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Hier zählt die Gemeinschaft

Dettmannsdorf Hier zählt die Gemeinschaft

Die freie Schule hat 2005 eröffnet / Etwa 270 Schüler lernen dort heute in kleinen Klassen / Im Sommer wird der Neubau eingeweiht

Dettmannsdorf. Mit gerade einmal elf Schülern in einer 5. Klasse hatte die Evangelische Schule Dettmannsdorf im Jahr 2005 ihren Unterricht begonnen.

 

OZ-Bild

Im Chor üben die Schüler mit Musiklehrer Julian Lange Lieder, die vor allem bei den Andachten gesungen werden.

Quelle: Foto: Michaela Krohn

Neuer Schulbau

2,8 Millionen Euro kostet der Schulneubau der Evangelischen Schule Dettmannsdorf. Das Geld kommt anteilig aus einem EU-Fördertopf, der Evangelischen Schulstiftung der EKD, einer Software-AG-Stiftung und von der Gemeinde.

Die Bauarbeiten laufen seit April 2016 und sollen im Juli beendet werden. Pünktlich zum neuen Schuljahr können die Grundschüler dann dort einziehen.

Viele Projekte und Förderung

Individuelles Fördern und Fordern der etwa 270 Schüler soll an der Evangelischen Schule durch kleine Klassenstärken , differenzierte Lernangebote und zusätzliches pädagogisches Personal in einzelnen Unterrichtsstunden gewährleistet werden. Ab Klasse 1 ist es so möglich, Musikalschulstunden zu belegen und ein Instrument zu lernen.

Fürsorge steht im Mittelpunkt

Die Pädagogik ist bestimmt vom christlichen Menschenbild. Die Fürsorge für den Nächsten und das friedliche Miteinander stehen im Mittelpunkt der Persönlichkeitsbildung. Die Konzeption soll die Individualität jedes Kindes berücksichtigen. Kleine Klassen sollen dem einzelnen Schüler viel Aufmerksamkeit und Unterstützung zukommen lassen.

Gute Ausstattung

Ab August stehen eine neue Bibliothek, Cafeteria, Lehrküche sowie Kunst-, Musik- und Werkraum zur Verfügung. Die Gemeinschaftseinrichtungen sollen für die Bewohner der Region und in der Ferienzeit als Jugendwanderquartier angeboten werden. Das Bildungsangebot der Schule, des Dorfes und der Region soll nachhaltig ausgebaut werden.

Schulessen nach Wunsch

Die Mittagsversorgung der Schüler übernimmt der Regionalverband Warnow-Trebeltal des Arbeiter-Samariter-Bundes. Es stehen jeden Tag zwei Essen zur Auswahl. Eines ist vegetarisch. Einmal in der Woche können die Schüler sich ein Essen ihrer Wahl wünschen. Der Speiseplan ist online auf der Website der Schule einsehbar.

Inzwischen lernen um die 270 Kinder an der freien Schule. Und: Die Schule wächst weiter.

„Wir wollten das alte Schulgebäude damals wieder aufleben lassen“, sagt Schulleiter Thomas Kellner, wenn er auf die Anfänge der freien Schule in Dettmannsdorf von vor knapp zwölf Jahren blickt. „Als dann klar war, dass wir auch Grundschüler bekommen, haben wir erst einmal Container für den Unterricht gebraucht. Die sind natürlich gut ausgestattet und geheizt.“, sagt er. Das war vor etwa drei Jahren. In den Containern lernen die Kinder noch heute. Jedoch nicht mehr lange: Zum Schuljahr 2017/18 wird ein Erweiterungsbau direkt neben dem bisherigen Gebäude eröffnet.

Die Bauarbeiten sind zurzeit in vollem Gange. Baustart war im April 2016. „Dort entstehen Kreativräume, eine Holz- und Metallwerkstatt, eine Cafeteria, Lehr- und Ausgabeküche“, sagt Stefan Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Schulfördervereins und Bürgermeister von Dettmannsdorf-Kölzow. Es gibt außerdem einen Proberaum für Schülerbands. Vor etwa drei Jahren wurden bereits die Außenanlagen und das bisherige Schulhaus saniert.

Schule ist Teil der Gemeinde

An der Evangelischen Schule Dettmannsdorf können die Schüler ihre Berufsreife und die Mittlere Reife machen. Es gibt zudem einen Hort. Dabei steht eines an der Schule immer im Mittelpunkt des Handelns: das christliche Menschenbild. „Besonders die Gemeinschaft ist uns wichtig“, sagt Thomas Kellner, der inzwischen im fünften Jahr Schulleiter ist und selbst Mathematik, Physik und Astronomie unterrichtet. Wichtig sei es zudem, die großen Höhepunkte im Jahr zusammen zu feiern. „Wir wollen ein Teil der Gemeinde sein“, sagt Kellner.

Dazu gehört zum Beispiel, dass der Schulchor zu den Andachten Lieder vorträgt. Musik- und Religionslehrer Julian Berg probt einmal in der Woche mit dem Chor. Es sind auch mal spanische Lieder dabei.

Stella Baranowski eine der Chorsängerinnen. Über ihre Schule sagt sie: „Ich finde es gut, dass die Klassen hier nicht so groß sind. Der Unterricht macht eigentlich immer Spaß.“ Die Zwölfjährige mag vor allem den Sport- und Matheunterricht.

Ein paar Räume weiter geht es bunt zu. Die Näh-AG stellt zurzeit Babydecken für die Frühchenstation des Güstrower Krankenhauses her. Auch Willi Becker, Lars Mahler und Jeff Fresen sind in diesem Nachmittagskurs. Gemeinsam zeichnen sie die Umrisse und schneiden die Stoffe zurecht.

Der Zulauf ist groß

Bürgermeister und Vorsitzender des Schulfördervereines Stefan Schmidt fasst zusammen: „Wir haben schon einen langen Weg hinter uns, sind jetzt im zwölften Jahr mit der Schule.“ Im kommenden Schuljahr sollen noch zwei neue erste Klassen hinzukommen. „Der Zulauf ist groß, wir haben trotz der neuen Klassen eine Warteliste“, sagt Schmidt. Schweren Herzens müsse die Schule immer noch Kinder abweisen.

„Wir wollen unsere Klassenstärken aber nicht weiter überschreiten“, erklärt Schmidt.

Gesucht werden zusätzlich auch neue Lehrer. Die Schule will ihr Team vergrößern. Zurzeit laufen schon Bewerbungsgespräche. „Wir können schon jetzt optimistisch in die Zukunft und das neue Schuljahr schauen“, ergänzt der Bürgermeister. Die Schule sei gut aufgestellt, wolle vermehrt leistungsorientiert mit den Schülern arbeiten und vor allem die Angebote erweitern.

Betreuung über den ganzen Tag

Die evangelische Schule bietet eine ganztägige Betreuung für die Kinder an und ist von 6.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Unterricht beginnt um 8 Uhr und geht bis 15.30 Uhr. Seit drei Jahren werden dort auch Grundschüler in zwei Klassen unterrichtet. Jugendliche können in Dettmannsdorf die Mittlere Reife und die Berufsschulreife erlangen.

Michaela Krohn

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