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In der Schubkarre über die Recknitz

Marlow In der Schubkarre über die Recknitz

Fröhliche Wettkämpfe zum 90. Geburtstag des Marlower Anglervereins

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Geschickt stellten sich die Teams des ersten Marlower Schubkarrenrennens an. Niemand ließ seinen Partner in die Recknitz fallen.

Quelle: Fotos: Volker Stephan

Marlow. Es war ein nasses Vergnügen: Die Wettkämpfe auf der Recknitz, die anlässlich des Sommerfestes des Anglervereins „An der Recknitz“ e.V. Marlow am Sonnabend stattfanden. Drei Mannschaften paddelten nacheinander mit einem Ponton über eine 200-Meter-Distanz um die Wette. Der Kraftaufwand war enorm, um über die Runde zu kommen. Unter den anfeuernden Rufen des Publikums konnte das Team des Anglervereins seinen Heimvorteil ausnutzen und klar siegen.

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Fröhliche Wettkämpfe zum 90. Geburtstag des Marlower Anglervereins

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Sehr spaßig ging es auch beim ersten Marlower Schubkarrenrennen zu. Erstaunlich viele Schubkarrenpiloten brachten ihren in der Karre sitzenden Partner sicher über die schwankende Planke an das andere Ufer. Letztlich entschied die gestoppte Zeit über den Sieg. Maurer Wolfgang Klingenberg schob seinen Sohn Jens so souverän über die Planke, als ob es sich um eine Ladung Mörtel auf einer Baustelle handelte. Der Sieg war dem Familienteam damit sicher.

Beim Borenstäker-Wettbewerb erwiesen sich die Klingenbergs über die Vor- und Finalrunde ebenfalls als das standsicherste aller sechs Teams. Mitunter widerstanden die beiden Angler minutenlang den Attacken ihrer Gegner, um diese dann im Moment einer Unachtsamkeit mit der Lanze in die Recknitz zu schubsen. Das Publikum kreischte bei jedem kritischen Moment auf und belohnte Wasserplatscher mit begeistertem Applaus und Gejohle. Die älteren Marlower genossen währenddessen in Ruhe die kulinarischen Angebote: Wildschwein, Räucherfisch, Gegrilltes, Kuchen und Getränke. Vor allem um die stattlichen Aale gab es seit Jahrzehnten nicht gesehene Drängeleien älterer Damen am Verkaufstisch. Martin Sobisch und Manfred Holze kamen mit dem Einwickeln und dem Räuchern des Nachschubs kaum hinterher.

Das 16. Anglerfest der Marlower Petrijünger fand vor dem Hintergrund eines hohen Jubiläums statt: Mit einer Festsitzung war zuvor der 90. Jahrestag der Vereinsgründung gewürdigt worden. Als Gäste konnten der Marlower Bürgermeister Norbert Schöler und der Präsident des Landesanglerverbandes, Prof. Dr. Karl-Heinz Brillowski, begrüßt werden. In einer mit Bildern unterlegten Festrede spannte Vereinsvorsitzender Harald Stypmann den Bogen von der Vereinsgründung 1927 bis in die Gegenwart. Dem ersten Abschnitt der Vereinsgeschichte hatte der II. WK bald ein Ende gesetzt, am 6.

Dezember 1946 riefen zehn Angler den Verein aber wieder ins Leben zurück. Hieraus sei die eigenständige Ortsgruppe Marlow des Deutschen Anglerverbandes der DDR entstanden. Als Höhepunkte der bisherigen Vereinstätigkeit zählte Harald Stypmann den Bau des Hafens und des Vereinsgebäudes in den Jahren 2002 und 2004 sowie die Übernahme des 2003 fertiggestellten Wasserwanderrastplatzes der Stadt Marlow per Betreuungsvertrag auf. Als Tiefpunkte der jüngeren Vereinsgeschichte bezeichnete er das Fischsterben in der Recknitz 2005 sowie das Sommerhochwasser 2011 mit der Überschwemmung des Vereinsgeländes. Die Schadenssumme am Gebäude bezifferte er auf 27 000 Euro – doch bereits im September 2011 habe die Instandsetzung beginnen können.

Weil Versagen und fachliche Inkompetenz einer Behörde mit zur Überschwemmung des Geländes geführt hätten, seien Schadensersatzansprüche an das Land gestellt worden. Seit 2016 gibt es auch einen Behindertenangelplatz.

Die nächsten Aufgaben stehen bereits an, sagte Stypmann: „Die Mitwirkung am Brücken- und Radwegeneubau, sowie die Instandsetzung des Anglerhafens im kommenden Jahr.“ Doch das Hauptziel der Angler:

„Wir möchten das wunderschöne Recknitztal für unsere Urenkel erhalten, damit auch sie den Angelsport ausüben und die Natur erleben können.“

Zahlen und Fakten

215 Mitglieder gibt es im Marlower Angelverein. 13 von ihnen sind Frauen, 22 Jugendliche.

45 Jahre beträgt der Altersdurchschnitt.

18 Fischarten sind in der Recknitz zu Hause

1927 wurde der Verein gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg belebten ihn zehn Angler wieder neu.

Mit der goldenen Ehrennadel des Landes-Anglerverbandes wurden geehrt: Arnold Maas, Manfred Holze, Harald Stypmann, Fritz Buchholz, Johannes Klug, Günther Otto, Dieter Riemer und Siegfried Mainka.

Volker Stephan

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