufsatzsammlung zur Geschichte der Städte Ribnitz und Damgarten vereint seine langjährige Forschungsarbeit zu heimatgeschichtlichen Themen.

es

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