Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Hochbetrieb in der Igelkiste

Kirch Baggendorf Hochbetrieb in der Igelkiste

Futtermangel nach Trockenheit: Viele schwache Tiere müssen aufgepäppelt werden

Voriger Artikel
Wohnung ausgebrannt: Vom Mieter fehlt jede Spur
Nächster Artikel
Klinik investiert 1,7 Millionen Euro

Christiane Uecker mit einem Igelbaby, das allein den Winter nicht überleben würde.

Quelle: Almut Jaekel

Kirch Baggendorf. Was für ein Jahr! Viel zu kleine, viel zu viele kranke Igel – und das schon seit Wochen. Die Igelkiste Kibado in Kirch Baggendorf im Trebeltal ist rappelvoll. Mehr als 40 stachlige Gesellen werden zur Zeit in der Igelkiste von Christiane Uecker und ihrem Mann Bernd betreut, in der seit 2013 verwaiste, kranke, verletzte und untergewichtige Igel sowie Igelsäuglinge aufgenommen, aufgepäppelt und gesundgepflegt werden.

Jüngster Zugang ist ein kleiner Igeljunge aus einem Elmenhorster Kellerloch: Am Feiertag kam das von Maden und Zecken geplagte Stacheltier nach Kirch Baggendorf, wurde untersucht, erhielt erste Hilfe und nahm Christiane Uecker sogar gleich etwas Igelmilch ab. „Kuhmilch ist für Igel tödlich“, warnt die Fachfrau. Fencheltee und Hundewelpen-Trockenmilch bekomme den Igelbabys aber gut. Und nachdem der kleine Mann sich sattgetrunken hatte, machte er es sich auf einer Wärmflasche bequem und schlief ein.

Nicht so gut war es mit einem Zugang nur eine Stunde zuvor ausgegangen: „Am Montagnachmittag hatte uns jemand anonym einen Karton mit einem total zerrissenen Igel vor die Tür gestellt. Wir waren sehr geschockt als wir nach Hause kamen“, beschreibt Christiane Uecker. Für den Igel kam jede Hilfe zu spät. „Wir haben ihn nur erlösen können“, sagt sie.

Bei nur 16 der Igel ist sich Christiane Uecker sicher, dass sie noch vor dem Winter wieder in die Natur entlassen werden können. Mindestens 600 Gramm sollten sie bis Ende Oktober wiegen, damit sie während des Winterschlafs nicht verhungern. Die meisten Bewohner der Igelkiste sind deshalb viel zu klein. „Es gab einfach kein Futter, auch für die Elterntiere, weil es zu trocken war“, sagt Bernd Uecker. Igelbabys würden in der Igelkiste so zwischen zehn bis 30 Gramm pro Tag zunehmen, dafür müssen sie aber auch alle vier Stunden gefüttert werden. Anfangs mit einer Spritze, ab etwa einem Monat fressen sie Milch und Katzenfutter. „Und abends ein Rührei“, verrät Christiane Uecker. „Mit Muttermilch nehmen die Kleinen viel schneller zu“, ist sich Tierarzt Bernd Uecker sicher. Deshalb müssen die meisten kleinen Igel über den Winter in der Igelkiste bleiben.

Einige dürfen aber wieder in die Natur. Dafür suchen Ueckers nun tierliebe Menschen, die einen Igel im Herbst aufnehmen würden. Am besten auf einem ruhigen Grundstück ohne Hund“, wünscht sich Christiane Uecker.

Almut Jaekel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Wustrow

Erster Spatenstich für Deichbau entlang der L 21 bei Wustrow erfolgt

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Ribnitz-Damgarten
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.